Weihnachten hat für mich eine sehr tiefgründige Bedeutung, die gar nichts mit dem eigentlichen Sinn von Weihnachten zu tun hat. Während meiner Zeit, als ich auf der Straße lebte, waren diese Tage für mich immer von Wehmut geprägt und ich war neidisch auf all die glücklichen Menschen. Ob sie denn wirklich glücklich waren, konnte ich ja nicht mal wissen. Sich selbst, dem wichtigsten Menschen auf Erden, das größte Geschenk machen: die Trockenheit auch in das nächste Jahr zu tragen und weiter und weiter, das ist mein Wunsch für mich, für uns alle.
Stefan
Ich bin heute so glücklich das ich keinen Alkohol brauche. Das Leben mit dem Alkhol war nicht leicht wo bekomme ich ihn. Ich war immer im Gasthaus wo ich ihn bekommen habe ende des Monat war das Geld weg nur wegen den scheiss Alkohol. Aber heute geht es mir so gut da haben meine zweite Familie die AA geholfen. Ich bin so glücklich. Das ich so einen Menschen habe das mich so versteht. Der geht auch bei die AA. Das hätte ich nie geglaubt das Alkoholiker und eine Alkohlikerin sich so gut verstehen. Ich seh es selbst es funktioniert. Es ist so schön das mein Leben. So geändert hat. G24h
LG
Petra
Und der Hl. Abend verlief nicht immer friedlich. Damals als mich der Alkohol noch fest im Griff hatte, war die Zeit vor den Feiertagen schlimm. Die Firma meines Ex-Mannes hatte über Weihnachten Betriebsurlaub. So hatte ich keine Gelegenheit mir Alkohol zu besorgen ich wurde regelrecht bewacht. Am heiligen Abend war dann um 16h Bescherung bei uns zu Hause. Dann ging es zu den Schwiegereltern. Dort wurde dann gegessen, keiner schaute den Anderen an, die Stimmung war zum zerreißen. Wer wollte schon eine Schwiegertochter die sauft. So verbrachten wir 29 Weihnachten.
Weihnachten steht vor der Tür und ich freue mich darauf. Ich werde mit Hans Weihnachten so verbringen wie ich es mir früher gewünscht hätte. Der Alkohol war stärker als ich und ich konnte mein Leben nicht mehr meisten. Das ist heute anders. Wir werden in der Weihnachts-Mette sitzen und Danke sagen das wieder ein Jahr geschafft haben ohne Alkohol.
Lg. Und Gute 24 Stunden
Renate
Trockenheit ist nötig, um nüchtern werden zu können. Dadurch werden mir die Augen geöffnet, um mich zu erkennen und respektvoll mit mir und meinen Mitmenschen umgehen zu können. Unser Programm so sagte einmal ein Freund es sei ein Sickerprogramm. Es wirkt, wenn wir daran arbeiten. Als ich begonnen habe, was zu schreiben, meinte ein Freund zynisch: machst du jetzt Karriere bei den Anonymen Alkoholikern? Er kann nicht verstehen, dass ich es gerne mache und durch meine Erfahrung anderen helfen kann. Die AA ist mein Leben geworden. Wenn das eine Karriere ist, soll es mir recht sein. Nüchtern zu werden und auch etwas annehmen zu können, das geht nur durch unser Lebensprogramm. Es ist oft harte Arbeit, aber es lohnt sich. Außerdem halte ich mich an die Gewinner, die mir zeigen, wie es geht, das Leben zu meistern. In der AA kann man wirklich nichts werden-außer nüchtern. Jeden Tag bin ich dankbar, den Weg zu AA gefunden zu haben. Ich hoffe, dass es euch auch so oder so ähnlich geht und gehen wird. In dieser Dankbarkeit versuche ich immer wieder zu schreiben, und meine Gedanken weiter zu geben. Ob irgendwer was damit anfangen kann bleibt jeden selbst überlassen. Wenn aber wer auf die Idee kommt es selber mit dem schreiben zu versuchen, wird Er oder Sie feststellen wie gut es tut das Geschenk was wir erhalten haben weiterzugeben.
Jeder trockene Tag ist ein Gewinn.
Lg. Hans wünsche G24h
Das Programm besteht also nicht nur aus zwei Schritten, sondern zwischen den ersten und dem zwölften Schritt gibt es noch zehn weitere Schritte. Besonders die beiden Schritte mit der Inventur, also der vierte und der zehnte Schritt, waren für mich sehr wichtig. Bevor es nicht vor meiner Tür sauber ist, kann ich nicht Sauberkeit predigen. So oder so ähnlich erklären die alten AA-Freunde die Notwendigkeiten dieser beiden Schritte. Ich begann dann also irgendwann meine Lebensgeschichte aufzuschreiben und habe sie dann im Internet auf unserer Homepage veröffentlicht. Das war für mich ein großer Teil meiner Inventur. Unser Programm ist ein Lebensprogramm mit dem wir ein ganzes Leben zu tun haben, war und ist auch eine der Weisheiten, welche ich immer wieder im Meeting hörte. Wie wichtig das ist, weiß ich erst heute und deshalb versuche ich immer regelmäßig ins Meeting zu gehen. Auch heute ist mir die Weitergabe unserer Botschaft wichtig und noch wichtiger ist es, dass ich inzwischen das Wörtchen - nachdem- (wir durch diese Schritte) beachtet habe. Jeden Neuen im Meeting bergreife ich heute als Bereicherung. Ich werde alles weitergeben, denn ich vergesse dadurch nie, wo ich am Anfang gestanden bin-nämlich ganz unten dem Ende nahe.
Aber durch AA durfte ich ein neues Trockenes LEBEN beginnen für das bin ich sehr Dankbar.
Lg. Hans G24h
Ich habe gerade etwas schönes gelesen, was mich zum Nachdenken gebracht hat. Lasse keinen Tag vergehen, ohne deine Träume genährt, ohne das Schöne einfacher Dinge bemerkt und etwas Neues gelernt zu haben. Ob ich glücklich bin, hängt davon ab, was ich anderen Gutes tun kann. Das kann ich nur bestätigen und es hilft mir trocken zu bleiben. Gute 24h, Franz
Ich kann von euch sehr viel lernen, wenn ich auch kein Frischling mehr bin, danke für eure Texte die mir sehr viel Mut und Zuversicht schenken. Jeder Tag hat für mich was Positives, wenn ich mich auf die Zeilen eurer Homepage stürze. Ihr lebt in dem Programm der AA und das heißt auch weitergeben von den Erfahrungen. Macht einfach weiter gerade diese Hilfe in der schwierigen Zeit ist ein wichtiger Schritt für uns alle.
Wolfgang
Ob meine 3 großen Wünsche noch in Erfüllung gehen, weiß ich nicht, ich gebe diese jedoch nicht auf. Einige, die ich hatte sind in Erfüllung gegangen, manche zwar nicht sofort aber der wichtigste nach langem auch - der Wunsch mit dem Trinken aufzuhören. Ich möchte noch Neuseeland, Australien und Kanada bereisen, und am Landweg zum Baikalsee fahren.
Daher versuche ich entsprechend gesund (Sport und ohne Alkohol usw) zu leben, verträglich und bescheiden (demütig) zu bleiben, aber nicht übervorsichtig und ängstlich.
Ich gehe diesen Weg, wann er endet - das kann vielleicht schon morgen sein - weiß ich nicht. Wäre ich anderer Meinung, wäre ich wieder auf dem alten Weg. Meinem Weg folge ich. Wenn andere anders entscheiden - zB der Lauf der Welt, Kriege, Pandemien - so muß ich mich dem fügen. Ich seh es so wie Hans, daß der Weg das Ziel sein sollte. Ich hoffe, dem Weg zu folgen und mich nicht durch irgendwelche Verlockungen zum Abbiegen verleiten lasse. Gott möge mich leiten, das Richtige zu tun.
LG Gerhard
Für mich ist der Weg das Ziel. Ich habe in langen Jahren meines Lebens festgestellt, das Lebensziele und Erwartungen oft nicht eingetroffen sind. Der Alkohol war eine Zeitlang wichtiger. Das man viele Jahre vertan hat mit Warten und Hoffen auf etwas. Für mich ist eigentlich nur noch wichtig, dass ich einigermaßen gesund bleibe und zufrieden mit mir selbst und meiner Familie - ich plane auch nicht mehr so gerne - nehme jeden Tag so wie er kommt und versuche das Beste daraus zu machen. Mit der Einstellung immer den heutigen Tag zu leben, habe ich es auch am Anfang geschafft, keinen Alkohol mehr zu trinken, und das hat mit dem Lebensprogramm von AA. Gott-sei-dank bis heute geklappt. Für mich als trockene Alkoholiker ist das wichtigste Lebensziel und die Voraussetzung für jeden neuen Tag eine zufriedene Trockenheit.
Es ist so schön, nüchtern über seine Gefühle und Gedanken schreiben und sprechen zu können.
Das habe ich SELBST in der Hand.
Lg. Hans G24h
Ich liebe das Leben und lasse es mir gut gehen. Angst ist kein guter Ratgeber, Angst habe ich in meinem Leben genug gehabt, weil einfach so vieles nicht in Ordnung war. Man hat es auch nicht in Ordnung bringen müssen, denn es gab ja das Trinken. Es waren schreckliche Zeiten - die Katze hat sich immer wieder in den Schwanz gebissen - und viele vergeudete Jahre. Man hat ja gearbeitet, und auf die Arbeit hat man sich immer berufen, und damit versucht die Mängel zu kaschieren.
Nach irgendwann erreichter dauernder Trockenheit ist es mir lange noch nicht gut gegangen. Es bedarf einer gründlichen und ehrlichen Inventur in allen Angelegenheiten, man sollte sich selbst gut anschauen und Achtsamkeit üben, bei Bedarf Innehalten, und sagen "Halt, so bekommt mir das nicht".
Erst die "Leichenbeseitigung" und alles was mich sonst noch störte veränderte ich, soweit es mir möglich war. Auch ein gepflegter Umgang mit meinen Mitmenschen hat mir viel zurückgegeben. Es kommt alles zurück - das Gute wie auch das Böse.
So lasse ich es mir gutgehen, genieße das Leben (aber nicht auf Kosten anderer!), habe viel Freude und einen ruhigen Schlaf.
Dank meiner AA-Freunde wurde mir das im Laufe der Jahre möglich. Meinen ersten Kontakt hatte ich 1993.
Wünsche Euch noch einen schönen Abend und gute 24h
LG Gerhard