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„Heute. Gedanken zum Tag“
Di 17 Feb 2026 17:29
Unsere Wege sind unsere eigenen
... brauchten wir nur noch dieses einfache, spirituelle Handwerkszeug aufzuheben, das sie uns vor die Füße gelegt hatten.
Anonyme Alkoholiker, S. 30
Als ich zum ersten Mal aus dem Gefühl der Verpflichtung und Notwendigkeit die Schritte arbeitete, stellte sich bei mir ein tiefes Gefühl der Entmutigung angesichts all dieser Eigenschaftswörter ein: „mutig – völlig – demütig – unmittelbar – ausschließlich“. Ich hielt Bill W. für vom Glück begünstigt, weil er so eine großartige, ja sensationelle spirituelle Erfahrung gemacht hatte. Mit der Zeit musste ich erkennen, dass mein Weg mein eigener war. Nach einigen vierundzwanzig Stunden in der AA-Gemeinschaft, besonders durch das Teilen der Mitglieder in den Meetings, verstand ich, dass alle allmählich ihr eigenes Tempo finden, indem sie sich durch die Schritte bewegen. In zunehmendem Maße gelingt es mir immer besser, nach den empfohlenen Prinzipien zu leben. Heute kann ich sagen, dass sich meine Einstellung zum Leben, zu den Menschen und zu allem, was mit Gott zu tun hat, als Ergebnis der Schritte geändert und gebessert hat.
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans G24h
den Weg nicht verlassen.
Mo 16 Feb 2026 16:09
Die großen Klassiker in allen Traditionen waren bestrebt, den Menschen einen Schlüssel zu einem inneren Verständnis zu geben, zu einen Weg durchs Leben. So auch unsere Traditionen der Anonymen Alkoholiker, wenn wir versuchen den vorgegebenen Weg in unserem Programm zu verlassen kommen wir unweigerlich ins Schleudern.
Auch bei den 12 Schritten, Betroffen ist einer, der aus irgendeinem Grund den nächsten Schritt nicht tun kann, wie er ihn ursprünglich tun sollte. Etwas macht ihn stutzig und lässt ihn erschrecken zum Beispiel vor seiner Inventur. Aber es braucht einfach seine Zeit bis der Betroffene bereit ist zur totalen Lebensumkehr und seinen Irrweg zu verlassen. Machen wir uns nichts vor: Wir haben nicht unendlich viel Zeit und wissen alle nicht, wie viel Zeit uns noch bleibt. Verschieben wir nicht die Schritte zur Freiheit auf irgendwann. Jede Stunde kann ich beginnen mit der UMKEHR und einen für mich befreienden Weg zu beschreiten.
Lg. Hans G24h
„Heute. Gedanken zum Tag“
So 15 Feb 2026 13:37
In die Tat umsetzen
Sind das alles übertriebene Versprechen? Wir meinen nicht. Sie werden überall bei uns Wirklichkeit – manchmal schneller, manchmal langsamer. Sie werden sich immer erfüllen, wenn wir daran arbeiten!
Anonyme Alkoholiker, S. 97
Eines der wichtigsten Dinge, die mir AA außer der Befreiung vom Saufen gegeben hat, ist die Fähigkeit zum „richtigen Handeln“. Es heißt, die Versprechungen werden sich immer erfüllen, wenn ich daran arbeite. Nur von ihnen zu fantasieren, über sie zu debattieren, sie zu predigen oder vorzutäuschen bringt nichts. Dann bleibe ich ein elender rationalisierender, trocken Besoffener. Wenn ich aber etwas tue und die Zwölf Schritte in allen meinen Angelegenheiten anwende, werde ich ein Leben haben, das meine kühnsten Träume übersteigt.
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans G24h
Ich kriege nur das, was ich tragen kann.
Do 12 Feb 2026 7:59
Blaues Buch, Seite 35
„Jeder abnorme Trinker ist von dem Wahn besessen, er könne irgendwie irgendwann sein Trinken kontrollieren und genießen.“
Der Alkohol war nur die sichtbare Oberfläche; der Alkoholismus ist die Krankheit dahinter, die meine Persönlichkeit befallen hat. Diese Besessenheit, ja das war es. Ich habe eine Sucht durch und durch. Nur einfach Alkohol weglassen bringt wenig. Das Trinken war ja gerade diese meine Lebensstrategie um mit dieser Persönlichkeit zu überleben. Heute rückblickend ist mir klar, so wie ich früher beschaffen war und das Leben gesehen habe, musste ich mich betrinken. Mit klarem Kopf wäre das nicht auszuhalten gewesen. Andererseits ohne, dass ich mich mit allen diesen Schritten befasst hätte, wäre da nicht diese greifbare Hoffnung des 2. Schrittes entstanden, dass auch ich wieder gesund werden kann. In AA gibt es ja so den Spruch: „Ich kriege nur das, was ich tragen kann.“ Und so habe ich dieses wirken zwischen 1. Schritt und den restlichen Schritten erlebt. Je mehr da dieses Vertrauen in meinem Leben Platz bekam, umso mehr durfte ich erfassen, wie schlimm es um mich bestellt war. Langsam durfte ich erkennen, dass ich auch nur ein ganz normaler Alkoholiker bin.
Lg. Hans G24h
AA-Programm eine Gebrauchsanweisung
Di 10 Feb 2026 17:31
Für mich ist unser AA-Programm eine Gebrauchsanweisung zum Leben, ja zum Überleben. Gott sei Dank stehen klare Arbeitsanleitungen in diesen Büchern, und ich begann, nachdem ich es versucht hatte, Stück für Stück ein anderer zu werden, nach und nach ein immer freierer Mensch.
Das ist ja eben der Unterschied: Früher stand am Ende aller Denkprozesse als logische Konsequenz ein Alkohol oder etwas Ähnliches. Jede Faser meines Daseins war besessen von diesen Dingen. Inzwischen kommt am Ende all meiner Gedanken eine Idee, eine Eingebung was als Nächstes zu tun ist, und oft tue ich es dann auch. Weiß Gott, bin ich froh, dass unser Genesungsprogramm klare Anleitungen gibt, was zu tun ist. Einfach zu leben wie ein normaler Mensch nur ohne Alkohol.
Lg. Hans G24h
Verantwortlich sein !
Mo 9 Feb 2026 16:27
Ich bin verantwortlich …
wenn irgendjemand irgendwo um Hilfe ruft,
möchte ich, dass die Hand der AA immer ausgestreckt ist,
denn: Ich bin verantwortlich!
Ich fühle mich auch verantwortlich, dass diese Hand ausgestreckt ist, aber ich bin nicht der Wichtigste. Ich bin nicht der einzige der in AA Hilft. Es gibt auch andere Hände, die dienen wollen. Meine Verantwortung ist, falls gerade keine ausgestreckte Hand sichtbar ist, mich verantwortlich zu fühlen, dass eine ausgestreckt wird, einen Dienst anzunehmen und so gut ich kann zu tun, falls ich dafür die erforderlichen Fähigkeiten mitbringe. Ich bin auch verantwortlich, dass diese Hand der AA auch dort ausgestreckt ist, wo Hilfesuchende nicht einfach ins nächste Meeting gehen können, z.B. Krankenhaus oder einfach eben im täglichen Leben, wo unser gelebtes AA-Gedankengut nicht nur für Menschen mit Alkoholproblemen eine wertvolle Lebenshilfe sein kann.
Lg. Hans wünsche G24h
„Heute. Gedanken zum Tag“
Mo 9 Feb 2026 9:54
Den „spirituellen Dreh“ begreifen
Wie oft sitzen wir im Meeting und hören einen AA-Freund sagen: „Aber den spirituellen Dreh habe ich immer noch nicht heraus.“ Davor hatte er beschrieben, welches Wunder der Verwandlung in ihm stattgefunden hat – nicht nur seine Befreiung vom Alkohol, sondern auch eine vollständige Veränderung seiner Einstellung zum Leben. Jedem Anwesenden ist klar, dass er ein großes Geschenk erhalten hat und dass dieses Geschenk in keinem Verhältnis zum einfachen Tun des AA-Programms steht, wie, seinen Alkoholismus einzugestehen und den Zwölften Schritt anzuwenden ... Wir wissen nur zu gut, dass dieser Suchende uns in sechs bis zwölf Monaten sagen wird, dass er seinen Glauben an Gott gefunden hat.
In der Sprache des Herzens, S. 354
Eine spirituelle Erfahrung kann sein, zu merken, dass ein Leben, das einst leer und ohne Sinn schien, nun glückselig und erfüllt ist. In meinem Leben heute haben tägliches Gebet und Meditation, in Verbindung mit dem Leben der Zwölf Schritte, einen inneren Frieden und ein Gefühl der Zugehörigkeit bewirkt, die fehlten, als ich trank.
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans G24h
Es entstand ein Glaube an die Schritte
Do 5 Feb 2026 15:32
Ich hörte: „Glaube heißt Vertrauen, nicht Misstrauen.“ Von Vertrauen hatte ich nicht viel, von tiefem Misstrauen konnte ich schon reichlicher anbieten. Von meiner Umwelt erwartete ich fast ausschließlich Negatives.
Meine reflexartige Reaktion auf Dinge des täglichen Lebens war fast immer ein: „Nein, ich kann das nicht! Das ist mir Zuviel! Ich halte das nicht aus!“ Irrtum. Ich hielt es aus, und ich lernte und wuchs daran. Ich hörte und in mir wuchs auch langsam der Glaube: „Ich bekomme nicht mehr, als ich tragen kann.“
In einem der AA-Bücher las ich etwas von über 2 Millionen trockenen Alkoholikern in AA. In mir wuchs der Glaube an AA, die Gruppe und dass es auch bei mir funktionieren könnte. Es entstand ein Glaube an die Schritte, ans Programm und dass es auch für mich möglich wäre in AA nicht nur trocken, sondern heil und gesund zu werden. Meine Gruppe und AA wurden zur Höheren Macht.
Lg. Hans G24h
Die Gesellschaft verändert sich
Mi 4 Feb 2026 18:29
Die Gesellschaft verändert sich
Auch die Gesellschaft, deren Teil wir AA sind, verändert sich mit zunehmender Geschwindigkeit. Der Alkoholismus bleibt derselbe, aber der Umgang der Menschen damit und die Wege, wie wir Hilfesuchende erreichen, verändern sich. Um auch in Zukunft nicht nur nüchtern zu bleiben, sondern darüber hinaus anderen zur
Nüchternheit zu verhelfen, müssen wir uns diesem Wandel stellen. Denn wenn die Gesellschaft sich verändert und wir stehen bleiben, ist das Ergebnis absehbar. Die Herausforderung besteht darin, unsere Identität zu bewahren und gleichzeitig ein nützlicher Teil einer sich wandelnden Gesellschaft zu bleiben. „Unsere Beziehungen zur Öffentlichkeit stützen sich mehr auf Anziehung als auf Werbung“.
Und das setzt Sichtbarkeit und Attraktivität unserer Gemeinschaft und unseres Programms voraus. Nur eine sichtbare und begreifbare ausgestreckte Hand der AA kann ihren Zweck erfüllen. Unser Angebot muss Hilfesuchende dort erreichen, wo sie stehen, und nicht dort, wo wir sie gerne hätten. Aber woher wissen wir, wo sie stehen und was sie anspricht? Was trägt dazu bei, dass neue Mitglieder zu uns finden, bleiben und ihren Weg zur Genesung gehen?
Lg. Hans G24h
AA-Öffentlichkeitsarbeit – Information Homepage
Mi 4 Feb 2026 17:40
Wenn es innerhalb einer Region eine Homepage gibt, die über AA informiert, dann ist es nur zu begrüßen. Da brauchen wir keine erhobenen Zeigefinger von einer Seite die versuchen, uns vorzuschreiben, was wir machen sollen oder dürfen. Auch hier sollten sich die Kritiker aus ihren Bunkern heraustrauen und Konstruktiv mitarbeiten. Ich erinnre mich gerne daran, dass ich einen Zeitungartikel ausgeschnitten hatte, auf dem unten stand. Es ist keine Schande, krank zu sein-aber es ist eine Schande, nichts dagegen zu tun. Sie erreichen uns unter folgende Telefonnummer. Das war eine gute Information und es wäre heute auch noch eine gute Idee, das zu tun. Die Anonymen Alkoholiker sollten kein Geheimbund sein und offen auf die Öffentlichkeit zugehen. Ich habe es für mich so gehalten, dass alle die in meinem persönlichen Umfeld sind, von meiner Alkoholkrankheit wussten. Ich habe keine Reklame für AA gemacht. Wenn ich aber gefragt wurde, habe ich meine Zugehörigkeit zu AA bekannt. Wie sonst kann sich die Öffentlichkeit ein Bild von einem Alkoholiker machen, wenn sie keinen persönlich kennt. Die Zeiten wo sich AA verstecken muss sind längst vorbei zu mindestens glaube ich das heute. Unter Öffentlichkeitsarbeit verstehe ich die Aufklärung bzw. die Information der Öffentlichkeit über die Gemeinschaft der Anonymen Alkoholiker im Sinne der Fünften Tradition. Das einzige Ziel ist es, noch leidenten Alkoholiker Hilfe zu bringen- auch im Sinne des zwölften Schrittes.
Lg. Hans G24h
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