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Meine Entscheidung?!?!
Mi 5 Feb 2025 15:31
Hallo

Mein Name ist Roman und ich bin Alkoholiker!

Ende Jänner hatte ich meinen letzten Rückfall....VOR 21 JAHREN.
Ich war bis 2003 täglich betrunken und konsumierte Unmengen an Alkohol. Mein Verhalten war dementsprechend scheisse.
Doch in meinen Augen war ich kein Alkoholiker. Bis mein Leben immer mehr den Bach runterging und ich einfach nicht zu saufen aufhören konnte. Ich war am Tiefpunkt und total verzweifelt.
Ich war in meiner eigenen besoffenen und wahnsinnigen Welt gefangen. Unzählige Versuche nicht zu trinken scheiterten.
Bis ich eine Entscheidung traf.
Eine der besten Entscheidung meines Lebens.....ich akzeptierte dass der Alkohol viel stärker war als ich und mein Wille aufzuhören .....und nahm Hilfe an!!!
Ich machte einen Entzug und ging zu den Anonymen Alkoholikern.
Dann kam eine sehr harte Zeit....keine Flucht mehr..kein weglaufen und wegsaufen mehr und hart an mir im 12 Schritte Programm arbeiten. Meine Familie unterstützte mich dabei. Besonders meiner Frau bin ich dankbar dass sie mich nicht aufgegeben hatte.
Ich hatte Glück die richtige Entscheidung zu treffen und ich weiss wie schnell es gehen kann wieder in die Sucht zu fallen.
Also pass ich jeden Tag auf und versuche nach dem Programm zu leben.
Es ist nicht immer leicht aber auf alle Fälle versuch ich es.
Der Alkohol ist einfach stärker als ich und dass darf ich nie vergessen.
Danke an meine Familie.
Danke an meine AA-Freunde.
Danke an meine höhere Macht.

Liebe Grüße,
ROMAN


Der 2.) Schritt. Eigene Sichtweise.
Sa 1 Feb 2025 7:57

Der 2.) Schritt.
Ich kam zu dem Glauben, dass eine Macht größer als Ich selbst, mir meine geistige Gesundheit wiedergeben kann.
Für mich war es gerade am Anfang die Gruppe die ich als Höhere Macht gesehen habe. Mit Gott und Kirche konnte ich in dieser Zeit sehr wenig anfangen, ich war noch nicht reif dafür. Beim Zurückblicken in die Vergangenheit entdeckte ich, dass alle meine Anstrengungen, mit dem Trinken aufzuhören, ohne Erfolg blieben. Erst jetzt konnte ich begreifen, dass ich mit der Willenskraft allein eine Krankheit nicht zum Stillstand bringen kann. Meine Angehörigen und Freunde, meine Arbeitgeber und alle die mir gut gesinnt waren, haben sich ehrlich bemüht, mir zu helfen. Ihre Hilfe blieb erfolglos. Oft versuchte ich es mit einem Arzt, mit einem Psychologen und mit Gebet und Wallfahrten. Das Resultat war immer dasselbe: Ich trank weiter. Erst bei den Anonymen Alkoholikern kam ich zu dem Glauben, dass eine Macht größer als wir selbst, mir meine geistige Gesundheit wiedergeben kann. Grundsätzlich kann mir als Alkoholiker erst dann geholfen werden, wenn ich zur Einsicht komme, alleine nicht mehr die Kraft zu besitzen, meine Alkoholkrankheit zum Stillstand zu bringen. Erst wenn ich zugebe, dass ich dem Alkohol gegenüber machtlos bin und mein Leben nicht mehr allein meistern kann, steht der Weg zu einem erfolgreichen Eingreifen der Höheren Macht offen. AA verlangt von mir nicht, dass ich in eine Kirche gehe oder Ratschläge eines Priesters einhole. Das einzige, was sie von mir verlangt ist, Lehren anzunehmen von einer Gruppe von Frauen und Männern, die dasselbe Problem erfolgreich durch den Glauben an eine Höhere Macht gemeistert haben. Erfahrungsgemäß greift die Höhere Macht erst dann ein, wenn ich zur Erkenntnis komme: Ich bin Alkoholiker. So kann es mit mir nicht länger weitergehen. Ich schaffe es allein nicht mehr. Ich akzeptiere, dass ich das erste Glas stehen lassen muss. Ich muss mein Leben anders gestalten, wenn ich nicht mehr rückfällig werden will. Die Gruppe ist der Ort, wo wir die Höhere Macht in einer besonderen Weise erleben, weil wir Menschen finden, die uns annehmen wie wir sind. Und nicht so wie uns die Anderen gerne sehen würden.
Lg. Hans


„Heute. Gedanken zum Tag“
Do 30 Jan 2025 10:35
Freiheit von ... Freiheit zu?
Wir werden eine neue Freiheit kennenlernen ...

Anonyme Alkoholiker, S. 96/97
Freiheit bedeutet für mich sowohl Freiheit von als auch Freiheit zu. Die erste Freiheit, die ich genieße, ist die Freiheit von der Sklaverei des Alkohols. Was für eine Erlösung! Dann beginne ich, Freiheit von Angst zu erfahren – Angst vor Menschen, vor wirtschaftlicher Unsicherheit, vor Verpflichtung, vor Versagen, vor Zurückweisung. Dann beginne ich, Freiheit zu genießen – Freiheit, für heute Nüchternheit zu wählen, Freiheit, ich selbst zu sein, Freiheit, meine Meinung auszudrücken, Seelenfrieden zu erfahren, zu lieben und geliebt zu werden, und Freiheit, spirituell zu wachsen. Aber wie kann ich diese Freiheiten erreichen? Das Blaue Buch sagt klar, dass ich eine „neue“ Freiheit kennenlernen werde, noch bevor ich halbwegs mit meinen Wiedergutmachungen fertig bin; nicht die alte Freiheit, ohne Rücksicht auf andere zu tun, was mir passt, sondern die neue Freiheit, die die Erfüllung der Versprechen meines Lebens möglich macht. Welche Freude, frei zu sein!

Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans


Sich einbringen
Do 23 Jan 2025 17:00

Jetzt müssen wir aktiv werden und aktiv bleiben. „Glaube ohne Werke ist tot“. ... . Unser einziges Ziel ist, hilfreich zu sein.

Anonyme Alkoholiker, S. 102 und 104
Ich verstehe, dass Dienst ein wichtiger Bestandteil der Genesung ist, aber oft frage ich mich: „Was kann ich tun?“ Einfach mit dem anfangen, was ich heute habe! Ich schaue mich um, um zu sehen, wo etwas gebraucht wird. Sind die Aschenbecher voll? Habe ich Hände und Füße, um sie auszuleeren? Plötzlich gehöre ich dazu. Der beste Sprecher macht vielleicht den schlechtesten Kaffee; das Mitglied, das am besten mit den Neuen umgeht, kann vielleicht nicht lesen; derjenige, der willens ist, aufzuräumen, richtet vielleicht ein Chaos in der Gruppenkasse an – aber jeder einzelne von diesen Leuten und jede dieser Aufgaben ist essenziell für eine aktive Gruppe. Das Wunder des Dienstes ist folgendes: Wenn ich das gebrauche, was ich habe, merke ich, dass mehr in mir steckt, als mir vorher klar war.

Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans


Warum bin ich im Meeting
Fr 17 Jan 2025 17:57

AA ist nicht dazu da, dass wir uns nur in die Meetings setzen, um die Zahlen der Mitglieder zu erhöhen, es geht um Achtsamkeit den Anderen gegenüber. Ich habe von AA so viel bekommen und genommen. Einige haben es gut mit mir gemeint und mich in meinen Anfangsjahren ertragen. Manche haben mich irgendwann nicht mehr gebraucht. Auch denen danke ich, sonst hätte ich heute nicht so viel Freiheit, keine Schulden und seit Jahren, meine alten AA Geschichten ins reine gebracht. Das ist alles sehr positiv, so wie es jetzt ist so ist es gut.

Gruß Renate G24h


1. Tradition
Do 16 Jan 2025 7:45


Unser gemeinsames Wohlergehen sollte an erster Stelle stehen; die Genesung des Einzelnen beruht auf Einigkeit der AA. Im ersten Schritt haben wir zugegeben, dass wir den Alkohol gegenüber machtlos sind und unser Leben nicht mehr meistern konnten. Wir waren bereit, nach jedem Strohhalm zu greifen, um uns festhalten zu können. In der Gemeinschaft der AA fanden wir unser Rettungsboot. In einem Rettungsboot ist aber kein Platz für Uneinigkeit und Streit. Da müssen alle zusammenhalten. Wir haben eingesehen, dass unser Leben und das Leben aller, die in Zukunft noch zu uns kommen werden, von der Einigkeit der Gruppe abhängen. Wir werden deshalb wachsam sein, das niemand unserer Gruppe Schaden zufügt oder sie gar zerstört. Wenn ein betrunkenes Mitglied den Ablauf des Meetings stört, werden wir es bitten, zu gehen und wieder zu kommen, wenn es in einer besseren Verfassung ist, um unsere Botschaft zu verstehen. Auch dem Alkoholiker, der gerne das große Wort führt, zu oft und zu lange redet, werden wir behutsam darauf aufmerksam machen, dass andere auch gerne zu Wort kommen möchten. Jeder von uns kann in die alte Gewohnheit zurückfallen, die Inventur anderer zu machen, anstatt die eigene. Wenn dass zur Gewohnheit wird, und Kritik an den anderen noch dazu kommt, dann sind wir wirklich dabei, den eigenen Ast, auf dem wir sitzen, abzusägen. Wir sollten dankbar sein, wenn der Gruppensprecher uns darauf aufmerksam macht. Durch die regelmäßige Teilnahme und reges mittun stärke ich die Gruppe. Der beste Beitrag zum Meeting ist immer das erkennen der eigenen Fehler. Wir können mitwirken die Gruppe zu beleben und zu stärken, wenn wir bereit sind, eine führende Stelle zu übernehmen. Bequemlichkeit, Nachlässigkeit, Schlamperei schadet nicht nur uns selbst sondern auch der Gruppe. Wir sollten nicht nur Meetings besuchen, sondern uns als ein Teil der Gruppe fühlen. Diese Zugehörigkeit sollten wir auch außerhalb des Meetings spüren. Von Zeit zu Zeit sollte die Gruppe eine Gruppen Inventur machen, um die Fehler, die gemacht wurden, herauszufinden. Wir müssen uns fragen, welcher Geist in der Gruppe herrscht, ist sie aktiv im 12. Schritt?. Nur in einer aktiven, lebendigen Gruppe fühlen wir uns wohl.
Lg. Hans


Der Wunsch allein ist zu wenig.
Mo 13 Jan 2025 15:12

Ich habe ja in den letzten Jahren viele Beiträge geschrieben und gefragt, wie es bei den Hilfesuchenden wirklich ausschaut. Die Hälfte wurde vielleicht gelesen und davon haben aber nur sehr wenige geschrieben. Ich schließe daraus, dass der Wille wohl nicht mehr vorhanden ist und nur der Wunsch geblieben ist. Würde es ihnen gut gehen und sie hätten ihr Leben positiv verändern können, hätten sie das ja auch schreiben können.
Das man es nicht geschafft hat, schreibt man ja lieber nicht. Ging mir ja damals auch so. Wer gibt schon gerne zu, dass er oder sie es nicht geschafft hat. Aus den Willen sollte daher eine Einsicht und Überzeugung erwachsen, dass man sich gerne verändern möchte.
Jemanden anderen von etwas Positiven überzeugen zu können, setzt ja voraus, dass der Empfänger auch nach neuen Wegen sucht, wenn die alten Wege schon viele Jahre nicht funktioniert haben.

Der Wille zu Veränderungen sollte also auch vorhanden sein.
Lg. Hans G24h


Nur zu diesem Thema für was brauchen wir eine eigene Homepage
Mo 13 Jan 2025 8:57
Neue Medien, virtuelle Meetings:

In Zukunft wird es wichtig sein, sich den neuen Technologien nicht zu verschließen. Es ist unsere Verantwortung, unsere Botschaft auf jede nur erdenkliche Art weiterzugeben. Die neuen Techniken sind da und werden Teil unseres AA Lebens bleiben. Sie bieten aber auch viele Möglichkeiten neue und vor allem junge Leute anzusprechen, sie aus ihrer Isolation zu holen und ihnen die Möglichkeiten in AA aufzuzeigen. Neue Medien sind hier und werden es auch bleiben. Jedoch dürfen herkömmliche Meetings und neue Medien kein Widerspruch sein. Daher sollten wir versuchen auch unser Gruppengewissen walten zu lassen.
Lg. Hans G24h


Anonym ist nicht Geheim.
Sa 11 Jan 2025 14:14

Noch Leidende müssen (sollten) den Weg in ein Meeting finden, damit ich es weitergeben kann. AA- Meetings und Dienste geben mir Sicherheit und schützen mich vor mir selbst. Im Zusammenarbeiten mit Neuen ist es mir besonders wichtig, mich nicht so sehr hinter meiner Anonymität zu verstecken. Sonst findet man mich nicht, um Erfahrung Kraft und Hoffnung zu teilen. Auch meine Sponsoren waren in der Anfangszeit für mich da.
Vielleicht sollten wir uns einmal überlegen, was wir ändern müssen um auf Wachstumskurs zurückzukehren. Ich bin überzeugt, dass vermehrte Öffentlichkeitsarbeit im regionalen Umfeld sehr wichtig ist. Nur was kann ich alleine schon ausrichten. Dazu brauchen wir jeden einzelnen, das geht uns nämlich alle an. Statt mit Argusaugen darauf schauen, dass sich ja kein AA-Freund zu weit aus dem Fenster lehnt und gegen das Anonymitätsprinzip der elften Tradition verstößt, mache ich meine persönliche Inventur und schaue dabei auch, was ich noch mehr für die AA- Gemeinschaft machen könnte. AA hat mir nicht nur das Leben gerettet. AA hat mir ein neues, schöneres Leben geschenkt, wie es in den Versprechen im Bauen Buch ab Seite sechsundneunzig im letzten Abschnitt steht.
Mein Gedanke zu diesem Thema:
Weniger schauen, was der andere falsch macht, dafür mehr schauen, was ich für AA mehr und besser machen kann, Ich mache meine Inventur – und nicht die meiner AA – Freunde.

Nicht was ein Mensch sagt,
sondern was ein Mensch immer wieder versucht zu tun,
erzählt uns, was ihm wirklich wichtig ist.
Lg. Hans G24h


Alkoholiker-Alkoholkrank...das schlimme Wor
Sa 11 Jan 2025 14:10


Alkoholiker-Alkoholkrank...das schlimme Wort??
bin ich schon Alkoholiker, bin ich alkoholkrank?

Diese Frage muss ja jeder für sich beantworten...darum geht es mir eigentlich hier nicht. Was mich besonders erstaunt, ist die Angst, zu sagen: Ich bin Alkoholiker! Aber trocken ich habe meine Krankheit zum Stillstand gebracht, solange ich keinen Alkohol trinke.

Und zwar deswegen, weil Alkolismus eine Krankheit ist, die jeden treffen kann. Man darf sich nicht dafür schämen! Und man muss anderen klarmachen, dass es sich um eine chronische Erkrankung handelt. Ich habe noch nie gehört, dass ein Diabetiker oder ein Rheumakranker seine Krankheit zu verheimlichen versucht. Alkoholiker sollten das auch nicht tun. Niemand soll damit hausieren gehen, wenn er es nicht will, Diabetiker sagen ja auch nicht zu Beginn eines Gesprächs: Ich bin der Hans und Diabetiker! Aber wenn man in die Situation kommt, wo man es besser sagen sollte, sollte man das dann auch tun. Das ist meine Meinung, denn ich glaube, nur so kann man auf lange Sicht eine Änderung in der Gesellschaft bezüglich des Alkoholismus bewirken.
Lg. Hans G24h