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24h am Tag
Di 6 Jun 2023 6:14

6. Juni

Alkoholismus ist meistens ein Symptom für tiefer liegende, innere Schwierigkeiten. Auf diese Weise drückt sich beim Alkoholiker sein gestörtes Verhältnis zum Leben aus. Ich glaube, ich war von Anfang an in Gefahr, Alkoholiker zu werden. Ich litt an Minderwertigkeitskomplexen und konnte keine Freundschaften schließen. Immer war da eine Wand zwischen mir und anderen Menschen. Ich war einsam, und ich konnte mich dem Leben einfach nicht anpassen.

Habe ich getrunken, um vor mir selbst davonzulaufen?
Lg. Hans


Der 6.) Schritt meine Sicht dazu !
Do 1 Jun 2023 7:37


Ich war völlig bereit, alle meine Charakterfehler von Gott beseitigen zu lassen.

Bin ich wirklich bereit alle meine Charakterfehler von Gott beseitigen zu lassen??? Das ist hier die große Frage. Wenn ich wieder einmal körperlich, geistig und seelisch am Boden war, da hatte ich Gott gebeten (gebettelt) mich von meinen Qualen zu befreien. Sobald ich mich besser fühlte, bat ich dann auch noch mich vom sinnlosen trinken zu befreien, oder hatte ich alle guten Vorsätze wieder vergessen und trank munter weiter. Erst als ich wieder meinen Tiefpunkt erreicht hatte, war ich kurz bereit, das erste Glas Alkohol stehen zu lassen und ich bat Gott (wie ich ihn heute verstehe) mir zu helfen. Durch eine gründliche und furchtlose Inventur habe ich in mir sooo…viele Fehler entdeckt: Selbstmitleid, Kritiksucht, Unehrlichkeit, Gereiztheit, Ärger über die Anderen und noch vieles mehr. Jetzt muss ich mich fragen ob ich wirklich bereit bin diese Fehler von Gott beseitigen zu lassen, an denen ich eine Sauf zeit lang gehangen bin. Bin ich wirklich bereit ein neues unbeschwertes Leben aufzubauen, weil mein altes nichts mehr taugte. Solange ich getrunken hatte wollte ich die Probleme gar nicht wahrhaben, jetzt aber stand ich ohnmächtig vor einen großen Trümmerhaufen. Nun stehe ich wieder vor einer Entscheidung: Will ich es allein mit meinen eigenen Willen diese Fehler beseitigen oder will ich mit Hilfe der Höheren Macht (wie ich sie heute verstehe) probieren. Es steht mir frei, niemand zwingt mich dazu eine Höhere Macht in Anspruch zu nehmen. Also die Entscheidung wie es so schön heißt liegt bei mir selber.
Lg. Hans g24h


Zitiert aus dem Buch: Wie Bill es sieht
Do 1 Jun 2023 7:34

1. Juni
Wunderbare Kraft

Ganz tief im Innern eines jeden Menschen ist eine Grundvorstellung von Gott. Sie ist jedoch durch Elend, Wohlstand oder Anbetung anderer Dinge undeutlich geworden, aber sie ist da. Das Vertrauen in eine Kraft, größer als wir selbst, und die wunderbaren Beweise für ihr Vorhandensein sind Tatsachen, sie so alt sind wie die Menschheit.
Der Glaube wird uns oft durch ein gutes Wort oder durch das überzeugende Beispiel eines anderen Menschen zuteil. Manchmal gelangen wir durch Vernunft zum Glauben. Zum Beispiel glauben viele Priester, dass der Hl Thomas von Aquin tatsächlich die Gegenwart Gottes durch reine Logik bewies. Was soll man aber tun, wenn das all nicht hilft? Genauso war es bei mir.
Erst als ich fest daran glaubte, dass ich dem Alkohol gegenüber machtlos war, erst als ich mich an Gott wandte, dem es vielleicht gab, erlebte ich das geistige Erwachen. Diese Erfahrung, die nur die Freiheit brachte, macht ich zuerst, dann folgte der Glaube – wie ein Geschenk.

Auszüge aus den Schriften des Mitbegründers der Anonymen Alkoholiker
Lg. Hans g24h


Glücklich, froh und frei
Mi 24 Mai 2023 6:05

Wir sind sicher, dass Gott uns glücklich, froh und frei haben möchte. Wir können uns nicht dem Glauben verschreiben, dass dieses Leben ein Jammertal ist, obwohl es genau das für viele von uns einmal war. Unser Elend war hausgemacht. Gott hat es nicht verursacht. Vermeiden Sie also, vorsätzlich Trübsal zu blasen. Wenn Schwierigkeiten kommen, ziehen Sie freudig Nutzen daraus als Gelegenheit, seine Allmacht darzutun.

Anonyme Alkoholiker, S. 155
Jahrelang glaubte ich an einen strafenden Gott und machte ihn für mein Elend verantwortlich. Ich habe gelernt, dass ich die „Waffen“ des Selbst niederlegen muss, um die „Werkzeuge“ des AA-Programms zu ergreifen. Ich kämpfe nicht mit dem Programm, denn es ist ein Geschenk, und ich habe nie gekämpft, wenn ich ein Geschenk bekommen habe. Wenn ich manchmal doch noch kämpfe, dann deshalb, weil ich noch meinen alten Ideen nachhänge, aber... „das Resultat ist gleich Null.“

Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans


Wir vergeben ...
Di 16 Mai 2023 15:48

Wenn wir im Fünften Schritt gemeinsam mit unserem Sponsor oder einem anderen Vertrauten arbeiteten, fühlten wir uns zum ersten Mal fähig, zu verzeihen – ganz gleich, wie tief wir verletzt worden waren. Durch unsere innere Inventur gelangten wir zu der Überzeugung, dass Vergebung nach beiden Seiten erstrebenswert ist. Doch erst, als wir tatkräftig den Fünften Schritt in Angriff nahmen, wussten wir in unserem Inneren, dass wir Verzeihung erhalten und geben können.

Zwölf Schritte und Zwölf Traditionen, S. 55
Was für ein großartiges Gefühl Vergebung ist! Welch eine Offenbarung über meine emotionale, psychologische und spirituelle Natur. Es braucht dazu nur die Bereitwilligkeit, zu vergeben; Gott erledigt den Rest.

Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans G24h


Eher ein Denkproblem
Mi 10 Mai 2023 15:59

Zitiert aus dem Buch: Wie Bill es sieht

Solange der Alkoholiker nicht trinkt, handelt er normalerweise wie andere Menschen. Wir wissen mit Sicherheit: Wenn der Alkoholiker in irgendeiner Form Alkohol zu sich nimmt, geschieht etwas mit ihm, und zwar mit seinem Körper und mit seinem Verstand. Es lässt ihn nicht mehr aufhören. Dir Erfahrung unzähliger Alkoholiker bestätigt das.
Diese Beobachtungen wären akademisch und inhaltslos, wenn unser Freund nie das erste Glas getrunken und damit den Teufelskreis in Bewegung gesetzt hätte. Deshalb liegt das Problem des Alkoholikers eher in seinem Denken als in seinem Körper.

Auszüge aus den Schriften des Mitbegründers der Anonymen Alkoholiker
Lg.Hans g24h


Ein Platz zum Ausruhen
Mo 8 Mai 2023 14:25

Alle Zwölf Schritte der Anonymen Alkoholiker empfehlen uns, einen Weg zu gehen, der uns zunächst überhaupt nicht behagt. Geht es doch darum, unser überzogenes Ich abzubauen. Dabei ist kaum ein Schritt so mühsam wie der Fünfte. Und kaum ein Schritt ist für eine dauerhafte Nüchternheit und innere Ausgeglichenheit wichtiger.

Zwölf Schritte und Zwölf Traditionen, S. 52
Nachdem ich meine Charakterfehler niedergeschrieben hatte, war ich unwillig, über sie zu sprechen und beschloss, dass es Zeit sei, diese Last nicht mehr allein zu tragen. Ich musste diese Fehler jemand anderem eingestehen. Ich hatte gelesen – und mir war gesagt worden -, dass ich nicht nüchtern bleiben könne, bevor ich das getan hätte. Schritt Fünf gab mir ein Zugehörigkeitsgefühl sowie Demut und Gelassenheit, als ich ihn in meinem täglichen Leben anwandte. Wichtig war, meine Charaktermängel in der Reihenfolge zuzugeben, die im Fünften Schritt angegeben war: „Gott, uns selbst und einem anderen Menschen“. Sie Gott gegenüber zuzugeben, bahnte den Weg zum Eingeständnis mir selbst und einem anderen Menschen gegenüber. So wie die Ausführung dieses Schritts beschrieben wird, brachte mich das Gefühl, Eins mit Gott und einem anderen Menschen zu sein, an einen Platz zum Ausruhen, an dem ich mich auf die übrigen Schritte zu einer vollständigen und bedeutungsvollen Nüchternheit vorbereiten konnte.

Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans


Zitiert aus dem Buch: Wie Bill es sieht
Di 2 Mai 2023 14:36

Bereitschaft ist der Schlüssel
Wie kann man denn – selbst wenn man dies noch so gerne täte – seinen eigenen Willen und sein eigenes Leben so ganz der Sorge Gottes übergeben, von dem man nur eine undeutliche Vorstellung hat?
Ein Anfang, und sei er noch so klein, ist alles, was nötig ist. Haben wir erst den Schlüssel der Bereitschaft ins Schloss gesteckt und die Tür ein wenig geöffnet, dann wissen wir, dass wir sie stets etwas weiter öffnen können.
Wenn sie auch durch Eigensinn wieder zuschlägt, wie das häufig passiert – der Augenblick, in dem wir den Schlüssel der Bereitschaft wieder aufheben können wird sich wiederholen.

Auszüge aus den Schriften des Mitbegründers der Anonymen Alkoholiker

Lg.Hans g24h




27. April (Vierter Schritt des A.A.-Programms)
Do 27 Apr 2023 16:50

Wir machten eine gründliche und furchtlose Inventur in unserem Innern. (Vierter Schritt des A.A.-Programms)

Diese innere Inventur, die im Vierten Schritt gefordert wird, ist eher eine praktische Lebensbilanz als eine Auflistung von Anklagepunkten. Der Zweck dieses Schrittes liegt darin, dass wir, wenn wir ihn tun, den Tatsachen über uns selbst ins Auge sehen und einschätzen, wie wir das Leben zugebracht haben. Er soll festhalten, wer wir in Wahrheit sind, so dass wir besser beurteilen können, was aus uns werden kann.
Wenn wir den Vierten Schritt unternehmen, achten wir auf wiederkehrende Denk- und Verhaltensmuster. Bei der Suche nach der Geschichte hinter unserer Geschichte probieren wir, die Ursachen der chronischen Schwierigkeiten in uns selbst zu enthüllen. Oftmals sind die damit verbundenen Einstellungen und Handlungen gut versteckt unter verschiedenen Schichten von Schutzbehauptungen und Verdrängungen. Es fällt nicht leicht, diese Schichten freizulegen und vor sich selbst auszubreiten. Es fällt nicht leicht, keine Angst zu haben. Aber die Mühe lohnt sich.
Der Vierte Schritt lässt das Licht der Wahrheit durch die Wolken unangebrachter Schuld- und nicht gerechtfertigter Schamgefühle scheinen. Die Bereitschaft, dem Negativen gegenüberzutreten, offenbart auch unsere echten Verdienste, die Güte unseres Wesens und zahlreiche innere Möglichkeiten – vielleicht zum ersten Mal.
Ich besitze nun genügend Selbstwertgefühl, meine charakterlichen Mängel einzugestehen.
Lg. Hans g24h


Erfreuliche Entdeckungen
Do 27 Apr 2023 16:34

Wir sind uns bewusst, dass wir nur wenig wissen. Gott wird Ihnen und uns ständig mehr offenbaren. Fragen Sie ihn morgens bei der Besinnung, was Sie jeden Tag für den tun können, der noch krank ist. Die Antwort kommt, wenn Sie Ihr eigenes Haus in Ordnung halten. Denn es ist offensichtlich, dass Sie nichts weitergeben können, was Sie selbst nicht haben. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Verhältnis zu ihm in Ordnung ist. Dann werden mit Ihnen und unzähligen anderen wunderbare Dinge geschehen. Das ist für uns unumstößliche Wahrheit.

Anonyme Alkoholiker, S. 192
Nüchternheit ist eine erfreuliche Entdeckungsreise; jeder Tag bringt neue Erfahrungen, Bewusstheit, größere Hoffnung, tieferen Glauben, wachsende Toleranz. Ich muss diese Eigenschaften bewahren, sonst hätte ich nichts weiterzugeben. Großartige Ereignisse sind für den genesenden Alkoholiker die Alltagsfreuden, die aus der Fähigkeit wachsen, Tag für Tag in Gottes Gnade zu leben.

Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans



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