Wobei die Risikovermeidung in meinen Augen (leider) unmöglich ist und darum vor allem das Erlernen eines Lebens mit dem Risiko um sich herum wichtig ist. Sprich: wir werden, im Gegensatz zum Nichtraucherschutz, immer und überall konfrontiert: Supermarkt, Werbung. Meinen Freundeskreis kann ich mir aussuchen und meine Wohnung kann ich mir so gestalten, wie ich es möchte. D. h., in meiner Wohnung gibt es keinen Alkohol und mein Freundeskreis akzeptiert mich so wie ich bin und nimmt Rücksicht.
Grüße Wolfgang
das Problem, was ja viele am Anfang haben, ist ja, dass sie keine Hilfe annehmen können. Sind oft Lippenbekenntnisse, dass man ja unbedingt Hilfe will, aber nach drei Tagen will man ja schon wieder selbst wissen, was richtig oder falsch ist. Für mich war es damals so, dass andere trockene Alkoholiker meine Risikominimierung gemacht haben, in dem sie mir Grenzen aufzeigten, in denen ich mich zu bewegen hatte. Ich hatte das damals auch nicht immer verstanden. Mir war es auch nicht wichtig, es zu verstehen, denn eins habe ich schnell gemerkt. Diese trockenen Alkoholiker hatten das Leben, was ich gerne hätte.
Heute stehe ich "auf der anderen Seite" und erkenne mich in vielen neuen Alkoholikern wieder. Hätte ich damals die mir hilfreiche Hand ausgeschlagen, wie es viele tun, würde ich vielleicht immer noch saufen oder nicht mehr leben.
Ein dankbarer Alkoholiker Josef
Pfiati Gott bleib gsund.
Die Meetings vermisse ich schon sehr. Auch vermisse ich etliche Freunde. Hoffe, daß nach Ostern wieder etwas weitergeht. Auch frage ich mich, was aus dem DLT wird bzw ob es überhaupt stattfinden darf.
Da ich ja schon einige viele 24 h trocken bin und ich auch den 1. AA-Geburtstag im Meeting in Linz im Zimmer 42 persönlich feiern durfte, möchte ich von den Langzeit-Entzugserscheinungen nach einem Jahr berichten.
War in der ersten Zeit des trocken Werdens, die Gedanken im Gasthaus automatisch ein BIER zu bestellen immer noch da und brachte mich der Alkohol immer wieder in Versuchung hinzugehen oder hinzugreifen. Nach ca. 3 Jahren stellte sich der Kopf um und ich kann bis jetzt die große Freiheit genießen nicht mehr nachdenken zu müssen warum ich keinen Alkohol bestelle.
Jetzt haben wir fast 1 Jahr Meeting-Entzug und die Entzugserscheinungen (wie Umarmen, sich Grüßen, sich die Hände geben, den Anderen spüren) werden langsam weniger, aber sind in etwa gleich, wie bei einem Langzeitenzug. Ich hoffe nur, dass ich nach CORONA nicht die gleichen Anzeichen habe wie beim Alkohol und ich die Menschen wieder in meine Nähe lassen kann.
Die Gefahr besteht nämlich jetzt bei vielen die sich auch so fühlen wie ich.
Gute 24h, Franz
Einfach alles in Ordnung und ins Reine bringen. Leichen ausbuddeln und beerdigen - und die Gelassenheit kommt von selbst und bleibt.
LG Gerhard
Um das zu schaffen, werde ich zum einen demnächst psychologische Hilfe bekommen (einfach, weil es eine Weile dauert, dort einen Termin zu bekommen) und zum anderen habe ich mich hier im Forum gemeldet.
An dieser Stelle möchte ich einmal kurz Danke sagen, dass es dieses Forum gibt und dass es hier Hilfe in verschiedenen Facetten gibt. Man kann still mitlesen, man kann eigene Gedanken loswerden und bekommt Hilfe und man kann ein Stück weit dazu beitragen, dass auch anderen geholfen wird.
Stefan Alkfrei
Den Weg, den ich eingeschlagen habe, weiter gehen.
Mir ist klar, dass da viele kleine und große Felsbrocken auf dem Weg rumliegen, die möchte ich nach und nach beiseite räumen.
Vor allem möchte ich die Kraft finden, wenn mal ein großer Brocken zurückgerollt kommt, mich einfach wieder ans Werk zu machen.
Nicht zu resignieren, egal was passiert.
Grüße Wolfgang
Am Dienstag habe ich ein gespräch mit meinen Geschäftsfüher gehabt. ich kann am 29 März anfangen. Da hat mir wieder einmal meine höher Macht geholfen. Das schön das ich wieder Glauben kann. Meine zweite Familie hat mir das gesagt ich wieder glauben lerne wird.das stimmt.Ich habe wieder den glauben bekommen.Für mich ist wichtig das ich in die zwölf Schritte Arbeitet es ist für mich so wichtig und die zwölf Traditionen.
Keine Gesundheit ohne geistige Gesundheit.
Der klare Verstand sagt uns: der Konsum von übermäßigem Alkohol macht krank und bedeutet Flucht in die Sucht anstatt Lösungen anstehender Probleme. Es ist wichtig, sich selbst und seiner inneren Ruhe und Gelassenheit nicht im Wege zu stehen.
Achtsamkeit
Das bedeutet, in sich hinein zu hören, auf Signale achten, die der Körper und der Geist unmissverständlich aussenden. Selbstbestimmt zu leben heißt, der Mensch, ich und du, für sich selbst eigenständig bestimmt, wie er sein Leben gestalten will. Glaube versetzt Berge, ist der Inhalt des 2. Schrittes. Mir hat die Höhere Macht geholfen (wie ich sie verstehe) also warum euch nicht auch? Über das seelische Wohlbefinden entscheidet die Art und Weise, wie jeder für sich und seine Umwelt damit umgeht.
Lg. Hans wünsche G24h
Vermutlich hat es bei mir auch deshalb so lange gedauert, von der Erkenntnis, Alkoholikerin zu sein, bis zu dem Schritt endlich aufzuhören. Weil ich genau wusste, dass es kein Zurück mehr gibt. Ich wusste, wenn ich aufhöre, werde ich NIEMALS wieder in meinem ganzen Leben Alkohol trinken können, ohne wieder in der Abwärtsspirale zu landen. Der Gedanke NIE WIEDER hat mir Angst gemacht. Ich habe doch schließlich so gern getrunken, zumindest die ersten Gläser waren ein so tolles Gefühl. Alles was danach kam, natürlich nicht. Ich bin nie mit dem Gedanken an diese Trockenheit herangegangen, dass ich erstmal aufhöre zu trinken und dann von Tag zu Tag lebe und nüchtern bleibe. Für mich war immer klar, entweder ganz oder gar nicht und entweder nie wieder oder ich brauch gar nicht erst aufhören. Ich habe es also hinausgezögert, weil ich wusste, wenn ich JETZT aufhöre, dann für immer. Trotzdem wollte ich das. Unbedingt. Nur der Zeitpunkt stand noch nicht fest für mich und solange hab ich hier gelesen und gelesen.
Als dann endlich mein persönlicher Tiefpunkt erreicht war (jedes Mal, wenn ich das schreibe, denke ich an meinen Ex-Mann und schicke ihm ein DANKE in die Luft, dafür, dass er mich so schonungslos behandelt hat), war für mich klar: Das war es jetzt. Ende. Niemals in meinem Leben wieder Alkohol.
Ich will nicht sagen, dass es mir immer leicht viel. Ganz sicher nicht. Aber bei mir persönlich fiel es einfach weg, mich mit meinem Suchtgedächtnis auseinander zu setzen. Ich habe da direkt denken können "Nein, stimmt nicht. Geht nicht. Mach ich nicht", wenn die Gedanken an Alkohol kamen. Keine Diskussion zwischen Engelchen und Teufelchen. Absolut nicht.
Dankbare Alkoholikerin
Lg. Karin