Hier findest du eine Gemeinschaft, die Erfahrungen Kraft und Hoffnung miteinander teilt und Mut macht, den eigenen Weg in ein selbst bestimmtes Leben ohne ALKOHOL ZU GEHEN
Wahre Hilfe besteht darin, den anderen in die Lage zu versetzen, in der er sich selbst helfen kann.
Neben den meist wöchentlich stattfindenden Meetings organisieren die Anonymen Alkoholiker auch Info-Meetings um die Öffentlichkeit über AA zu informieren.
Lg. Hans
Wahre Toleranz
Schließlich kommen wir zu der Erkenntnis, dass alle Menschen - auch wir selbst - irgendwie seelisch gestört und oft im Irrtum sind. Das bringt uns wahrer Toleranz näher und wir erkennen echte Liebe zu unseren Mitmenschen.
Zwölf Schritte und Zwölf Traditionen, S. 87
Mir kam der Gedanke, dass alle Menschen zu einem gewissen Grad emotional krank sind. Wie sollten wir es auch nicht sein? Wer von uns ist spirituell perfekt? Wer von uns ist körperlich perfekt? Wie also könnte dann einer von uns emotional perfekt sein? Was bleibt uns also anderes übrig, als einander zu ertragen und uns gegenseitig so zu behandeln, wie wir in einer ähnlichen Situation behandelt werden wollten? Das ist, was Liebe wirklich ausmacht.
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans
Wer sind wir, was wollen wir.
Wir leben alkoholfrei, und sind Freunde jedes Hilfesuchenden Alkoholabhängigen.
Was wir wollen.
Wir wollen als die Menschen die Alkoholabhängigkeit am eigenen Leib erfahren haben, anderen Betroffenen Hilfestellung geben, damit sie auch abstinent leben können.
Wir verstehen uns als Helfer zur Selbsthilfe
Treffen:
Selbsthilfegruppe Anonyme Alkoholiker
Evangelisches Pfarrheim
Kirchengasse 1
4651 Stadl-Paura
AA- Meeting jeden So. von 18.00 bis 20.00 Uhr
Am letzten So. im Monat Offenes Meeting
Homepage:
www.aa-unserweg.at
Lg. Hans
Seit ich BEDINGUNGSLOS KAPITULIERT habe, kenne ich KEINEN Saufdruck, auch nicht bei Freunden aus AA heraus, die mehr als Jahrzehnte an meiner Seite ihren Weg gehen, nicht immer hier, aber 24 Stunden am Tag.
Dass jemand plötzlich und unvermutet einen Rückfall erleidet, wie einen Schicksalsschlag, hörte ich nur in tränenreichen Ausreden...
Man nennt so etwas auch Schutzbehauptung.
Es ist verschenkte Zeit, jemand von der EINFACHHEIT nüchternen Lebens überzeugen zu wollen...
Ich rede von MIR, und wenn irgendjemand etwas davon gebrauchen kann, gut - wenn nicht, dann habe ich es immerhin geäußert, statt wie in alten Zeiten an nicht Ausgesprochenem zu ersticken.
Lg. Hans G24h
Die Tatsache, dass wir nicht auf Dauer standhaft bleiben können, wenn wir nicht zuerst unsere vollständige Niederlage eingestehen, ist die Wurzel des Baumes, aus der unsere Gemeinschaft wuchs und blühte.
Zwölf Schritte und Zwölf Traditionen, S. 20
Im vollen Bewusstsein meiner Niederlage gelangte ich an die Türen von AA, allein und voller Angst vor dem Unbekannten. Eine Macht außerhalb von mir selbst hatte mich aus dem Bett geholt, ans Telefon geführt, zur Bushaltestelle und durch die Türen der Anonymen Alkoholiker. Als ich bei AA war, hatte ich das Gefühl, geliebt und akzeptiert zu werden, etwas, das ich seit meiner frühen Kindheit nicht mehr gespürt hatte. Möge mir nie das Gefühl dieses Wunders, das ich am ersten Abend mit AA erlebte, verlorengehen. Es war das größte Ereignis meines Lebens.
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans G24h
Wahre Demut und Bereitschaft können uns zum Glauben führen ...
Zwölf Schritte und Zwölf Traditionen, S. 31
Mein alkoholkrankes Denken ließ mich glauben, ich könnte kontrolliert trinken, aber ich konnte es nicht. Als ich zu AA kam, wurde mir klar, dass Gott durch meine Gruppe zu mir sprach. Ich begriff nur so viel, um zu erkennen, dass ich seine Hilfe benötigte. Es brauchte mehr Zeit, um AA wirklich und aufrichtig anzunehmen, aber dieser Schritt führte zu Demut. Ich weiß, wie krank ich war, und ich bin äußerst dankbar dafür, dass mir meine geistige Gesundheit wiedergegeben wurde und ich ein nüchterner Alkoholiker bin. Mein neues nüchternes Ich ist ein viel besserer Mensch, als ich es ohne AA je hätte sein können.
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans
Den ganzen Tag über
Das geht nicht über Nacht und sollte ein Leben lang weitergehen.
Anonyme Alkoholiker, S. 97
Während meiner ersten Jahre in AA betrachtete ich den Zehnten Schritt als eine Empfehlung, regelmäßig mein Verhalten und meine Reaktionen zu überprüfen. Wenn irgendetwas verkehrt war, sollte ich es zugeben; wenn eine Entschuldigung notwendig war, sollte ich mich entschuldigen. Nach einigen Jahren der Nüchternheit fühlte ich, dass ich häufiger eine Selbstprüfung durchführen sollte. Ich erkannte nicht die volle Bedeutung des Zehnten Schritts und der Worte „wir setzten fort“, ehe einige weitere nüchterne Jahre verstrichen waren. „Wir setzten fort“ heißt nicht gelegentlich oder häufig. Es heißt: den ganzen Tag über.
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans G24h
Ich gehe die Straße entlang. Am Gehsteig ist ein tiefes Loch. Ich falle hinein. Ich bin verloren...bin hilflos. Es ist nicht meine Schuld, dort hinein gefallen zu sein. Ich brauche sehr lange, um den Weg nach draußen zu finden. Ich gehe die Straße entlang. Am Gehsteig ist ein tiefes Loch. Ich tue so, als ob ich es nicht bemerken würde. Ich falle wieder hinein. Ich kann nicht verstehen, warum ich schon wieder dort hineingefallen bin. Es ist meine Schuld. Es dauert immer noch sehr lange, um den Weg nach draußen zu finden. Ich gehe dieselbe Straße entlang. Am Gehsteig ist ein tiefes Loch. Ich bemerke es. Trotzdem falle ich hinein. Das Hineinfallen ist eine vertraute Gewohnheit. Meine Augen sind jetzt offen. Ich weiß wo ich mich befinde. Ich bin dafür verantwortlich und ich finde den Weg nach draußen sofort. Ich gehe dieselbe Straße entlang. Am Gehsteig ist ein tiefes Loch. Ich weiche aus und falle nicht mehr hinein. Ich wähle eine andere Straße. Habe ich mal vor Jahren gelesen und mir bewusst werden lassen ICH alleine bestimme den Weg und die Straße.
Lg. Hans G24h
Der 10.) Schritt
Ich setze die Inventur bei mir fort, und wenn ich Unrecht hatte, gab ich es sofort zu.
Wir sind keine Heiligen, heißt es einmal im Blauen Buch. Wahrhaftig, das merke ich, als ich mit dem Trinken aufgehört hatte. Ich blieb ein fehlerhafter Mensch. Das Leben bleibt immer schwierig. Es macht für mich als Alkoholiker, auch wenn ich nüchtern geworden bin, keine Ausnahme. Es gibt einen gewissen Luxus, der dem Durchschnittsmenschen gemeinsam ist, den sich aber ein Alkoholiker nicht leisten kann. Selbstmitleid, Neid, Kritiksucht, Unehrlichkeit, Groll und noch vieles mehr. Schlimmer wird es noch, wenn ich vergesse, dass ich Alkoholiker bin und bleibe, oder wenn ich mir auf meine Nüchternheit was einbilde, wenn ich anfange zu zweifeln, ob ich die Meetings für meine Nüchternheit noch brauche, wenn ich mir Anerkennung erwarte, wenn ich die Anonymität nicht ernst nehme, dann brennt ein rotes Warnlicht, dann bin ich in der Gefahrenzone und sollte eiligst Inventur machen. Nichts ist wichtiger für mich als Alkoholiker als eine zufriedene Nüchternheit und die kann ich nur erhalten wenn ich auf der Hut bin. Am Abend kann ich mich fragen: Wie habe ich mich verhalten während des Tages? Was sind meine Gefühle? Ein Augenblick der Selbstbesinnung ist wichtig, um in Kontakt mit mir selbst zu bleiben. Ich freue mich jeden Tag über die Nüchternheit und Fortschritte, die ich gemacht habe, seit ich nicht mehr trinke.
Lg. Hans G24h
Immer und immer wieder sehen wir: einmal Alkoholiker – immer Alkoholiker! Wenn wir nach einer Zeit der Nüchternheit wieder mit dem Trinken anfangen, sind wir in kurzer Zeit wieder so übel dran wie vorher. Wenn wir uns vornehmen, mit dem Trinken aufzuhören, darf es keinen Vorbehalt geben, und in keinem Winkel unseres Hinterkopfes darf die Hoffnung lauern, eines Tages normal trinken zu können.
Anonyme Alkoholiker, S. 38
Heute bin ich Alkoholiker. Morgen wird es nicht anders sein. Mein Alkoholismus gehört jetzt und für immer zu mir. Ich darf nie vergessen, was ich bin. Der Alkohol wird mich sicher umbringen, wenn es mir nicht gelingt, jeden Tag meine Krankheit zu erkennen und sie anzuerkennen. Ich spiele kein Spiel, in dem eine Niederlage nur einen vorübergehenden Rückschlag darstellt. So lebe ich mit meiner Krankheit, für die es keine Heilung gibt, nur tägliches Annehmen und Wachsamkeit.
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans G24h