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Der 2.) Schritt. (Meine Gedanken wie ich ihn gesehen habe)
So 1 Feb 2026 8:32

Ich kam zu dem Glauben, dass eine Macht größer als Ich selbst, mir meine geistige Gesundheit wiedergeben kann.
Für mich war es gerade am Anfang die Gruppe die ich als Höhere Macht gesehen habe. Mit Gott und Kirche konnte ich in dieser Zeit sehr wenig anfangen, ich war noch nicht reif dafür. Beim Zurückblicken in die Vergangenheit entdeckte ich, dass alle meine Anstrengungen, mit dem Trinken aufzuhören, ohne Erfolg blieben. Erst jetzt konnte ich begreifen, dass ich mit der Willenskraft allein eine Krankheit nicht zum Stillstand bringen kann. Meine Angehörigen und Freunde, meine Arbeitgeber und alle die mir gut gesinnt waren, haben sich ehrlich bemüht, mir zu helfen. Ihre Hilfe blieb erfolglos. Oft versuchte ich es mit einem Arzt, mit einem Psychologen und mit Gebet und Wallfahrten. Das Resultat war immer dasselbe: Ich trank weiter. Erst bei den Anonymen Alkoholikern kam ich zu dem Glauben, dass eine Macht größer als wir selbst, mir meine geistige Gesundheit wiedergeben kann. Grundsätzlich kann mir als Alkoholiker erst dann geholfen werden, wenn ich zur Einsicht komme, alleine nicht mehr die Kraft zu besitzen, meine Alkoholkrankheit zum Stillstand zu bringen. Erst wenn ich zugebe, dass ich dem Alkohol gegenüber machtlos bin und mein Leben nicht mehr allein meistern kann, steht der Weg zu einem erfolgreichen Eingreifen der Höheren Macht offen. AA verlangt von mir nicht, dass ich in eine Kirche gehe oder Ratschläge eines Priesters einhole. Das einzige, was sie von mir verlangt ist, Lehren anzunehmen von einer Gruppe von Frauen und Männern, die dasselbe Problem erfolgreich durch den Glauben an eine Höhere Macht gemeistert haben. Erfahrungsgemäß greift die Höhere Macht erst dann ein, wenn ich zur Erkenntnis komme: Ich bin Alkoholiker. So kann es mit mir nicht länger weitergehen. Ich schaffe es allein nicht mehr. Ich akzeptiere, dass ich das erste Glas stehen lassen muss. Ich muss mein Leben anders gestalten, wenn ich nicht mehr rückfällig werden will. Die Gruppe ist der Ort, wo wir die Höhere Macht in einer besonderen Weise erleben, weil wir Menschen finden, die uns annehmen wie wir sind. Und nicht so wie uns die Anderen gerne sehen würden.
Lg. Hans G24h


„Heute. Gedanken zum Tag“
Fr 30 Jan 2026 7:35

Wir werden eine neue Freiheit kennenlernen

Anonyme Alkoholiker, S. 96/97
Freiheit bedeutet für mich sowohl Freiheit von als auch Freiheit zu. Die erste Freiheit, die ich genieße, ist die Freiheit von der Sklaverei des Alkohols. Was für eine Erlösung! Dann beginne ich, Freiheit von Angst zu erfahren – Angst vor Menschen, vor wirtschaftlicher Unsicherheit, vor Verpflichtung, vor Versagen, vor Zurückweisung. Dann beginne ich, Freiheit zu genießen – Freiheit, für heute Nüchternheit zu wählen, Freiheit, ich selbst zu sein, Freiheit, meine Meinung auszudrücken, Seelenfrieden zu erfahren, zu lieben und geliebt zu werden, und Freiheit, spirituell zu wachsen. Aber wie kann ich diese Freiheiten erreichen? Das Blaue Buch sagt klar, dass ich eine „neue“ Freiheit kennenlernen werde, noch bevor ich halbwegs mit meinen Wiedergutmachungen fertig bin; nicht die alte Freiheit, ohne Rücksicht auf andere zu tun, was mir passt, sondern die neue Freiheit, die die Erfüllung der Versprechen meines Lebens möglich macht. Welche Freude, frei zu sein!

Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans G24h


Was ist AA (Anonyme Alkoholiker)
Do 29 Jan 2026 13:45
Was ist AA?
Diese Frage soll eigentlich die gesamte vorliegende Schrift beantworten.
Kürzer kann man sagen: Die Anonymen Alkoholiker sind Männer und Frauen, die entdeckt und eingestanden haben, dass der Alkohol ein Problem für sie geworden ist. Sie bilden eine weltweite Gemeinschaft, in der sie einander helfen, nüchtern zu werden und zu bleiben. Jeder, der den Wunsch hat, mit dem Trinken aufzuhören, ist den AA willkommen. Da alle Mitglieder selbst Alkoholiker sind, haben sie ein besonderes Verständnis füreinander. Sie haben diese Krankheit – den Alkoholismus – am eigenen Leibe verspürt und in der Gemeinschaft gelernt, sie zum Stillstand zu bringen, indem sie Tag für Tag ganz ohne Alkohol leben. So werden sie bei AA „genesende Alkoholiker“.
Wie helfen die AA?
Die Anonymen Alkoholiker treffen sich regelmäßig, um ihre Erfahrungen und Erkenntnisse auszutauschen. Durch den ständigen Kontakt mit den genesenden AA-Freunden, dem Gefühl der Gemeinschaft und der Freundschaft kann der Zwang zum Trinken durchbrochen werden. Der „Neuling“ lernt, den Alkohol nur für den heutigen Tag stehen zu lassen. Anstatt dem Alkohol für alle Zeiten abzuschwören oder sich darüber Sorgen zu machen, ob er morgen trocken bleiben kann, konzentriert sich der Alkoholiker darauf, jetzt und heute nicht zu trinken. Sobald er keinen Alkohol mehr trinkt, bekommt er einen Teil seiner Krankheit in den Griff – sein Körper erhält die Möglichkeit, sich zu erholen. Wenn er nüchtern bleiben will, braucht er aber auch einen gesunden Verstand und ein gesundes Gefühlsleben. So beginnt der Alkoholiker sein verworrenes Denken und seine unglücklichen Gefühle zurechtzurücken, indem er die „Zwölf Schritte“ der AA anzuwenden versucht. Diese Schritte empfehlen Gedanken und Taten, die ihn in ein zufriedenes Leben führen können. Dem „Neuling“ wird auch empfohlen, regelmäßig in AA-Meetings zu gehen, um mit anderen Alkoholikern in Verbindung zu bleiben und aus dem Genesungsprogramm zu lernen.
Was sind AA-Meetings? Meetings heißen die regelmäßig stattfindenden Gruppentreffen der Anonymen Alkoholiker. Im Allgemeinen werden sie an jeweils gleicher Stelle ein- oder mehrmals wöchentlich zu festgelegten Zeiten abgehalten.
Lg. Hans wünsche G24h


Der Erste Schritt der Anonymen Alkoholiker
Mo 26 Jan 2026 17:46
Der Erste Schritt:

„WIR GABEN ZU, DASS WIR DEM ALKOHOL GEGENÜBER MACHTLOS SIND – UND UNSER LEBEN NICHT MEHR MEISTERN KONNTEN“ Das ist die notwendige Voraussetzung für einen neuen Anfang. Die übrigen elf Schritte sind Empfehlungen, gewonnen aus bitteren Erfahrungen unzähliger Alkoholiker, die dem Einzelnen helfen sollen, sein nüchternes Leben einzurichten – zu genesen. Die Zwölf Traditionen Die „Zwölf Traditionen“ sind der Wegweiser für die Arbeit der Gruppen innerhalb und außerhalb der Gemeinschaft. Zwei Beispiele sollen das verdeutlichen: Fünfte Tradition: „Die Hauptaufgabe jeder Gruppe ist, unsere AA-Botschaft zu Alkoholikern zu bringen, die noch leiden.“ Siebte Tradition: „Jede AA-Gruppe sollte sich selbst erhalten und von außen kommende Unterstützungen ablehnen.“
Lg. Hans G24h


„Heute. Gedanken zum Tag“
Mo 26 Jan 2026 7:27
Rigorose Ehrlichkeit
Wer will wirklich ehrlich und tolerant sein? Wer will einem anderen gegenüber Fehler eingestehen und angerichteten Schaden wiedergutmachen? Wer kümmert sich um eine Höhere Macht, geschweige denn um Besinnung und Gebet? Wer denkt daran, Zeit und Kraft zu opfern bei dem Versuch, die AA-Botschaft einem anderen Alkoholiker weiterzugeben? Im Allgemeinen hat der Alkoholiker, dessen Interesse sich allein um sich selbst dreht, kein Motiv für ein solches Umdenken – bis er diese Dinge einfach tun muss, um zu überleben.

Zwölf Schritte und Zwölf Traditionen, S. 22
Ich bin Alkoholiker. Wenn ich trinke, werde ich sterben. Welche Kraft, welche Energie und welche Gefühle diese einfache Feststellung in mir auslöst! Aber das ist wirklich alles, was ich für heute wissen muss. Möchte ich heute am Leben bleiben? Möchte ich heute nüchtern bleiben? Bin ich bereit, um Hilfe zu bitten und einem anderen leidenden Alkoholiker zu helfen? Habe ich das verhängnisvolle Wesen meiner Lage erkannt? Was muss ich heute tun, um nüchtern zu bleiben?

Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans G24h


Ein Versuch Andere zu motivieren.
Do 22 Jan 2026 13:07

Die Idee war durch mein Leben andere zu motivieren, den Weg in die Nüchternheit versuchen zu gehen. Alles, was bis heute draus geworden ist, sind viele Jahre tägliche Arbeit an mir selber. Alle Veränderungen beruhen auf die Erfahrungen dieser Jahre und sind oft aus der Notwendigkeit heraus, entstanden. Wichtig ist mir halt die Verantwortung den Hilfesuchenden Menschen hier gegenüber. Vertrauen spielt da eine sehr große Rolle.
Es reicht eben nicht, schnell mal eine Homepage zu installieren und nach einiger Zeit keine Lust mehr zu haben und dann alle im Stich zu lassen, die Ihre Beiträge schreiben.
Ich habe dieses Homepage halt zu meiner Arbeit gemacht und kümmere mich fast jeden Tag drum, aber alles aus Dankbarkeit meine Gedanken weitergeben zu dürfen.
Aber dank Eurer vielen Zugriffe ist das was Gemeinsames geworden.
Lg. Hans G24h


Meine Wünsche ans Leben
Do 22 Jan 2026 9:52
Ich las weiter in unseren Schritten und fand Werte, für die es sich zu leben lohnt.
„Unser Leben in Ordnung zu bringen.
Aber das allein ist noch kein Ziel. Unsere eigentliche Aufgabe ist, uns dazu fähig zu machen, Gott und unseren Mitmenschen in höchstem Maße dienlich zu sein.“,
fand ich im Blauen Buch auf Seite 88.
Ich wünsche mir viel Zeit und dass ich recht alt werden möge, weil ich glaube, dass es in diese Richtung für mich noch vieles zu tun gibt.
Lg. Hans G24h


MEHR ÜBER ALKOHOLISMUS
Mi 21 Jan 2026 17:13
Aus dem Blauen Buch.

Die meisten von uns wollten nicht zugeben, wirklich Alkoholiker zu sein. Keiner mag den Gedanken, sich körperlich und geistig von anderen zu unterscheiden. Deshalb überrascht es nicht, dass Trinkerkarrieren von zahllosen vergeblichen Versuchen gekennzeichnet sind, so zu trinken wie andere Leute. Jeder abnorme Trinker ist von dem Wahn besessen, er könne irgendwie, irgendwann sein Trinken kontrollieren und genießen. Es ist erstaunlich, mit welcher Hartnäckigkeit an dieser Illusion festgehalten wird. Viele bleiben dabei, bis sie die Schwelle des Irrsinns überschritten oder den Tod vor Augen haben.
Lg.Hans G24h


Zur Frage: "Bin ich Alkoholiker?"
Mi 21 Jan 2026 7:44

Kaum eine Grenze wird sorgfältiger verschleiert als jene zwischen dem "sozialen Trinken", das als alltäglich und normal gilt und der beginnenden Alkoholabhängigkeit. Dass der Phantasie keine Grenzen gesetzt sind, liegt in der Angst vor der gesellschaftlichen Ächtung, mit Alkohol nicht umgehen zu können. Den typischen Alkoholiker gibt es jedoch nicht, jedes Alkoholproblem ist so einzigartig wie der Mensch, der es hat. Fast jeder, der ein Alkoholproblem hat, weiß es, leugnet es sich selbst gegenüber und nach außen. Die getrunkene Menge ist unerheblich, entscheidend ist das Gefühl der Ohnmacht und der Hilflosigkeit. Wer sich auf den abendlichen Alkohol den ganzen Tag lang freut oder wer immer wieder trinkt oder eine Menge trinkt, die er nicht will, ist sich in der Regel eines Alkoholproblems bewusst. Wer Probleme dauerhaft mit Alkohol bekämpft, hat ein Problem mehr.

Wenn Sie Betroffene/r sind
Sie erfahren hier einiges über die Krankheit Alkoholismus, wer die Anonymen Alkoholiker Stadl Paura sind und wie wir Ihnen vielleicht eine Hilfestellung geben können.
Lg. Hans G24h


Wie es funktioniert aus dem Blauen Buch
Mo 19 Jan 2026 15:21
Selten haben wir jemanden gesehen, der gescheitert ist, obwohl er unseren Weg gewissenhaft gegangen ist. Nicht zur Genesung gelangen diejenigen, die sich nicht ganz in dieses einfache Programm einbringen können oder wollen. Meistens sind es Männer und Frauen, die aus ihrer Veranlagung heraus sich selbst gegenüber nicht ehrlich sein können. Solche Unglücklichen gibt es. Es ist nicht ihre Schuld. Es scheint, als seien sie so geboren. Sie sind von Natur aus nicht in der Lage, eine Lebensweise anzunehmen und für sich zu entwickeln, die eine absolute Ehrlichkeit verlangt. Ihre Genesungschancen liegen unter dem Durchschnitt. Darüber hinaus gibt es auch Menschen, die unter ernsten Störungen in ihrem Denken und Fühlen leiden. Dennoch genesen viele von ihnen, wenn sie die Fähigkeit haben, ehrlich zu sein. Unsere Lebensgeschichten offenbaren, wie wir waren, was geschah und wie wir heute sind. Wenn Sie sich darüber klar geworden sind, dass Sie das haben wollen, was wir heute besitzen – und wenn Sie willens sind, den ganzen Weg zu gehen, um es zu bekommen – dann sind Sie auch bereit, dafür gewisse Schritte zu tun. Vor manchen Schritten scheuten wir zurück. Wir dachten, wir können einen einfacheren, bequemeren Weg finden. Aber das ging nicht. Ernsthaft und eindringlich bitten wir Sie, von Anfang an furchtlos und gründlich zu sein. Einige von uns hatten versucht, an alten Vorstellungen festzuhalten: Das Resultat war gleich Null, bis wir kapitulierten. Denken Sie daran, dass wir es mit Alkohol zu tun haben: Er ist verschlagen, trügerisch, mächtig! Ohne Hilfe ist es viel zu schwer.

und keine Vorbehalte mehr
Immer und immer wieder sehen wir: einmal Alkoholiker – immer Alkoholiker! Wenn wir uns vornehmen, mit dem Trinken aufzuhören, darf es keinen Vorbehalt geben, und in keinem Winkel unseres Hinterkopfes darf die Hoffnung lauern, eines Tages normal trinken zu können.... Um Alkoholiker zu sein, muss man nicht unbedingt lange und solche Mengen getrunken haben wie viele von uns. Das trifft vor allem auf Frauen zu. Oft steigen Frauen mit einer Veranlagung zum Alkoholismus gleich voll ein und sind in wenigen Jahren in einem Zustand, aus dem es kein Zurück mehr gibt.
Lg. Hans G24h