Möge der Geist der Auferstehung euer Herz erfüllen-mit den besten Wünschen für schöne und friedvolle Ostern.
Lg. Renate und Hans
Jede Reise beginnt mit dem 1. Schritt und meine Trockenheit beginnt damit, dass ich irgendwann keinen Alkohol mehr getrunken habe und ich irgendwann in meinem 1. Meeting saß. Nur für Heute – einen Tag leben ohne zu saufen – das war mein Neubeginn und es gab viele Heute, welche nicht gerade einfach waren. Dabei half es mir, nur diesen Tag zu leben. Ich freue mich daher, wenn ein Neuer oder eine Neue ein Heute wagen, dass gänzlich anders ist als das was zuvor war. Das 1. Heute ohne zu saufen – so haben wir alle begonnen und die Neuen helfen mir dabei mich zu erinnern. Das hilft mir, dass ich nie vergesse in welcher Hölle ich einst saß. Dort möchte ich nie wieder hin.
Lg. Hans G24h
Sir Robert Anderson, in leitender Stellung beim Scotland Yard beschäftigt, berechnete 1895 mit den Tag des Einzugs in Jerusalem auf den 6. April 32 n. Chr.
Der Karfreitag als Tag der Kreuzigung wäre demnach am folgenden Freitag, am 11. April 32 n. Chr.
Was besonders für die Karfreitage ist, ist es sich an einen der Grundsätze der AA zu halten:
Anonymen Alkoholiker sind Menschen aller Völker, Kulturen, Bekenntnisse und sozialer Schichten, die ein gemeinsames Problem haben: den Alkoholismus.
Um ihr Problem, die Alkoholabhängigkeit, lösen zu können, schließen sich die Anonymen Alkoholiker zu Gruppen zusammen.
Bei den meist wöchentlichen Gruppentreffen (Meetings) sprechen sie von ihren eigenen Erfahrungen mit dem Trinken,
dem Aufhören und dem Leben ohne Alkohol - der einzigen Genesungsmöglichkeit.
Aus diesen Meetingsgesprächen schöpfen die teilnehmenden Alkoholiker immer wieder aufs Neue Erfahrung, Kraft und Hoffnung für ihr eigenes Leben,
dass sie in Selbstverantwortung führen wollen. Jeder muss seine Genesung – ein Leben ohne Alkohol – selbst in Angriff nehmen.
Die Gemeinschaft AA, die Gruppen, die Genesenden zeigen nur die Lösungsmöglichkeit, Lösungswege auf.
Lieber Karfreitag Hans, wir wünschen dir alles gute zu deinem AA- Geburtstag,
Petra&Franz, aus Wels
Dass nur nichts trinken, nicht ausreicht, haben ja wohl die meisten Alkoholiker verstanden. Wir reden ja immer viel über Lebensveränderungen, aber was gehört genau dazu? Das ist leider ein sehr großes Problem. Jahrelang haben das eigene Wissen oder die eigene Überzeugung nicht ausgereicht, um etwas zu ändern. Dennoch halten viele Menschen an ihrer Überzeugung fest. Ein zugeben, Hilfe zu brauchen, wird als eigene Schwäche ausgelegt, obwohl es doch eine Stärke ist.
Sein Leben kann jeder nur selbst ändern.
Lg. Hans G24h
GLEICHHEIT
Unsere Gemeinschaft sollte alle einschließen, die am Alkoholismus leiden.
Von nun an dürfen wir keinen ausschließen, der genesen möchte. Auch darf
die A.A.-Zugehörigkeit niemals von Geld oder Anpassung abhängen. Wo sich
zwei oder drei Alkoholiker um ihrer Nüchternheit willen versammeln, mögen
sie sich A.A.-Gruppe nennen, vorausgesetzt, dass sie als Gruppe keine
andere Zugehörigkeit haben.
ALCOHOLICS ANONYMOUS S. 565
Ehe ich zu A.A. stieß, hatte ich oft das Gefühl, ausgeschlossen zu sein.
Meistens hatten die "anderen" mehr oder weniger Geld als ich, und meine
Ansichten stimmten nicht mit "ihren" überein. Die zahlreichen Vorurteile,
die ich in der Gesellschaft erfahren hatte, bewiesen mir nur, wie
aufgeblasen manche selbstgerechten Leute waren. Als ich mich A.A. anschloss,
fand ich die Lebensweise, nach der ich gesucht hatte. In der A.A. ist kein
Mitglied besser als irgendein anderes; wir sind einfach Alkoholiker, die
versuchen, vom Alkoholismus zu genesen.
Lg. Hans G24h
27. März
Raum für Verbesserung
Wir gelangen zu dem Glauben, dass die A.A.-Schritte und die A.A.-Traditionen in etwa die Wahrheit enthalten, die wir zu Genesung brauchen. Je mehr wir uns darin üben, desto mehr lieben wir sie. Deshalb werden die A.A.-Prinzipien in ihrer jetzigen Form ohne Zweifel auch weiterhin ihre Gültigkeit behalten.
Wenn wir eine stabile Grundlage haben, was bleibt dann noch übrig, das wir ändern oder verbessern könnten?
Die Antwort ist schnell gegeben. Da wir unsere Prinzipien nicht zu ändern brauchen, können wir ihre Anwendung auf uns selbst, auf die Gemeinschaft A.A. als Ganzes und auf unsere Beziehungen zur Umwelt wirksamer gestalten.
Wir können "unser tägliches Leben nach diesen Grundsätzen ausrichten."
Lg. Hans G24h
DIE LEHRZEIT IST NIE VORÜBER
Gib dich ganz in Gottes Hand, wie du Ihn verstehst. Gestehe Ihm
und deinen Freunden deine Fehler ein. Räume die Trümmer aus deiner
Vergangenheit beiseite. Gib freimütig von dem, was du findest, und
komme zu uns. Wir werden mit dir in seelischer Gemeinschaft verbunden
sein, und du wirst bestimmt einigen von uns begegnen auf dem
beschwerlichen Weg zum glücklichen Ziel. Bis dahin möge Gott dich
segnen und behüten.
ANONYME ALKOHOLIKER, S. 192
So oft ich diese Worte lese, habe ich einen Kloss im Hals. Zu Beginn
weil ich dachte: "O nein! Die Lehrzeit ist vorbei. Nun bin ich allein.
Es wird nie wieder wie am Anfang sein. " Wenn ich heute diese Worte
lese, fühle ich eine tiefe Zuneigung zu unseren A.A.-Pionieren, denn
mir wird klar, dass sie alles zusammenfassen, woran ich glaube und
worum ich mich bemühe, und dass - mit Gottes Segen - die Lehrzeit
nie beendet sein wird, ich nie allein sein werde und jeder Tag brand-
neu sein wird.
Lg. Hans G24h
Gewinn aus Verantwortung
Glücklicherweise hat die Gemeinschaft A.A. finanziell keine großen Ausgaben. Könnten wir sie aber nicht bezahlen. würden wir uns jeder Verantwortung entziehen, die segensreich für uns ist. Die meisten Alkoholiker sagen, sie hätten nicht allzu viel Schwierigkeiten gehabt, die nicht mit Geld zu beheben gewesen wären. Wir sind eine Gruppe von Menschen, die immer auf der Jagd nach Geld war, solange wir tranken.
Sobald wir anfangen, unsere Rechnungen selbst zu bezahlen, beginnt die Veränderung zum Guten.
Mein Freund Henry verlor wegen seines Trinkens eine hochdotierte Stellung. Es blieb ihm ein schönes Haus – doch die Kosten waren dreimal so hoch wie seine kleinen Einkünfte. - Er hätte das Haus vermieten und genug für den Unterhalt einnehmen können. Aber nein! Henry sagte, Gott wolle, dass er dort wohne, und er würde auch für die Bezahlung der Kosten Sorge tragen. Henry ließ in seinen glühenden Glauben alle Rechnungen unbezahlt. Es dürfte kaum jemanden überraschen, dass seine Gläubiger eines Tages alles übernahmen. Heute lacht Henry darüber. Er hat gelernt, dass Gott denen eher hilft, die bereit sind, sich selbst zu helfen.
Lg. Hans G24h
Jeder schreibt ja von seinen eigenen Erfahrungen. Ich schreibe, wenn ich schreibe, über meine Erfahrungen. Die kann jeder hinnehmen oder kommentieren, kann seine Sichtweise darlegen und mich damit an seinem trockenen Weg teilhaben lassen. Damit kann ich meinen Weg immer wieder überdenken und Notfalls korrigieren. Das ist für mich Austausch. Jeder kann auf jedes Thema selbst Einfluss nehmen, wenn er oder sie andere Erfahrungen gemacht hat.
Wie seht ihr das?
Lg.Hans G24h
Als ich zu AA kam, unsicher, mutlos, hilflos und verzweifelt, da hatte ich nur einen Gedanken, nur einen Wunsch. ICH WOLLTE LEBEN denn halb Tod war ich bereits. Ich konnte nicht mehr schreiben, nicht mehr denken und reden ging schon gar nicht. Was konnte ich überhaupt noch? Nichts, absolut Nichts. Ich habe fast andächtig jedes Wort der sogenannten Alten wie eine Verheißung erlebt. Ich habe ihnen jedes Wort, jedes Detail ohne Abstriche bedingungslos geglaubt. Es waren die Lebensgeschichten eines jeden einzelnen, ihre so verschiedenen Wege in ihr neues trockenes Leben.
Es waren die professionell erklärten 12 Schritte oder auch unsere Traditionen die mir dabei geholfen haben,
zuzugeben, ja es zu können. Ich bin dem Alkohol gegenüber machtlos und kann mein Leben nicht mehr meistern.
Es war die Botschaft aller Freundinnen & Freunde
Die kleinen und kleinsten Erfolge der Freundinnen & Freunde und oft auch ihre Niederlagen, ihre Enttäuschungen darüber es mal wieder nicht geschafft zu haben und dann doch wieder aufzustehen, waren für mich Erfahrung, Kraft und Hoffnung zum anfassen, immer greifbar präsent. Sie machten einfach nur Mut. Das erste Glas stehen lassen, Nur für Heute, trocken werden, trocken bleiben, lebensfähig werden, mein Leben wieder meistern können. Alles geballte Erfahrung, Kraft und Hoffnung. Es war die Botschaft, die mir Mut machte, die mir Hoffnung gab, die mich immer wieder neu, von Meeting zu Meeting fähig machte, meine Hoffnungslosigkeit, meine Traurigkeit in Hoffnung, Mut ja auch De-Mut umzuwandeln. Heute kann ich all diese positiven Lebensgeschichten fast auswendig wiederholen, so oft habe ich sie immer und immer wieder gehört und sie faszinieren mich immer noch. Doch noch etwas ist mir in den Jahren wichtig geworden, unsere Neuen, unsere noch ganz am Anfang stehenden Freundinnen und Freunde. Sie sind für mich mehr und mehr wichtig geworden. Ihre ersten Gehversuche, ihr kämpfen, ihr krampfen, ihr immer wieder aufstehen, alles aber auch alles ist eingebettet in dem so wichtigen Satz.
DER AUFRICHTIGE WUNSCH MIT DEM TRINKEN AUFZUHÖREN
Gerade diese Freundinnen und Freunde, die noch so oft über gefüllte Gläser geredet haben, die es mal wieder nicht geschafft hatten, die noch kämpften und krampften, zeigten mir immer wieder gnadenlos deutlich wie ich selber mal angefangen habe.
HILFLOS MUTLOS VERZWEIFELT OHNE HOFFNUNG:
Sie sind mir heute fast noch wichtiger als die sogenannten Alten. Sie helfen mir dabei, dass ich nicht anfange zu fliegen, sie machen mich immer wieder Dankbar, ja De-Mutig.
Sie erinnern mich wieder daran, AA braucht mich nicht, aber ich brauche AA. Ich möchte an dieser Stelle allen noch am Anfang stehenden meinen Dank sagen, denn auch für sie kommt der Tag an dem sie nicht mehr kämpfen müssen und somit die Chance haben zu gewinnen. Es ist wohl die Gnade oder auch das Wunder der Gemeinschaft der Anonymen Alkoholiker, die wir alle, Jung und Alt jeden Tag immer wieder neu erleben dürfen.
Lg. Hans G24h