das habe ich vor längerer Zeit niedergeschrieben.
Ich kam zu dem Glauben, dass eine Macht größer als Ich selbst, mir meine geistige Gesundheit wiedergeben kann.
Für mich war es gerade am Anfang die Gruppe die ich als Höhere Macht gesehen habe. Mit Gott und Kirche konnte ich in dieser Zeit sehr wenig anfangen, ich war noch nicht reif dafür. Beim Zurückblicken in die Vergangenheit entdeckte ich, dass alle meine Anstrengungen, mit dem Trinken aufzuhören, ohne Erfolg blieben. Erst jetzt konnte ich begreifen, dass ich mit der Willenskraft allein eine Krankheit nicht zum Stillstand bringen kann. Meine Angehörigen und Freunde, meine Arbeitgeber und alle die mir gut gesinnt waren, haben sich ehrlich bemüht, mir zu helfen. Ihre Hilfe blieb erfolglos. Oft versuchte ich es mit einem Arzt, mit einem Psychologen und mit Gebet und Wallfahrten. Das Resultat war immer dasselbe: Ich trank weiter. Erst bei den Anonymen Alkoholikern kam ich zu dem Glauben, dass eine Macht größer als wir selbst, mir meine geistige Gesundheit wiedergeben kann. Grundsätzlich kann mir als Alkoholiker erst dann geholfen werden, wenn ich zur Einsicht komme, alleine nicht mehr die Kraft zu besitzen, meine Alkoholkrankheit zum Stillstand zu bringen. Erst wenn ich zugebe, dass ich dem Alkohol gegenüber machtlos bin und mein Leben nicht mehr allein meistern kann, steht der Weg zu einem erfolgreichen Eingreifen der Höheren Macht offen. AA verlangt von mir nicht, dass ich in eine Kirche gehe oder Ratschläge eines Priesters einhole. Das einzige, was sie von mir verlangt ist, Lehren anzunehmen von einer Gruppe von Frauen und Männern, die dasselbe Problem erfolgreich durch den Glauben an eine Höhere Macht gemeistert haben. Erfahrungsgemäß greift die Höhere Macht erst dann ein, wenn ich zur Erkenntnis komme: Ich bin Alkoholiker. So kann es mit mir nicht länger weitergehen. Ich schaffe es allein nicht mehr. Ich akzeptiere, dass ich das erste Glas stehen lassen muss. Ich muss mein Leben anders gestalten, wenn ich nicht mehr rückfällig werden will. Die Gruppe ist der Ort, wo wir die Höhere Macht in einer besonderen Weise erleben, weil wir Menschen finden, die uns annehmen wie wir sind. Und nicht so wie uns die Anderen gerne sehen würden.
LG. Hans wünsche G24h
Wir kamen zu dem Glauben, dass eine Macht, größer als wir selbst, uns unsere geistige Gesundheit wiedergeben kann.
Ich bin beim Durchschauen von meinen Unterlagen über die Zeilen von „Cornelia Kirsch“ gestoßen und möchte sie für heute mit euch teilen:
„Wenn ich den Morgen beginne mit Sorgen,
muss ich heute schon Kraft von Morgen ausborgen.
Wenn ich den Morgen beginne in Gott geborgen,
dann wir die Kraft von heute auch das Morgen versorgen.“
Lg und Gute 24h, Franz
Ich denke schon, dass den Hilfesuchenden in den meisten Fällen zu einem Meetings-besuch geraten wird. Aber vielleicht wird der Hinweis zum einen nicht so wichtig genommen, weil man den Ernst der Lage verkennt, zum anderen spielt Scham ja auch eine sehr große Rolle. Vielleicht spielen die Hilfesuchenden ihr Trinkverhalten auch so runter, dass es nicht nach Sucht aussieht? Ich weiß es nicht. Aus meiner Sicht ist es aufgrund meiner Erfahrungen der letzten Jahre einfacher, viele Dinge und Situationen realistischer zu sehen. Man kann nicht heimlich trocken werden und bleiben. Aber diese Erkenntnis muss von jedem Einzelnen selbst kommen. Für mich persönlich ist es erst einmal wichtig, zu signalisieren, dass jemand willkommen ist und Verständnis und Unterstützung bekommt, wenn er ein Problem mit dem Alkohol hat.
Lg.Hans wünsche G24h
Es gibt keine Garantie trocken zu bleiben, und ich weiß nicht, was das Leben mir noch bringen wird . Ich weiß jedoch, daß ich mit meinem Verhalten anderen gegenüber und auch zu mir selbst, trotzdem vieles in meinem Leben so ausrichten kann, daß es passt. Ich kann beten so viel ich will, wird es mir nichts nützen, wenn ich mein Handeln nicht danach ausrichte. Im Lotto kann ich nur gewinnen, wenn ich zumindest mitspiele. Es gibt keinen Grund Alkohol zu trinken, es sei denn, ich führe in meinem Leben eine Situation herbei, mit welcher ich nicht fertig werde. ZB ich möchte einen 8000er besteigen - das wird mir nicht mehr gelingen, das muß mir bewußt sein. Für mich ist der Punkt, das Leben mit allen seinen Facetten anzunehmen, so wie es eben kommt, genauso wie mir bewußt ist, daß ich sterben werde. Das man krank werden kann, die Liebe zerbricht, Freunde und Bekannte, Verwandte sterben, ist mir bewußt, und ich weiß, daß das sein wird. Das ist aber so auf dieser Welt - manchmal natürlich sehr tragisch oder überraschend. Das ist jedoch kein Grund zum trinken, weil trinken diese Fakten nicht verändern, sondern man sieht sie nur kurzfristig nicht.
LG
Gerhard
Es gibt KEINE Garantien, für immer trocken zu bleiben.
Das wissen auch wir, die wir den Weg der Grundbausteine gehen. Es ist keine 100% Versicherung, nicht rückfällig zu werden! Behauptet ja auch niemand, ABER man kann Risiken minimieren. Warum also sollte man das nicht tun, ist das vielleicht blöd, Risiken zu minimieren. Es geht hier NICHT um eine kleine Erkältung, die man mal mit diesem und mal mit jenem Mittel kurieren könnte...mal sehen, was am besten hilft. Es geht hier um eine lebensgefährliche Krankheit, die gestoppt tödlich verläuft! Ich kann da nur immer wieder drauf hinweisen, ich habe das am eigenen Leib erlebt.
Denn ich war einmal kurz auf "der anderen Seite" während meiner Entgiftung.
Konrad
Es ist schön, dass du diesen Tag so positiv erleben konntest.
Und ich freue mich auch für dich, dass ein paar alte Freunde an dich gedacht haben. Vielleicht kannst du das ja jetzt nutzen um alte Bekanntschaften wieder neu aufleben zu lassen. Einen besseren Anlass gibt es wohl nicht.
Und da gibt es so viele Gründe. Die schriftlich festzuhalten ist eine gute Idee. In schlechten Phasen kannst du einen Blick drauf werfen und dich freuen wieviel du schon geschafft hast und dass du dranbleibst.
Ich wünsche dir weiterhin eine gute alkfreie Zeit. Stefan
Ja Geburtstag - Danke für die guten Wünsche.
Nunmehr bereits das 8te Jahr ohne A und das ohne Unterbrechung. Es ist heute für mich kein besonderer Tag - der besondere Tag war heute vor sieben Jahren

Es ging mir wirklich beschissen - körperlich, seelich, psychisch und geistig. An dem Tag und auch die Jahre davor, konnte ich mir nicht vorstellen, daß es mir jemals so gut gehen würde wie es mir jetzt geht, und das schon seit Jahren. Mit dem "gut gehen" meine ich mein psychisches, seelisches, geistiges usw Wohlbefinden. Ich bin seit Jahren auf niemanden mehr böse, kenne keinen Hass mehr, will niemandem etwas heimzahlen, unglaublich - habe ich mir nie träumenlassen, daß es für mich das jemals geben wird. Wenn ich mein ganzes Leben zurückdenke, ist das jetzt die schönste Zeit welche ich erleben darf. Ich kann zu allen Menschen nett sein, und alles kommt wieder zu mir zurück. Ich bin jedoch nicht realitätsfremd geworden, und kenne schon die Tücken des Lebens. Mein großer Gewinn war erst durch die Veränderungen und Erkenntnisse möglich, welche einem in den Sitzungen (Meetings auf englisch

) bei AA im Laufe der Jahre widerfahren.
Glg Gerhard
Es braucht Zeit sich einzugestehen das man ein Problem mit dem Konsum von Alkohol hat. Ich durfte erst zugeben das ich Alkoholiker bin ,als ich meinen Tiefpunkt erreicht hatte. Da habe ich begriffen das es nicht ohne und auch nicht mehr mit Alkohol geht und durfte Kapitulieren.
Erster Schritt war die Entgiftung in der Psychiatrie .
Dort lernte ich Leute von AA kennen .
Den Besuch meines ersten Meeting werde ich nie vergessen.
Schön das du da bist, setze dich willst du einen Kaffee.
Wann hatte das jemand zu mir gesagt? Hier war ich willkommen und fühlte mich verstanden und gut aufgehoben. Der Besuch von dem Meeting am Freitag wurde für mich zum Fixen Bestandteil meines Wochenablauf.
Ich lernte ein Programm, das sich 12 Schritte und 12 Traditionen nennt kennen und verstand am Anfang sehr wenig davon. Doch das änderte sich mit der Zeit in der ich bei AA war. Heute bin ich Dankbar dieses Programm geschenkt bekommen zu haben. Ich versuche HEUTE in den 12 Schritten zu leben und mein leben danach auszurichten.
Mir wurde ein neues Leben geschenkt das ich heute voller Dankbarkeit und Zufriedenheit leben darf.
Ich bleibe mein Leben lang Alkoholiker ,habe meine Krankheit nur zum stillstand gebracht ,habe aber keine Furcht bezüglich Rückfall, denn wenn ich auf meinem Weg bleibe bin ich eher auf der sicheren Seite .
Ich darf seit meinem ersten Meeting trocken sein und bin dafür sehr Dankbar.
Erwin Alkoholiker Gt. 24 Std.
Der erste Schritt war, das ich wieder mein Leben wieder bekommen habe, da habe ich zugeben können, das ich Alkoholikerin bin. Da bin ich zu die AA gekommen, da habe ich wieder meinen Spaß und mein Leben wieder zurück bekommen. Es ist so schön das ich mein Leben leben kann ohne Alkohol. Für mich sind es die andere Schritte und die Traditionen. Dafür bin ich so dankbar, das ich mein Leben jetzt so leben kann wie ich mir es vorstelle.Das verdanke ich meiner zweiten Familie.
LG und gute 24h,
Petra
Angst vor dem Rückfall habe ich nicht, weil ich weiß, wenn ich so wie jetzt weiterlebe, der Rückfall nicht kommen wird - ausschließen kann ich ihn trotzdem nicht, da man nicht weiß, welche Prüfung mir Gott noch schickt. Ein erfahrener geschickter Handwerker, mit jahrzehntelanger Erfahrung, weiß ganz genau, wie er eine Arbeit auszuführen hat, damit diese fachgerecht ist und funktioniert. Ein erfahrener Mechaniker z.B baut kein defektes Lager ein, mit der Hoffnung daß es vielleicht eh funktioniert.
Ich versuche mein Leben nach dieser Erkenntnis auszurichten. Etwas zu tun, wo mir mein Gewissen sagt, laß es bleiben, wäre natürlich ein Schritt in Richtung Rückfall, weil dadurch einfach Belastungen entstehen, die wenn sie groß genug werden, man einfach nicht mehr aushält. Wie verschwindet dann sowas:entweder durch Alkohol, Beruhigungsmittel oder Drogen. Logisch oder?
Ich unterscheide: Führe ich in meinem Leben eine Situation herbei, der ich dann nicht gewachsen bin - oder es schickt der Herr mir eine Prüfung, die ich dann bedingungslos anzunehmen habe. Die Prüfung kann man ohne zu trinken annehmen, mit klarem ungetrübten Verstand, anders gesagt hinnehmen. Selbst verschuldetes Desaster aus Gründen von Hass, Wut, Gier, Geilheit usw führt zwangsläufig weg vom guten Leben, letztendlich in den Tod.
LG Gerhard