Plötzlich wurde ich ein Teil des Ganzen, ein Teil, wenn auch nur ein winziger (aus Gedanken zum Tag-und „WIE BILL ES SIEHT“)> Antwort im Alkoholiker-Spiegelt mehr möglich am Morgen in den Spiegel zu schauen. Zu viele Dinge waren wieder passiert und ich wusste nichts mehr davon. Immer wieder das Gefühl, dass etwas passiert ist, das ich jemanden verbal oder körperlich verletzt habe. Die automatische Reaktion, dass Morgen ein neuer Tag beginnt und dass das alles bald vorbei ist. Der Spiegel war bald angelaufen und ich stellte fest, dass der Kopf sein eigenes Spiegelbild zeigte. Der Alkoholische-Spiegel zeigte mir die Welt, die ich mir als Trinker zusammenzimmerte und diese Welt war dann oft böse.
Heute kann wieder in den Spiegel schauen und ich muss mich am Abend nicht vor den nächsten Morgen fürchten und ich muss nicht trinken um mein Spiegelbild zu ertragen.
Gute 24h und einen schönen Sonntag, Franz und Petra
ich meine mit Motivation auch irgendwie, dass man für sich selbst am Ball bleibt.
Ich kenne das ja von mir auch in normalen Bereichen des Lebens.
Allerdings bin ich ein Mensch, der in weitreichenden Dingen eher un- spontan bin und mir Dinge sehr lange überlege, bis ich eine Entscheidung treffe.
Habe ich aber eine Entscheidung getroffen, bin ich auch motiviert, diese umzusetzen.
Manchmal verliere ich dann aber auch die Lust und lasse es dann wieder liegen.
Stefan....
Wie Hans schreibt, Freude an rechtschaffenem Leben! Das kann gar nicht anders sein, weil nicht rechtschaffenes Leben ein schlechtes Gewissen schafft. Und ein schlechtes Gewissen vermiest das freudige Leben. Eigentlich ganz einfach.
LG Gerhard
Der Zwölfte Schritt der Anonymen Alkoholiker spricht von der Freude an einem rechtschaffenen Leben. AA ist ein Programm, das Freude macht! Trotzdem scheue ich mich manchmal, die notwendigen Schritte vorwärts zu tun. Ich ertappe mich dabei, dass ich genau die Handlungen verweigere, die mir die ersehnte Freude verschaffen könnten. Ich würde mich nicht gegen solches Handeln wehren, berührte es nicht einen verwundbaren Bereich meines Lebens, dem es an Hoffnung und Erfüllung fehlt. Wenn ich mich immer wieder für die Freude offenhalte, können die scharfen Kanten meines Wesens abgeschliffen werden. Die Macht der Freude liegt darin, alle in AA die Hilfe brauchen zu helfen.
Lg. Hans wünsche G24h
Laufe nicht der Vergangenheit nach und verliere dich nicht in der Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht mehr. Die Zukunft ist noch nicht gekommen. Das Leben ist hier und jetzt.
Lg. Hans wünsche G24h
Ob es uns auf dieser Welt gefällt oder nicht, hängt meiner Meinung nach ausschließlich von unserem Umgang mit unseren Mitmenschen und auch uns selbst ab.
Was Du besitzt oder wer Du bist, ist eigentlich unwichtig
LG Gerhard
Finde ich eigentlich auch sehr schade, daß die Kommentare langsam merklich weniger werden. Ich bin auch kein so guter Formulierer oder Schreiber. Jedenfalls fehlen mir die Zusammenkünfte (Meetings), obwohl es mir trotz Corona gut geht. Lieber 10 mal Covid 19 als 1 mal Besoffen.
Gerade jetzt in diesen Zeiten, wo wir alle eigentlich viel zu Hause sitzen, müßte sich eigentlich Zeit finden, ein par Zeilen zu verfassen. Ist natürlich jedem überlassen, hier ein par Worte zu finden, so wie im Meeting jeder sich zu Wort melden darf , will oder auch nicht.
Ich meine gemeinsam sind wir stark, haben wir uns gegenseitig schon so viel geholfen. Irgendwie werden wir auch in Zukunft aufeinander angewiesen sein, ich meine daß wir uns bei den Meetings wieder sehen werden.
Ich persönlich denke, daß man, wenn man hier ein par Gedanken unterbringt, nichts falsch machen kann.
Eigentlich liege ich um diese Zeit im Bett und schlafe. Es war mir jedoch ein Bedürfnis, jetzt einige Gedanken loszuwerden.
Wünsche Euch allen ein schönes Daumendrehen im Lockdown, und hoffe, daß wir uns doch bald wieder treffen können.
Liebe Grüße und bleibt gesund
Gerhard
Es ist eigentlich sehr Schade das diese Art zu teilen nur von wenigen genutzt wird. Ich versuche mich da einzubringen, diese Beiträge die ich lese, helfen mir immer wieder weiter. Ich bin auch nicht der Perfekte Schreiber, aber ich versuche es. Wir sollten laut dem Programm für einander da zu sein, gerade in dieser schweren Zeit, nicht immer schauen wer kann was besser als der Andere, ich glaube das bringt uns nicht weiter. Ich habe eines bei AA-gelernt ich brauche mich für meine Schwächen nicht zu verstecken. Das Programm zeigt mir ganz deutlich was ich jeden Tag an meiner Persönlichkeit ändern kann. Und dazu gehört auch mein Beitrag, danke an alle die ihre Gedanken mit mir TEILEN, ich bin nicht mehr so Mobil komme kaum noch unter die Leute,darum schätze ich diese Seiten auf eurer Homepage.
Macht weiter so, ich bin dabei.
Liebe Grüße Konrad
Es ist eh bekannt, wenn einmal der Schalter zum Alkoholismus umgelegt ist, daß sich dieser nicht mehr medizinisch zurückstellen läßt. Spielt aber für mich insofern keine Rolle, da ich diesem Beteubungsmittel keinerlei Träne nachweine. Er spielt keine Rolle mehr in meinem Leben. Leider ist es so im Leben, daß man frühzeitig damit in Kontakt kommt, und sehr rasch der wohltuenden angenehmen Wirkung erliegt. Er bringt das angenehme Gefühl, das man ohne der Droge nicht hat. Wurde uns doch von Kindheit an beigebracht, daß wir entsprechende Leistungen zu erbringen hätten, um dafür das wohltuende Lob zu erhalten. Immer mit der geschürten Angst im Nacken, daß wir gut oder noch besser sein sollten. So einen Zustand zu erreichen bedarf jedoch eine Menge Arbeit an sich selbst, um zur Erkenntnis zu kommen, daß man auch als Durchschnitt seine volle Daseinsberechtigung hat - und natürlich auch dann, wenn man "unterdurchschnittlich" ist. Um hierher zu gelangen bedurfte es natürlich einer Menge Arbeit an sich selbst (viele Meetings). Natürlich gibt es die verschiedensten Gefühle, auch ungute, aber die haben halt auch seine Berechtigung, weil jedes Gefühl - gut oder schlecht - auch sein Pendant hat. Alles schwingt, auf und ab, so ist es und es ist gut so.
So habe ich ohne Alkohol oder sonst. Beruhigung die Möglichkeit, alles von oben und unten, von hinten und vorne und von links und rechts zu betrachten und beurteilen. Wenn mir etwas nicht passt, dann muß ich meinen A.... heben und die Veränderung herbeiführen, wenn es geht. Geht es nicht, habe ich es zu akzeptieren.
Habe mittlerweile ein unglaublich gutes Leben .
Bleibt gesund und alles Gute
wünscht Euch Gerhard
Hallo,
Ich bin ja der Meinung, dass ein Alkoholiker ein Alkoholiker ist, egal wie viel er oder sie gesoffen hat. Danach gehe ich auch vor, wenn ich meine Erfahrungen versuche zu vermitteln. Da ich ja nun recht weit unten war und mein Leben in jeglicher Beziehung neu aufbauen müsste, sind meine Erfahrungen vielleicht für den einen oder anderen sehr extrem. Ich rede ja auch selten von trinken, sondern eher von saufen. Kompromisse zu meiner Nüchternheit gehe ich nicht ein, selbst wenn ich dadurch vielleicht auf einige Dinge im Leben verzichten muss. Für jemanden, der "nur" am Abend nach der Arbeit ein paar Gläser Wein oder Bier getrunken hat, sich hier zwar als Alkoholiker bezeichnet, mag es dann schwer zu verstehen sein, wenn es mir um die totale Risikominimierung geht.
Ich hatte meinen ersten Versuch zur Nüchternheit erst versucht, als ich schon irgendwie auf der Straße lebte und gesundheitlich auch am Boden war. Selbst das hat mich nicht vom Saufen abgehalten und ich habe noch Jahre gebraucht, um dann (bis zum heutigen Tag) trocken bleiben zu können.
Gruß Wolfgang