Forum Einträge



I C H muss es selbst tun!
Sa 10 Jan 2026 23:00

Die folgenden Zeilen stammen aus einem Sonderdruck der AA- Information von 1973. (Die es Leider nicht mehr gibt)

Heute muss ich aufhören zu trinken – nicht morgen

I C H muss es selbst tun!

Man muss zugeben, dass man dem Alkohol gegenüber machtlos ist, und sein Leben nicht mehr allein meistern kann. Dieser Genesungsweg ist nicht mit Rosen bestreut. Ich merkte bald, dass das Leben auch ohne Alkohol mit Schwierigkeiten gespickt war. Oft war ich der Verzweiflung nahe, mir durch Alkohol Erleichterung zu schaffen. Hier wurde die Vergangenheit wach doch von der anderen Seite flüsterte es in meinem Ohr:

"Ein Glas kannst Du doch trinken"

Und in solchen Augenblicken sage keiner, Nüchternheit hat mit Willensstärke nichts zu tun. Nüchternheit ist Willensstärke und es ist ein Geschwätz, wenn man Alkoholiker als willensschwache Menschen bezeichnet. Willensstärke ist meine einzige Waffe eben diesen einen Schluck nicht zu trinken. Die traurige Erfahrung meiner Vergangenheit ist ein bewährtes Mittel, um mir den Appetit auf den nächsten Schluck gründlich zu verderben.

Lg. Hans G24h


Kapitulation (Buch) Unser Weg ältere Version
Sa 10 Jan 2026 17:12


Es bleibt also dabei, dass wir dem Alkohol gegenüber machtlos sind. Dieser lapidaren Feststellung im Ersten Schritt schließt sich eine weitere Erkenntnis an: Wir haben auch zugegeben, dass wir unser Leben nicht mehr meistern konnten. Nun, dieses zweite Eingeständnis ist die Konsequenz aus dem ersten, es geht aber noch ein Stück weiter als die im ersten Halbsatz empfohlene Kapitulation. Mit dem zweiten Teil des Eingeständnisses wird die Kapitulation vollständig. Wir wissen, dass wir mit dem Alkohol nicht weiterleben können, wir wissen aber auch, dass wir allein aus diesem Teufelskreis nicht herauskommen.

Der zweite Teil dessen, was wir im Ersten Schritt zugeben sollen, lässt allerdings vieles offen. Es heißt da nur, dass wir unser Leben nicht mehr meistern können. Es muss sich also etwas verändern, es muss also jemand oder etwas Neues in unser Leben treten. Dieser zweite Teil des Ersten Schritts ist eigentlich eine Frage; die Antwort bleibt noch offen. Dieser Satzteil leitet über zu den nächsten Schritten, zu den weiteren Empfehlungen im Programm der Anonymen Alkoholiker.

Das Ende des Ersten Schrittes sieht uns also am Boden liegen, ohnmächtig und hilfesuchend die Hand ausstreckend. Wir wissen nur, dass jemand nach dieser ausgestreckten Hand greifen muss, um uns aus dem Sumpf unseres Elends herauszuziehen. Wir uns von der anderen Seite jetzt bei der Hand nimmt, das steht im Zweiten Schritt.
Lg. Hans G24h


1. Tradition Einigkeit der AA
Fr 9 Jan 2026 8:43


Unser gemeinsames Wohlergehen sollte an erster Stelle stehen; die Genesung des Einzelnen beruht auf Einigkeit der AA. Im ersten Schritt haben wir zugegeben, dass wir den Alkohol gegenüber machtlos sind und unser Leben nicht mehr meistern konnten. Wir waren bereit, nach jedem Strohhalm zu greifen, um uns festhalten zu können. In der Gemeinschaft der AA fanden wir unser Rettungsboot. In einem Rettungsboot ist aber kein Platz für Uneinigkeit und Streit. Da müssen alle zusammenhalten. Wir haben eingesehen, dass unser Leben und das Leben aller, die in Zukunft noch zu uns kommen werden, von der Einigkeit der Gruppe abhängen. Wir werden deshalb wachsam sein, das niemand unserer Gruppe Schaden zufügt oder sie gar zerstört. Wenn ein betrunkenes Mitglied den Ablauf des Meetings stört, werden wir es bitten, zu gehen und wieder zu kommen, wenn es in einer besseren Verfassung ist, um unsere Botschaft zu verstehen. Auch dem Alkoholiker, der gerne das große Wort führt, zu oft und zu lange redet, werden wir behutsam darauf aufmerksam machen, dass andere auch gerne zu Wort kommen möchten. Jeder von uns kann in die alte Gewohnheit zurückfallen, die Inventur anderer zu machen, anstatt die eigene. Wenn dass zur Gewohnheit wird, und Kritik an den anderen noch dazu kommt, dann sind wir wirklich dabei, den eigenen Ast, auf dem wir sitzen, abzusägen. Wir sollten dankbar sein, wenn der Gruppensprecher uns darauf aufmerksam macht. Durch die regelmäßige Teilnahme und reges mittun stärke ich die Gruppe. Der beste Beitrag zum Meeting ist immer das erkennen der eigenen Fehler. Wir können mitwirken die Gruppe zu beleben und zu stärken, wenn wir bereit sind, eine führende Stelle zu übernehmen. Bequemlichkeit, Nachlässigkeit, Schlamperei schadet nicht nur uns selbst sondern auch der Gruppe. Wir sollten nicht nur Meetings besuchen, sondern uns als ein Teil der Gruppe fühlen. Diese Zugehörigkeit sollten wir auch außerhalb des Meetings spüren. Von Zeit zu Zeit sollte die Gruppe eine Gruppen Inventur machen, um die Fehler, die gemacht wurden, herauszufinden. Wir müssen uns fragen, welcher Geist in der Gruppe herrscht, ist sie aktiv im 12. Schritt?.
Nur in einer aktiven, lebendigen Gruppe fühlen wir uns wohl.
Lg. Hans G24h


Ältere Version aus 1985 ( Das kleine braune Buch)
Di 6 Jan 2026 23:00
DER ERSTE SCHRITT

Wir gaben zu, dass wir dem Alkohol gegenüber machtlos sind - und unser Leben nicht mehr meistern konnten.

Der Erste Schritt im Programm der Anonymen Alkoholiker ist wirklich der erste Schritt. Er steht am Anfang dessen, was wir später unser neues Leben nennen werden. Diesen ersten Schritt durch die Eingangstür in das neue Leben müssen wir als erstes tun. Da führt kein Weg vorbei, da gibt es kein Drumherum-Mogeln. Die anderen Schritte im A.A.-Programm sind zwar auch nummeriert, aber hier ist die Reihenfolge nicht mehr so verbindlich. Manche machen die im Zehnten Schritt empfohlene tägliche Gewissenserforschung schon bald, noch bevor sie in den Schritten zwei bis neun nennenswert vorangekommen sind.

"Wir haben zugegeben",

heißt es dort. Und noch bevor wir weiterlesen, was wir zugeben sollen, lohnt es sich, bei diesem ersten Halbsatz einen Augenblick lang zu verweilen. "Wir" - das sind wohl diejenigen, die uns dieses Programm aufgeschrieben haben. Sie hießen Bill und Bob. Deren Vornamen kennen wir, sie haben den Grundstein für die weltweite A.A.-Gemeinschaft gelegt. Die anderen "Wir" hießen vielleicht John und Dave, Alice oder Betty. Es waren Amerikaner, die gegen Ende der dreißiger Jahre durchweg auf lange Trinkerzeiten und weniger lange Zeiten der Nüchternheit zurückschauen konnten. Im Ringen gegen den sie übermächtig beherrschenden Alkohol hatten sie die Erfahrung gemacht, dass dieser Kampf gemeinsam erfolgreicher zu führen ist.

Deshalb also als erstes Wort im Ersten Schritt: "Wir". Als nun Bill, Bob, Jenny, John und Co. einige Zeit ohne Alkohol hinter sich gebracht hatten und immer mehr Alkoholiker zu der Gruppe gestoßen waren, standen sie nicht wenig erstaunt vor dem, was aus ihnen geworden war. In Gedanken gingen sie den Weg ihrer Entwicklung rückwärts und kamen zu dem Ausgangspunkt. "Wie war das eigentlich, womit hat es angefangen", fragten sie sich.Und da brauchten sie nicht lange überlegen. Waren auch die Wege der Entwicklung nicht einheitlich verlaufen, den ersten Schritt hatten sie alle gemeinsam gemacht: Wir haben zugegeben, dass wir dem Alkohol gegenüber machtlos waren. Und weil sie inzwischen in der Gemeinschaft Erfahrungen gesammelt hatten, weil sie auch die Rückfälle von Freunden miterlebt hatten, verbesserten sie ihre Erkenntnis: ..., dass wir dem Alkohol gegenüber machtlos sind.

Schon die Pioniere der A.A.-Gemeinschaft nämlich wussten, dass die Kraftlosigkeit gegenüber dem Alkohol ein bleibender Zustand ist. Daran ändert auch nichts die Tatsache, dass man den übermächtigen Alkohol für den heutigen Tag unter Kontrolle hat.
Lg. Hans G24h


Der 1.) Schritt (Mein erster Schritt)
Di 6 Jan 2026 10:52

Ich gab zu, dass ich den Alkohol gegenüber machtlos war – und mein Leben nicht mehr meistern konnte.
Bis zum ersten Schritt war es ein langer Weg. Es war für mich schwer zuzugeben, dass mich der Alkohol fertig gemacht hat. Jahrelang habe ich fest behauptet, ich könnte kontrolliert oder ganz aufhören zu trinken. Plötzlich entdeckte ich, dass ich nicht mehr kontrolliert trinken konnte. Wenn ich das erste Glas trank musste ich weiter trinken bis zum Vollrausch. Es wurde mir auch bewusst, dass ich alle meine Vorsätze und Versprechungen, nicht mehr zu trinken, gebrochen hatte. Oft war ich nahe daran mein unkontrolliertes trinken zuzugeben, aber ich habe mich geschämt. Also trank ich weiter und versank immer tiefer im Sumpf des Alkoholismus. Je mehr ich dagegen kämpfte umso schlimmer wurde es. Die Erfahrung hat auch immer gezeigt, dass ein Alkoholiker nur dann nüchtern werden und nüchtern bleiben kann, wenn ich für mich selbst das erste Glas stehen lasse. Vorübergehend konnte ich auch einmal nüchtern bleiben einem anderen Menschen zuliebe, oder weil ich Angst hatte, die Familie zu verlieren, oder sonst einen Grund, aber eben nur vorübergehend und dann wieder der Griff zur Flasche. Dann habe ich die Erfahrung mit den Anonymen Alkoholikern gemacht, die mir jene Hilfe geben konnten, die ich brauchte, nüchtern zu werden und zu bleiben. Dort konnte ich zugeben, dass ich Hilfe brauche. Ich bin Alkoholiker, weil ich nicht mehr kontrolliert trinken kann. Ich bin Alkoholiker, weil mein Trinken mir und mein ganzes Umfeld große Probleme schafft. Ich bin Alkoholiker, weil ich nicht mehr allein und ohne Hilfe das Trinken lassen kann. Ich bin Alkoholiker, ich bin ein kranker Mensch ich brauche Hilfe. Bei den Anonymen Alkoholikern kam ich zu der Überzeugung, dass ich das erste Glas stehen lassen muss und auch mein Leben ändern kann.
Lg. Hans G24h


Alkoholismus ist eine Krankheit
Mo 5 Jan 2026 9:59
Alkoholismus ist eine Krankheit die zum Stillstand gebracht werden kann.
Die Frauen und Männer gleichermaßen betreffen. Deshalb sind mit dem Begriff "Alkoholiker" Frauen und Männer gemeint. Unsere Homepage wendet sich in erster Linie an Alkoholkranke Frauen und Männer, die mit dem trinken aufhören möchten und an Menschen, die sich die Frage stellen, habe ich vielleicht ein Problem mit dem Alkohol? Natürlich wollen wir Angehörige von Alkoholkranken Menschen sowie die Öffentlichkeit und Fachleute, die sich für die Anonymen Alkoholiker interessieren, über uns informieren.

Lg. Hans G24h


Neues Jahr
Do 1 Jan 2026 20:25
Ich wünsche euch allen ein gutes vor allem viel Gesundheit und Zufriedenheit für 2026.
Mein Vorsatz für 2026 Erfahrung,Kraft und Hoffnung teilen und einfach glücklich sein

Gt 24 Std. Nur für Heute


An alle AA-Freunde
Di 30 Dez 2025 18:18

Ein neues Jahr steht vor der Tür, mach das Beste draus,
geht’s auch mal einen Schritt zurück, schau weiter gerade aus.
Wir wünschen euch Gesundheit und Frieden für das Neue Jahr 2026 weiterhin Erfahrung Kraft und Hoffnung teilen.

Lg.Renate und Hans G24h


Notwendigkeit aller 12 Schritte
So 28 Dez 2025 23:00
Das Programm besteht also nicht nur aus zwei Schritten, sondern zwischen den ersten und dem zwölften Schritt gibt es noch zehn weitere Schritte. Besonders die beiden Schritte mit der Inventur, also der vierte und der zehnte Schritt, waren für mich sehr wichtig. Bevor es nicht vor meiner eigenen Tür sauber ist, kann ich nicht Sauberkeit predigen. So oder so ähnlich erklären die alten AA-Freunde die Notwendigkeiten dieser beiden Schritte. Ich begann dann also irgendwann meine Lebensgeschichte aufzuschreiben und habe sie dann im Internet auf unserer Homepage veröffentlicht. Das war für mich ein großer Teil meiner Inventur. Unser Programm ist ein Lebensprogramm mit dem wir ein ganzes Leben zu tun haben, war und ist auch eine der Weisheiten, welche ich immer wieder im Meeting hörte. Wie wichtig das ist, weiß ich erst heute und deshalb versuche ich immer regelmäßig ins Meeting zu gehen. Auch heute ist mir die Weitergabe unserer Botschaft wichtig und noch wichtiger ist es, dass ich inzwischen das Wörtchen - nachdem- (Ich durch diese Schritte) gegangen bin. Auch jeden Neuen im Meeting sehe ich heute als Bereicherung. Ich werde alles Versuchen weiterzugeben, denn ich vergesse dadurch nie, wo ich am Anfang gestanden bin-nämlich ganz unten dem Ende nahe.
Aber durch AA durfte ich ein neues Trockenes LEBEN beginnen.

Lg. Hans G24h


Große Dankbarkeit in mir über mein Leben mit AA
Sa 27 Dez 2025 15:38
Was da mal war, und dann auch, was ich mir noch wünsche.
Aber da ich jetzt hier einige Zeit habe einfach nur mit mir allein, nehme ich die Gelegenheit nun doch wahr und freue mich darüber, welche Richtung mein Leben seit meinem Abschied vom Alkohol vor etwas über 40 Jahren eingeschlagen hat.
Als ich noch trank, fühlte ich mich in meinem Leben gefangen. Sah keinen Ausweg. Fühlte mich schuldig, dass ich so fühlte, trank, weil ich so fühlte, und fühlte mich schuldig, weil ich trank, und trank, weil ich mich schuldig fühlte, und mehr und mehr höhlte ich innerlich aus und wurde leer. Ich war nur noch bröckelnde, einstürzende Fassade und dahinter ein Gemisch aus alkoholgetränkten Gefühlen, Scham, Angst, wütende Verzweiflung, verzweifelte Wut, Gleichgültigkeit, von denen ich wohl glaubte, dass sie mich ausmachten, aber das war nur mein alkoholisches Ich, das die Leere in mir eingenommen hatte und sich für mich ausgab.
Als ich aufhörte zu trinken, trocknete mein alkoholisches Ich langsam aus. Und machte Platz für anderes. Auch erstmal für die Leere, die es hinterließ, während es schrumpfte. In die Leere konnte - und ich dann hineinwachsen. Und kann mir eine neue Außenhaut aufbauen; manche Steine der alten Fassade taugen noch, andere nicht. Mein Haus - mein Ich ist jetzt ein anderes als vorher. Und mein alkoholisches Ich ist jetzt und für immer in mir wie eine kleine Rosine, und als solcher Teil von mir. Ich kann gut damit leben. Dass es in mir ist, für immer, bedeutet, dass ich immer achtsam sein darf.
Und das bedeutet für mich auch, dass ich mein Leben selbst gestalten kann.

Lg. Hans G24h