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Unser Weg /ältere Version der 12 Schritte
Sa 12 Okt 2024 13:35
DER ZEHNTE SCHRITT
Wir setzten die Inventur bei uns fort, und wenn wir Unrecht hatten, gaben wir es sofort zu.

Jetzt sind wir im Programm der Anonymen Alkoholiker im Heute. Die Schritte eins bis neun halfen uns, die Vergangenheit zu überdenken, zu ordnen, aus Fehlern zu lernen und Brauchbares mitzunehmen in das jetzt beginnende neue Leben. Nachdem wir im Ersten Schritt kapituliert und in den folgenden Punkten des Programms bewusst Gott als Partner und Lenker in unser Leben genommen hatten, ging es in den Schritten vier bis neun um die Aufarbeitung des Gewesenen und dabei zuletzt vor allem um die Ordnung unserer mitmenschlichen Beziehungen.

Im Zehnten Schritt gibt uns das A.A.-Programm Empfehlungen für den Alltag an die Hand. Und zwar für den Alltag so wie er ist, mit seinen Ärgernissen und Freuden, mit seinem Einerlei und seinen Überraschungen. In diesem Alltag wollen wir uns bewähren; wir wollen anders leben als früher.

Doch wozu das? Genügte es nicht, wenn wir nicht mehr trinken? Hat der Freund nicht recht, der gesagt hat: "Ich darf alles, nur nicht saufen?"

An dieser Stelle kann die Meetings Abende füllende Diskussion nur angedeutet (und angeregt) werden: Ist unser Programm nur dazu da, dass wir nüchtern bleiben? Besteht der ganze Sinn meines weiteren Lebens nur in der Erhaltung meiner Nüchternheit oder ist die Erhaltung dieser Nüchternheit erst die Voraussetzung für ein darauf aufbauendes neues Leben? Dies letztere kommt sicherlich der Wahrheit und dem eigentlichen Sinn des Programms näher.
Lg. Hans G24h


Es gibt viel Neues zum Nachlesen im Newsletter.
Sa 12 Okt 2024 13:30

Ihr Lieben
es gibt wieder viel Neues im 12 Schritte Newsletter.

Willkommen an den Newcomer.

Was immer dir unklar ist, frag! Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten!

Alle Kontaktdaten findest du unten im Mail.
Lg. Hans


Die Entscheidung liegt bei mir selbst.
Mi 9 Okt 2024 13:08

Solange man sich immer nur vormacht, ein Alkoholproblem zu haben, scheint kontrolliertes Trinken funktionieren zu können...Problem gelöst.
Nun haben wir alle hier aber diese Grenze irgendwann überschritten, kontrolliert trinken zu können bzw. den Konsum von Alkohol selbst steuern zu können...von Menschen mit einem Alkoholproblem sind wir zu Alkoholikern geworden, letztendlich mit der Konsequenz, dass es für uns nur noch eine Lösungsmöglichkeit gibt - konsequent auf Alkohol in jeglicher Menge zu verzichten.
Solange man noch über Trinkmenge und Alkoholgehalt diskutiert, ist man noch mittendrin in der Akzeptanzphase - sprich, man hat noch nicht komplett akzeptiert, dass man tatsächlich Alkoholiker ist und sucht unbewusst immer noch nach Hintertürchen, vielleicht doch irgendwann mal wieder was trinken zu können.
Lg. Hans G24h


aus der Broschüre 1973 Sicht eines Alkoholikers
Mi 9 Okt 2024 9:04

Mein Ziel ist, bewusst zu leben.

Bewusst leben heißt aber, laufend Gewissensinventur zu machen, so wie es der 10. Schritt empfiehlt. Die zweite Forderung, nämlich getroffenes Unrecht sofort zuzugeben, ist damit unmittelbar verbunden. Ich vergleiche mein tägliches Tun und Handeln mit einer Kette verknüpfter Entscheidungen. Nach allem, was mir an Gedanken in den Kopf kommt, steht ein "Ja" oder "Nein", um es abzulehnen oder auszuführen. Das heißt, zur logischen Entscheidung im JETZT gibt es nur zwei Möglichkeiten. Da ich kein automatischer Rechner bin, der aus logischen Schaltungen und Verknüpfungen besteht, treffe ich sicher auch Fehlentscheidungen. Meist dauert es nicht lange, bis ich diese als solche erkenne. Jetzt stehe ich aber vor der großen Bewährung, diese Fehler auch sofort zuzugeben. Es ist eine meiner Schwächen, diese Fehler möglichst unbemerkt vertuschen zu wollen. Ich meine, ich vergebe mir etwas, wenn ich manchen verzapften Mist unumwunden eingestehe. Oft versuche ich das missglückte Ereignis mit einer weiteren "Notlüge" zu entschuldigen und dann dauert es nicht lange, bis ich mich durch an den Haaren herbeigezogenen Ausreden in ein unentwirrbares Lügennetz verstrickt habe. Erst in dieser Situation wird mir klar, dass es besser gewesen wäre, alles gleich zuzugeben, denn am Anfang wäre es noch ganz gut gegangen. Hier muss ich noch viel an mir arbeiten. Diese tägliche Inventur ist eine "Sofort-Kontrolle" meines Lebens und es liegt an mir, ob die Bilanz aus den roten Zahlen meiner alkoholischen Vergangenheit herauskommt.
Lg. Hans G24h


Der zehnte Schritt
Di 8 Okt 2024 7:53

Die Zwölf Schritte aus der Sicht eines Alkoholikers aus 1973
Meines Wissens ist diese Broschüre nicht mehr erhältlich.

Ich mache laufend Gewissensinventur und wenn ich unrecht habe, gebe ich es sofort zu. Die vorangehenden neun Schritte helfen mir bei der Bewältigung meiner Vergangenheit. Mit den folgenden Schritten versuche ich den Ablauf meines t ä g l i c h e n Lebens so zu regeln, damit ich in keine neuen Schwierigkeiten komme. Sie sind mein Leitfaden für 24 Stunden und festigen meine Nüchternheit. Mit ihrer Hilfe versuche ich mein Gefühlsleben im Gleichgewicht zu halten und alle Gefahren, die meine Nüchternheit bedrohen, zu erkennen. Diese laufende Gewissensinventur bezieht sich also nicht mehr auf meine Vergangenheit. Das war eine einmalige Sache, die ich im vierten Schritt erledigen konnte, um dann ein für alle mal zu einem Schlussstrich zu kommen. Nachdem ich mich entschuldigt habe, kann ich endlich sagen
"Das GESTERN ist vorbei!"
Im zehnten Schritt arbeite ich an meiner täglichen Buchführung. Hier gilt nur das HEUTE, mit all seinen Versuchungen und Irrtümern, denen ich widerstehen muss, oder die ich zu korrigieren habe. Es fällt mir nicht immer leicht, zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden. Oft weiß ich nicht, ob ich hier und da meinen Trieben zu viel Spielraum lasse. Manchmal sehe ich keine Grenze.
Lg. Hans G24h



EINLADUNG
So 6 Okt 2024 13:22


EINLADUNG
50 Jahre
Anonyme Alkoholiker
Linz/OÖ
Samstag, 9. November 2024
Seminarzentrum
im Krankenhaus
der Barmherzigen Brüder
4020 Linz, Seilerstätte 2
GENESUNG
EINIGKEIT DIENST

Liebe Alle!
Wie gestern beim Regionalmeeting angekündigt, sende ich Euch ein Konzept für ein Einladungsschreiben zu der Jubiläumsveranstaltung am 9.11.2024 50 Jahre Anonyme Alkoholiker, 9.11.2024.
Ich bitte Euch nicht nur den Termin vorzumerken, sondern auch AKTIV Menschen in Eurem Umfeld einzuladen. Meiner Erfahrung nach ist so eine Veranstaltung auch für Eure Partner / Innen, Kinder, Eltern und Geschwister, Freunde und Freundinnen geeignet und natürlich auch für den Seelsorger vor Ort, für den Hausarzt und die Sozialabteilung in Eurer Gemeinde oder den Betriebsarzt.
Viele von Euch haben gestern Folder mitgenommen, im Anhang findet ihr eine "weiße" Version davon.
Als einer von denen die schon sehr viele Jubiläumsveranstaltungen der AA in OÖ miterlebt habe, richte ich meine Einladung speziell auch an die Gruppen bei den Barmherzigen Brüdern - Freitag und Sonntag. Diese beiden Gruppen waren über viele Jahre aktiver Bestanteil der Gemeinschaft und die Feier wäre ein guter Anlass wieder mit dabei zu sein.
Abschließend: Wir ALLE können froh sein, dass Erna und Elke vor 50 Jahren angefangen haben und können dankbar miteinander feiern was daraus entstanden ist.
lg Werner

Sehr geehrte Damen und Herren!
Liebe Freunde der Anonymen Alkoholikern!
Ein Jubiläum – 50 Jahre Anonyme Alkoholiker in Linz / OÖ - steht bevor, zu dem wir Sie ganz herzlich einladen möchten.
Schön, dass aus dem ersten Meeting bei den Barmherzigen Brüdern, Linz 22 Gruppen in ganz OÖ entstanden sind. Immer wieder haben auch professionelle Helfer, Menschen wie Sie, als Multiplikatoren dabei mitgeholfen. Wir freuen uns, dass wir in diesen 50 Jahren schon so vielen Menschen helfen konnten trocken zu werden.
Am 9.11. 2024 haben Sie die Gelegenheit mehr über die Anonymen Alkoholiker zu erfahren oder sich einfach mit uns über die lange Zeit der Zusammenarbeit zu freuen. Den genauen Ablauf finden Sie auf beiliegendem Folder. Wir freuen uns auf Sie.
Mit freundlichen Grüßen
Werner Lois


Ein paar Gedanken zum 2. Schritt (Werner)
So 6 Okt 2024 8:47

Es war für mich am Anfang schwer, den Schritt zu verstehen. Ich bin doch nicht geistig krank, dachte ich mir.
Jahre davor wurde mir ein zweites Mal der Führerschein entzogen. Angeblich hat mich wer angezeigt und die Gendarmen kamen in die Wohnung und fragten mich, ob ich um die und die Uhrzeit heimgekommen wäre und seither Alkohol getrunken hätte. Wahrheitsliebend, wie ich bin, verneinte ich das. Der Gendarm sagte, dass ich alkoholisiert wirke und er einen Röhrchentest machen muss, aber nichts dabei hätte. Er fuhr also wieder auf den Posten, kam zurück mit dem Test, fragte wieder, ob ich in der Zwischenzeit Alkohol zu mir genommen hätte. Ich verneinte und machte den Test. Diese aus heutiger Sicht lustige Geschichte ist mir wieder eingefallen und heute ist mir klar, ich war geistig krank. Ich habe damals nämlich versucht, den Anzeiger herauszufinden, ihm die Schuld zu geben und war mir sicher, dass der falsch gehandelt hätte. In meinen Augen war das höchstens Pech und ich hatte keine Einsicht.
Eine zweite Geschichte will ich auch noch niederschreiben. Ich war immer der Meinung, dass man mit Kunden fortgehen und Alkohol trinken muss. Schon alleine deswegen musste ich trinken. Die Wahrheit ist aber, dass ich danach noch 29 Jahre mit zahlreichen Kunden fort war, gut gegessen habe, auf einem Drink in einer Hotelbar war, mich in der Linzer Altstadt oder in anderen Städten viel Spaß mit Kunden gehabt habe, aber niemals einen Schluck Alkohol trinken musste. Fazit, es war einfach alkoholisches Denken, einfach falsch was ich gedacht habe.
Bei AA habe ich relativ schnell geglaubt, dass mir die wöchentlichen Treffen helfen und dass es gut werden würde.

Lg und g24h
Werner


Einladung zum Regionalmetting
Sa 5 Okt 2024 8:27
Samstag 5. Oktober 2024, Beginn: 13:00 Uhr
Ort: Pfarramt Hl. Familie, Johann-Strauss-Str. 20, 4600 Wels
Tagesordnung
Begrüßung, Verlesung der Präambel, Gedanken zum Tag, 12 Schritte & Traditionen
Gedenkminute
• Vorstellrunde, Erfassung der Anwesenden & Stimmberechtigten
• Annahme der Tagesordnung lt. Einladung & Genehmigung des Protokolls vom 28.3.2024
• Berichte aus den Gruppen
• Wahl des:r neuen Regionalsprecher:in + Stellvertretung
• Wahl des:r neuen Regionalkassier:erin + Stellvertretung
• Bericht des Regionalsprechers
• Finanzbericht des Regionalkassiers und Entlastung
• Bericht des Sprechers der Öffentlichkeitsarbeit einschließlich Bad Hall
• Bericht des Internetbeauftragten
• Bericht AA-Telefon, einschließlich Info’s zum neuen Vertrag
• Nachbetrachtung zum DLT
• Stand der Vorbereitungen 50 Jahre AA in OÖ
• 20 Jahre AA Freistadt
• Zoom-Meeting und dessen Bezahlform
• Weihnachtsmeeting am Dienstag 24. Dezember
• Allfälliges
Es wird um Teilnahme aller Gruppensprecher ersucht. Bei Verhinderung wird um eine
Vertretung gebeten. Das Regionalmeeting ist kein Selbstzweck, Jeder, Jede darf sich einbringen.
In AA-Verbundenheit
Erwin Leonhard
Regionalsprecher Schriftführer


Der 10.) Schritt
Sa 5 Okt 2024 6:21

Ich setze die Inventur bei mir fort, und wenn ich Unrecht hatte, gab ich es sofort zu.

Wir sind keine Heiligen, heißt es einmal im Blauen Buch. Wahrhaftig, das merke ich, als ich mit dem Trinken aufgehört hatte. Ich blieb ein fehlerhafter Mensch. Das Leben bleibt immer schwierig. Es macht für mich als Alkoholiker, auch wenn ich nüchtern geworden bin, keine Ausnahme. Es gibt einen gewissen Luxus, der dem Durchschnittsmenschen gemeinsam ist, den sich aber ein Alkoholiker nicht leisten kann. Selbstmitleid, Neid, Kritiksucht, Unehrlichkeit, Groll und noch vieles mehr. Schlimmer wird es noch, wenn ich vergesse, dass ich Alkoholiker bin und bleibe, oder wenn ich mir auf meine Nüchternheit was einbilde, wenn ich anfange zu zweifeln, ob ich die Meetings für meine Nüchternheit noch brauche, wenn ich mir Anerkennung erwarte, wenn ich die Anonymität nicht ernst nehme, dann brennt ein rotes Warnlicht, dann bin ich in der Gefahrenzone und sollte eiligst Inventur machen. Nichts ist wichtiger für mich als Alkoholiker als eine zufriedene Nüchternheit und die kann ich nur erhalten wenn ich auf der Hut bin. Am Abend kann ich mich fragen: Wie habe ich mich verhalten während des Tages? Was sind meine Gefühle? Ein Augenblick der Selbstbesinnung ist wichtig, um in Kontakt mit mir selbst zu bleiben. Ich freue mich jeden Tag über die Nüchternheit und Fortschritte, die ich gemacht habe, seit ich nicht mehr trinke.
Lg. Hans G24h


Die Last von gestern
Sa 5 Okt 2024 6:20

Weise Menschen haben schon immer gewusst, dass niemand ohne ständige Selbstkontrolle etwas aus seinem Leben machen kann, bevor er das, was er findet, nicht zulässt und annimmt – und solange er nicht geduldig immer wieder versucht, seine Fehler zu korrigieren.

Zwölf Schritte und Zwölf Traditionen, S. 83
Ich habe mit dem Heute mehr als genug zu tun, ohne auch noch die Last von gestern mitzuschleppen. Ich muss heute mit mir ins Reine kommen, wenn ich morgen eine Chance haben will. Darum frage ich mich, ob ich einen Fehler gemacht habe und wie ich es vermeiden kann, ihn zu wiederholen. Habe ich jemanden verletzt, habe ich jemandem geholfen und warum? Einiges von heute wird auch morgen noch da sein, das meiste davon aber nicht mehr, wenn ich eine ehrliche, tägliche Inventur mache.

Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
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Lg. Hans G24h