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GELASSENHEIT !!! (immer wieder ein Thema)
So 19 Jul 2026 7:10
So schauts aus.
Wir hüten unseren Gelassenheitsspruch, weil er uns ein Licht bringt, das unsere alte und verhängnisvolle Neigung zum Selbstbetrug vertreibt.
(Wie Bill es sieht Seite 28)
Es hat lange gedauert, bis ich eine gewisse Gelassenheit in mir gespürt habe. Zu beginn meiner Trockenheit wollte ich möglichst sofort ebenso gelassen sein wie die langjährig trockenen Freunde, die ich in den Meetings traf. Wie sollte ich tun, um diese Ruhe ausstrahlen zu können, die mich in den Meetings umgab.?
Das Wichtigste ist, das erste Glas stehenzulassen, sagten die Freunde! Ich hatte große Zweifel, dass dieser Satz das große Geheimnis war. Trotzdem dämmerte mir ganz langsam, dass all die Freunde vielleicht recht haben könnten. Ich habe bis jetzt alle täglichen Gläser Alkohol stehen lassen können und meine Gelassenheit hat sich irgendwie eingeschlichen. Seitdem ich nicht mehr saufe, sind die ungeduldigen Momente viel weniger geworden. Gib mir die Gelassenheit-aber bitte sofort das hat sich aus meinem trockenen Leben weitestgehend verabschiedet.
Lg. Hans G24h


Falscher Scham offen mit meiner Krankheit umzugehen.
Fr 17 Jul 2026 6:47
Für mich war es ein ganz wichtiger Schritt offen mit meiner Krankheit umzugehen, es war ein Prozess, bis es soweit war, vermutlich war ich damals noch nicht bereit es für mich selber zu akzeptieren, dass ich Alkoholiker bin. Als ich es dann ehrlich und offen ansprechen konnte, kam irgendwie eine Art Heilungsprozess in Gang, ich konnte zu mir und meiner Abhängigkeit stehen, das war der Anfang von einem guten Weg. Viele Situationen verlieren ihren Schrecken dadurch oder entstehen gar nicht erst. Es ist deutlich einfacher und leichter so. Prinzipiell entscheide ich selbst wem gegenüber ich offen sein will, ich habe kein AA auf meiner Stirn tätowiert, aber mein Umfeld, Familie und Freunde sowieso wissen Bescheid und das ist gut so. Negative Reaktionen darauf habe ich nie gekriegt. Komisch ist, dass ich saufend mich nicht so geschämt hab, wie anfangs beim Eingestehen meiner Sucht. Wie paradox und krank. Als hätten das die Menschen um mich herum nicht doch längst irgendwie bemerkt und halt nur nicht angesprochen. Aus welchen Gründen auch immer.
Lg. Hans


7. Tradition ältere Sichtweise von mir.
Di 14 Jul 2026 7:14
7. Tradition

Jede AA-Gruppe sollte sich selbst erhalten und von außen kommende Unterstützung ablehnen. Alkoholiker sollten sich selbst erhalten??? Wer hat je so etwas gehört!!! Doch wir sind überzeugt, dass wir so sein müssen. Dieser Grundsatz ist ein Beweis für den tiefen Wandel, den AA in uns bewirkt hat. Viele von uns haben sich gerne zu einen Glas Wein einladen lassen. Viele von uns sind gerade des Geldes wegen in Alkoholabhängigkeit geraten. Es ist ein Teil unserer Genesung, selbständige, verantwortungsbewusste Menschen zu werden. Unsere Gemeinschaft weist Unterstützung von außen zurück, weil wir damit unsere Selbständigkeit und Unabhängigkeit Gefährten würden. AA braucht nicht viel Geld. Für unsere Auslagen können wir selber aufkommen. Wir brauchen keinen gratis Gruppenraum. Wo eine Gruppe kostenfrei zu Gaste ist, muss sie sich Vorschriften machen lassen. Besser in einen billigen Raum frei sein, als in einen schönen geschenkten Lokal abhängig zu sein. Es ist auch unnötig wenn AA-Freunde Einladungsschreiben oder sonstige AA-Literatur an ihren Arbeitsplatz gratis fotokopieren. Lasst uns lieber nicht so geizig mit unserem Geld bei der Hutsammlung sein. Wir geben es ja für unsere Nüchternheit aus. Wenn AA funktionieren will, dann braucht es Geld, es fallen ja laufende Ausgaben an. Die Gruppen wissen, dass unsere anderen Dienststellen auch Geld brauchen. Auch für Gruppen neu Gründungen wird immer wieder Geld gebraucht. Wer aber Geld an die Regional Gruppen abliefert tut das freiwillig. Wenn wir 20% von der Hutsammlung an die Region abliefern dann tun wir auch das freiwillig, niemand kann dazu gezwungen werden. Es waren die Reichen, die die Vorteile, Ja Notwendigkeit dieser 7. Tradition erkannten. Rockefeller ein Freund der AA sagte wörtlich: Ich fürchte, GELD würde diesen wunderbaren Verein der AA nur verderben. Wir dürfen auch der Gesellschaft zeigen, dass wir sehr wohl imstande sind, unserer eigenes PROGRAMM selbst zu finanzieren.
Lg.Hans G24h


Wie läuft ein Meeting ab?
Mi 8 Jul 2026 8:47

Prinzipiell ist jede Gruppe autonom und kann daher das Meeting nach eigenen Vorstellungen gestalten. Jedoch gibt es einige Gemeinsamkeiten, die in jedem AA-Meeting weltweit gleich sind:
Am Beginn werden die Präambel und die 12 Schritte gelesen. Eventuell wird auch zusätzlicher Text aus der AA-Literatur gelesen.
Danach beginnt der Hauptteil des Meetings, in dem sich jeder zu Wort melden kann. Es gibt dabei nur zwei Regeln:
1. Jede(r) kann ausreden, und ihm/ihr wird zugehört. Wir reden niemals durcheinander.
2. Wir reden nur von uns selbst, nicht über andere. Wir kommentieren auch nichts, was andere gesagt haben.
Jede(r) kann sich zu Wort melden, muss aber nicht. Man kann auch einfach nur zuhören und muss gar nichts sagen.

Nach den Wortmeldungen wird das Meeting mit dem gemeinsamen Sprechen des "Gelassenheitsgebets" beendet:
(Gott/Höhere Macht) gebe mir die Gelassenheit,
Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, dass eine vom anderen zu unterscheiden.

Alkoholismus ist eine Krankheit die zum Stillstand gebracht werden kann.
Die Frauen und Männer gleichermaßen betreffen. Deshalb sind mit dem Begriff "Alkoholiker" Frauen und Männer gemeint. Unsere Homepage wendet sich in erster Linie an Alkoholkranke Frauen und Männer, die mit dem trinken aufhören möchten und an Menschen, die sich die Frage stellen, habe ich vielleicht ein Problem mit dem Alkohol? Natürlich wollen wir Angehörige von Alkoholkranken Menschen sowie die Öffentlichkeit und Fachleute, die sich für die Anonymen Alkoholiker interessieren, über uns informieren.
Lg. Hans


- Demut -
Mi 8 Jul 2026 8:11
- Demut -Auszug aus einen Alkoholiker 1973

Dieses Wort steht nicht nur vor diesem Schritt, sondern begegnet uns an allen Ecken und Enden unseres neuen Lebensweges. Immer wieder hörte ich es auf den vielen Meetings der Anonymen Alkoholiker, doch kam es mir vor, als ob sich meine Freundinnen und Freunde scheuten, dieses Wort auszusprechen. Sie bewiesen den Begriff durch ihre Haltung, durch ihre Bescheidenheit und durch die oft geradezu unbarmherzige Ehrlichkeit, mit der sie ihre Lebensgeschichte offenbarten, Ich hörte das Wort von Ärzten, Pfarrern und Fürsorgern, die über die Demut sprachen und sie als höchstes Gut unseres Programms herausstellten. Und das erscheint mir wesentlich. Man kann selbst nicht über seine Demut sprechen. Das wäre schon so etwas wie Eigenlob - und Eigenlob stinkt! Doch man muss sich als Alkoholiker über diesen Begriff klar werden - und da fehlte es bei mir weit. Abgesehen davon, dass dieses Wort während meiner Saufzeit für mich ein Fremdwort war, hatte ich eine ganz falsche Vorstellung.

Lg. Hans


Der 7 .) Schritt
Sa 4 Jul 2026 9:43

Demütig bat ich ihm, meine Mängel von mir zu nehmen.

Der Demütige lässt sich gerne helfen, der Stolze will alles selber tun. Mein Demütiges ICH ist ganz tief überzeugt, dass meine Willenskraft versagt hat, das ich mich aber auf meine AA-Freunde verlassen kann. In diesen Augenblick, in dem ich einen Berg von Schwierigkeiten und Versprechungen vor mir herschiebe, um sie einmal später einmal zu lösen, verlasse ich mich ganz auf mich selber und ich komme auch nicht weiter. In dem Augenblick an dem ich selber zugebe, dass ich aus eigener Kraft mit meinen Leben nicht mehr fertig werde, öffne ich mich in meiner Gruppe oder meiner Höheren Macht. Wo die Not am größten ist, ist die Hilfe der Gruppe oder AA-Freunden am nächsten. Demut hat mit MUT zu tun. Ein bisschen mehr Achtung vor den Mitmenschen habe ich gelernt. Ich selber durfte vom hohen Ross heruntersteigen, oder ich wurde unsanft herunter geholt. Auch durfte ich lernen, dass einen Macht grösser als wir selbst mir meine Geistige Gesundheit zurückgegeben hat.
Lg.Hans G24h


Der Dienst des Gruppensprechers
Mi 1 Jul 2026 8:41

Der Freund, die Freundin, die wir als Kandidaten für unseren Gruppensprecherdienst vorschlagen, sollte bestimmte Voraussetzungen erfüllen. So wird empfohlen, dass der Sprecher schon eine Zeit bei AA nüchtern ist und eine gewisse Veränderung seiner geistig-seelischen Grundhaltung durch unser spirituelles Programm der Genesung erreicht hat und mit diesem Programm, wie es auch das ‚Blaue Buch‘ beschreibt, vertraut ist. Dann kann er auch bei gelegentlichem ‚Wind von vorn‘ gelassen bleiben und doch eine gewisse Durchsetzungskraft in Bezug auf die Prinzipien unseres Programms an den Tag legen. Schließlich wollen wir ihn in diesen Dienst wählen und ihm damit unser Vertrauen zeigen. Es heißt zwar: „Unsere betrauten Diener herrschen nicht, sondern sind denen verantwortlich, denen sie dienen“ – aber gewisse Regeln einzuhalten und die Beschäftigung mit unserem Programm zu gewährleisten, ist nicht nur in unserer, sondern vor allem auch in seiner Verantwortung. Seine Aufgaben im Einzelnen:

Was sollte er?
– Das Meeting eröffnen und schließen
– Gegebenenfalls das Meeting leiten (oder für heute einen Freund darum bitten)
– Für einen reibungslosen Ablauf sorgen – Arbeitsmeeting der Region besuchen und der Gruppe darüber berichten
– Kontakt zum Vermieter pflegen

Was kann er?
– Neue auf der Rednerliste vorziehen
– Erstmeldungen vor Zweitmeldungen zulassen
– Bitten, die Sprechzeit zu beschränken
– Ein Meeting -Thema vorschlagen oder erfragen
– Verbindungen zu anderen Gruppen und Diensten, z.B. dem Arbeitskreis für Öffentlichkeitsarbeit, pflegen
Lg. Hans


Gedanken zum Tag
Di 30 Jun 2026 13:02
Opfer = Einigkeit = Überleben
Die Einigkeit, die Wirksamkeit, ja selbst das Überleben der Gemeinschaft der AA basieren auf unserer ständigen Bereitwilligkeit, einige unserer persönlichen Ambitionen und Wünsche zugunsten unserer gemeinsamen Sicherheit und unseres Wohlergehens aufzugeben. Ebenso wie Opfer das Leben des Einzelnen retten, bedeuten Opfer auch Einigkeit und das Überleben der Gruppe und der Gemeinschaft der AA.

Wie Bill es sieht, S. 228
Ich habe erfahren, dass ich zum Wohle von AA einige meiner Persönlichkeitseigenschaften opfern muss, und bin als Resultat mit vielen Geschenken belohnt worden. Falscher Stolz kann durch Prestige aufgebläht werden, aber wenn ich in der Sechsten Tradition lebe, erhalte ich stattdessen das Geschenk der Demut. Kooperation ohne Anbindung ist häufig trügerisch. Wenn ich mich nicht mit außenstehenden Interessen verbinde, habe ich die Freiheit, AA autonom zu halten. Dann wird die Gemeinschaft weiterbestehen, gesund und stark für noch kommende Generationen.

Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans


„Heute. Gedanken zum Tag“
So 28 Jun 2026 6:53
Die Entschlossenheit unserer Gründer
Anderthalb Jahre später hatten diese drei bei sieben weiteren Erfolg gehabt

Anonyme Alkoholiker, S. 187
Wenn nicht die wilde Entschlossenheit unserer Gründer gewesen wäre, wäre AA genauso schnell wie viele andere sogenannte gute Sachen im Sande verlaufen. Hunderte von wöchentlichen Meetings in meiner Stadt zeigen mir, dass AA 24 Stunden pro Tag verfügbar ist. Wenn ich mit nichts als Hoffnung und dem Wunsch, nicht zu trinken, hätte aushalten müssen, und hätte überall wo ich hinging Ablehnung erfahren, hätte ich den einfacheren, bequemeren Weg gesucht und mein altes Leben wieder aufgenommen.

Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg.Hans


Ausschnitt aus einen Alkoholiker 1973
Do 25 Jun 2026 14:42
Zufriedene Nüchternheit am Lebensende

Vielleicht mag nun der eine oder andere Leser der Meinung sein, es sei utopisch nach Vollkommenheit zu streben. Schließlich gäbe es auf der ganzen Welt keinen Menschen, der nur gute und positive Charakterzüge aufweist. Diese Freunde verstehen den Sinn dieses Schrittes falsch. Jeder Mensch, der sich ein Ziel setzt, ist selbst noch mehr oder weniger weit von diesem Ziel entfernt. Er muss hart arbeiten, trainieren und sich gesund halten, wenn er sein gestelltes Ziel erreichen will. Falsch wäre es auf der Lebensleiter auszuruhen. Stillstand bedeutet Rückfall. Man muss stets weiterstreben, um das zu erhalten, was man erreicht hat, bis dass der Tod eine Grenze setzt. Und an dieser Grenze steht bei mir die zufriedene Nüchternheit. So will ich einmal einschlafen und vor meinen Herrn treten. Nicht mit blütenweißer Weste der Vollkommenheit, sondern mit den Spuren getilgter Schuld und bereinigter Fehlhaltungen.

Deshalb muss ich mich heute bereit halten, die Fehler meines Charakters von Gott beseitigen zu lassen.
Lg. Hans



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