Forum Einträge



( Das kleine braune Buch) Unser Weg.
Fr 23 Mai 2025 7:14
( Das kleine braune Buch)
Wir gaben zu, dass wir dem Alkohol gegenüber machtlos sind - und unser Leben nicht mehr meistern konnten.
Der Erste Schritt im Programm der Anonymen Alkoholiker ist wirklich der erste Schritt. Er steht am Anfang dessen, was wir später unser neues Leben nennen werden. Diesen ersten Schritt durch die Eingangstür in das neue Leben müssen wir als erstes tun. Da führt kein Weg vorbei, da gibt es kein Drumherum-Mogeln. Die anderen Schritte im A.A.-Programm sind zwar auch nummeriert, aber hier ist die Reihenfolge nicht mehr so verbindlich. Manche machen die im Zehnten Schritt empfohlene tägliche Gewissenserforschung schon bald, noch bevor sie in den Schritten zwei bis neun nennenswert vorangekommen sind.
Lg. Hans G24h


Ein Alkoholiker aus 1973 für uns geschrieben.
Do 22 Mai 2025 8:24
Es gibt keine "besseren" Alkoholiker
Für mich gibt es heute keine besseren und keine schlechteren Alkoholiker, sondern nur ALKOHOLIKER und ich gebe mir Mühe, jeden so anzunehmen, wie er ist. Je länger ich nüchtern blieb, desto deutlicher erkannte ich meine Fehler und desto schwerer wurde es mir, sie einzugestehen. Irgendetwas in mir lehnte sich dagegen auf. Statt zuzugeben, suchte ich nach Entschuldigungen. Das war typisch für meine alkoholische Denkungsart. Und als ich schließlich so weit war, alles selbst einzusehen, wollte ich das schön für mich behalten, denn was ging des anderen Menschen an. Im Gegenteil. Lief ich nicht in Gefahr, mein neu aufpoliertes Image wieder zu verlieren? Wo bleibt mein Ansehen, wenn ich einem guten Freund oder einem sehr nahestehenden Menschen meine Fehler aufs Butterbrot schmiere? Wofür soll das gut sein? Man hatte mich nicht verstanden, als ich damals trank. Viel weniger würde man mich verstehen, wenn ich nun nüchtern zugab, was ich alles falsch gemacht hatte. Gerade jetzt, wo ich dabei war, meine Position im Beruf und in der Familie wieder zu festigen, kann ich mir doch keine Blöße geben, indem ich meine Schwächen offen an den Tag lege. Als ich mit meinen A.A.-Freunden darüber sprach, klärte man mich auf, dass ich schon wieder auf dem Holzweg war.
Lg. Hans G24h


Gedanken zum Tag“
Mi 21 Mai 2025 16:53
Der erste Schritt
Wir ... (Das erste Wort des Ersten Schrittes)

Zwölf Schritte und Zwölf Traditionen, S. 19
Als ich trank, kreisten meine Gedanken nur um „ich, ich, ich“ und „mich, mich, mich“. Eine derart schmerzhafte Ichbesessenheit, eine derartige Seelenkrankheit, eine derartige spirituelle Selbstsucht fesselten mich mehr als die Hälfte meines Lebens an die Flasche. Die Reise, Gott zu finden und seinen Willen einen Tag nach dem anderen zu tun, begann mit dem ersten Wort des Ersten Schrittes ... „Wir“. Gemeinsam haben wir Kraft, Stärke, Sicherheit und für einen Alkoholiker wie mich – jede Menge Leben. Wenn ich versucht hätte, allein zu genesen, wäre ich vermutlich gestorben. Mit Gott und einem anderen Alkoholiker habe ich eine göttliche Aufgabe in meinem Leben ... ich bin zum Kanal für Gottes heilende Liebe geworden.

Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans G24h


Kommentare hinterlassen
So 18 Mai 2025 18:34
Hallo liebe AA-FREUNDE und Interessierte!

Ihr könnt hier gerne auch einen Kommentar, Wünsche, Beschwerden, Lob, Kritik oder einfach nur Grüße hinterlassen.
Der Eintrag ist völlig anonym.

Ich wünsche allen Besuchern dieser Seite einen guten Start in die neue Woche.... :wink

Roman


Aus 1973 von einen Alkoholiker
So 11 Mai 2025 15:48
Nur in Demut bekomme ich Kontakt

Früher hatte ich damit große Schwierigkeiten und verzweifelt gab ich auf. Selbstverständlich war ICH nicht daran schuld, sondern scheinbar gab es für mich keinen Gott. Heute bin ich eines besseren belehrt. Heute kenne ich den Schlüssel zu seiner Tür. Es ist die vorher bereits erwähnte Demut. Nur in Demut kann ich meinen Schöpfer erkennen, indem ich mein eigenes ICH herabsetze, indem ich mir selbst all meine Fehler eingestehe. So wird er mich hören und so verstehe ich das Beten.
"Beten" kommt nicht von "Bitten", sondern ist ein Wortbegriff für jede innige Zwiesprache mit jener Kraft, die größer ist als ich selbst. Und nur wenn ich bereit bin, wenn ich demütig von meinem hohen Ross absteige und in mich gehe nur dann bekomme ich Kontakt. Dieser Kontakt, dieses Erlebnis, dass ich mit Menschen um mich und mit Gott in mir eins werde, befreit mich von der Bedrückung, die mir alle meine Fehler auferlegen. Ich gewinne neue Hoffnung, ich werde frei. So frei, dass es mir heute leichter fällt auch dem oder jenen Menschen meine Fehler offen zuzugeben, denn das führt schließlich zur gegenseitigen Achtung und zur Achtung vor sich selbst.
Lg. Hans G24h


5. Schritt Blaues Buch S. 83
Do 8 Mai 2025 16:22

„Wenn wir diesen lebenswichtigen Schritt überspringen, könnten wir
vom Trinken nicht loskommen. Immer wieder haben Neue versucht,
gewisse Dinge aus ihrem Leben für sich zu behalten. Um sich diese
demütigende Erfahrung zu ersparen, wandten sie sich einfacheren
Methoden zu. Mit ziemlicher Sicherheit betranken sie sich wieder.
Da sie im übrigen Programm weiter gearbeitet hatten, wunderten
sie sich, warum sie rückfällig geworden waren. Nach unserer
Meinung liegt es daran, dass sie ihr Großreinemachen niemals zu
Ende geführt haben.“
Lg. Hans G24h


Aus dem Kleinen Buch (Unser Weg)
Mo 5 Mai 2025 7:39
Lebensaufgabe

Wir sollten uns aber nicht mit juristischer Spitzfindigkeit an den Wortlaut einer Empfehlung klammem, sondern unser Handeln nach deren Sinn ausrichten. Würden wir nämlich mit dem Weitergeben der Botschaft tatsächlich alle warten, bis wir die vorausgestellten elf anderen Schritte vollständig zurückgelegt haben, dann kämen wir nie dazu, im Zwölften Schritt etwas zu tun. Die elf anderen Schritte nämlich sind - ebenso wie der Zwölfte - ein Auftrag für das ganze Leben. Hundertprozentig wird damit niemand fertig. Hätten also Bill und Bob mit dem Weitergeben der Botschaft gewartet, bis sie durch weiteres Bemühen um Vollkommenheit ihr "geistiges Erwachen" erlebt hatten, dann gäbe es heute wahrscheinlich überhaupt nicht die weltumspannende Gemeinschaft der Anonymen Alkoholiker. Nein, diese beiden Gründer der Gemeinschaft haben sich unmittelbar nach ihrer Begegnung in Acron einen dritten und einen vierten Alkoholiker gesucht. Dabei war ihr Motiv nicht in erster Linie missionarisch. Sie brauchten andere Alkoholiker zum Durchhalten in ihrem Vorsatz, nicht mehr zu trinken. Demnach waren also auch Bill und Bob "Two-Steppers", was für Dich, lieber neuer Freund, ein gutes Argument ist, wenn Dir irgendein staubtrockener Alt-A.A. ungerechtfertigt vorschreiben will, was Du zu tun oder zu lassen hättest.

Wir alle sind von der ersten halben Stunde an, die wir bewusst auf das Trinken von Alkohol verzichtet haben, ununterbrochen im Zwölften Schritt tätig. Und sei es nur durch unser Beispiel. Jeder Alkoholiker, der nicht trinkt, kann für den noch leidenden Alkoholiker eine Hilfe sein, wobei die Dauer der Nüchternheit auf Seiten des Helfenden zunächst von untergeordneter Bedeutung ist.
Lg. Hans G 24h


5. Tradition Die Hauptaufgabe jeder Gruppe.
So 4 Mai 2025 6:51

Die Hauptaufgabe jeder Gruppe ist, unsere AA-Botschaft zu Alkoholiker zu bringen, die noch leiden.
Hier wird hervorgehoben, dass überwiegend die Gruppe und nicht das einzelne Mitglied sich um den leidenden Alkoholiker kümmern soll. Die AA ist nicht Sache eines Einzelnen sondern der Gruppe. Wir sind keine Solosänger sondern wirken besser im Chor, hat jemand einmal gesagt. Die Erfahrung lehrt auch, dass so mancher Alleingang im 12. Schritt im Rückfall geendet hat. Wenn es der Hauptzweck einer Gruppe ist, die Botschaft weiterzugeben an Alkoholiker, die noch leiden, dann bedeutet das, dass wir in erster Linie die Gruppe durch unsere Mitarbeit gesund erhalten. In der Gruppe findet dann, der noch leidende Alkoholiker einen Ort wo er sich wohlfühlen kann, wo er Alkoholiker trifft, die er als Alkoholiker versteht. Je angenehmer, je toleranter, je ehrlicher, je verständlicher er die Gruppe findet, umso eher wird er bleiben, und so leichter wird er die Botschaft verstehen. Die 5. Tradition lässt völlig frei und offen, was der noch leidende Alkoholiker aus der Botschaft macht. Es heißt, die Botschaft weitergeben aber es heißt nicht, den Alkoholiker zu überreden, die Botschaft anzunehmen. Auch als Gruppe sind wir Machtlos den Alkohol gegenüber, und wir können lediglich die Botschaft weitergeben. Die Gruppe ist kein Krankenhaus, wo die körperlichen Schäden geheilt werden. Wir sind auch keine Psychologen, wo Ehen gekittet werden, dazu sind andere Stellen zuständig. Wenn wir in ein Krankenhaus gehen, die Alkoholiker, die dort behandelt werden über AA zu informieren, dann ist es wiederum die Gruppe, die eine kontinuierliche Weitergabe der Botschaft eher garantieren kann, als der Einzelne. Die Gruppe hat mehrere Mitglieder sodass ein anderes einspringen kann, wenn ein Mitglied ausfällt. Wenn wir die Botschaft weitergeben, sollten wir keine Erwartungshaltung in den noch leidenden Alkoholiker wecken, dem wir die Botschaft bringen. Wir sollten das tun, was wir können, und überlassen alles übrige der Höheren Macht, wie wir sie verstehen.
Jede Gruppe sollte sich der Verantwortung bewusst sein was die Traditionen für eine Aufgabe haben, sie sind auch das Rückgrat der Gruppe, was zum tragen kommt wenn es einmal schwierig wird.
Lg. Hans


4.Tradition so gesehen.
Di 29 Apr 2025 6:05

Jede Gruppe sollte selbständig sein, außer in Dingen, die andere Gruppen oder die AA als Ganzes angeht. Der Alkoholiker kann nur freiwillig und in Freiheit den Alkoholismus zum Stillstand bringen. Auch eine Gruppe von Alkoholikern muss frei und in Freiheit ihre Angelegenheiten regeln, und ihre Schwierigkeiten lösen können, nur dann wird die Gruppe leben und gedeihen. Der Alkoholiker mag es nicht, wenn man sich in seine Angelegenheiten einmischt, ihm Ratschläge erteilt oder Vorschriften macht. Nicht anders ergeht es der Gruppe. Einmischungen von außen, gleich vom wenn auch immer mag die Gruppe nicht. Eine Gruppe ist nur arbeitsfähig und gesund, wenn sie selbst Verantwortung tragen kann. Die AA haben mehr aus ihren eigenen Fehlern gelernt, als durch all die gut gemeinten Ratschläge von außen. Wie das einzelne Mitglied, so kann auch die Gruppe viele Fehler und Schicksalsschläge ertragen. Eine Gruppe aber darf nichts tun, was AA als Ganzes schadet. Die Gemeinschaft als Ganzes ist immer dann betroffen, wenn eine Gruppe an die Öffentlichkeit tritt. Aussagen in einer öffentlichen Veranstaltung oder wenn jemand im Radio oder TV spricht, wird von den Zuhörern nicht einen einzelnen Mitglied oder einer Gruppe, sondern den Anonymen Alkoholikern zugeschrieben. Solche öffentlichen Arbeiten sollten immer vorher in der Gruppe besprochen werden. Die Gruppe soll sich an die 12 Traditionen halten. Natürlich ist die Auslegung oft recht unterschiedlich und soll von Fall zu Fall abgesprochen werden, wie man am besten vorgeht. Dies betrifft unsere gemeinsame Arbeit im Krankenhäuser und anderen öffentlichen Gebäuden. Wer größere Reisen gemacht hat und verschiedene AA-Gruppen an den Meetings teilgenommen hat, wird feststellen müssen, das er überall, nicht als Fremder, sondern einer von ihnen aufgenommen wurde. Denn jede Gruppe hat nur einen Zweck, den Mitgliedern einen Ort zu geben, wo sie sich wohlfühlen können. Wo sie sich zu Hause fühlen können, wo sie zuhören oder aussprechen können.
Lg. Hans


Eine neue Dimension
Fr 25 Apr 2025 13:16

Im letzten Stadium unseres Trinkens ist der Wille zum Widerstand verschwunden. Wenn wir unsere Niederlage ohne Einschränkungen eingestehen und vollkommen bereit sind, die AA-Prinzipien auszuprobieren, schwindet unsere Sucht. Es öffnet sich eine neue Dimension – Freiheit durch Gott, wie wir ihn verstehen.

Wie Bill es sieht, S. 291
Zu meinem Glück zähle ich zu denen, die diese wunderbare Wandlung erlebt haben. Als ich allein und verzweifelt zu AA kam, war ich so fertig, dass ich bereit war, alles zu glauben, was ich hörte. Ich hörte zum Beispiel: „Entweder könnte das dein letzter Kater gewesen sein oder du drehst noch ein paar Runden.“ Dem Mann, der das sagte, ging es offensichtlich viel besser als mir. Mir gefiel der Gedanke, meine Niederlage einzugestehen, und seither bin ich frei! Mein Herz hörte, was mein Verstand nie begriff: „Dem Alkohol gegenüber machtlos zu sein, ist nichts Besonderes.“ Ich bin frei und ich bin dankbar!

Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans