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AA-Literatur im Meeting
Di 2 Jun 2026 14:58
Darf im Meeting nur hausgemachte AA-Literatur verwendet werden?
Die Antwort steht für mich in den AA-Traditionen. Dort finde ich, dass wir die AA-Botschaft zum noch Leidenden bringen sollen und nicht irgendeine andere Botschaft. Und die AA-Botschaft ist halt nun die von der Genesung mit den 12 Schritten. Und andererseits gibt es eine Tradition, wo erinnert wird, dass wir nicht Stellung nehmen zu Fragen außerhalb unserer Gemeinschaft. Überall sonst im Leben kann jeder die Literatur verwenden, die ihm hilft, und es gibt Unmengen an wertvollen Büchern. Aber in einem AA-Meeting und am Literaturtisch hat eben nur AA-Literatur was verloren. Sonst kennt sich ein Neuer oder Interessierter nicht aus, was die AA ist oder welche Botschaft die AA eigentlich weiter vermitteln will
Lg. Hans G24h
„Heute. Gedanken zum Tag“
Di 2 Jun 2026 9:10
Der Weg nach oben gib es weiter
Hier sind die Schritte, die wir gegangen sind.
Anonyme Alkoholiker, S. 68
Dies sind die Worte, die die Zwölf Schritte einleiten. In ihrer direkten Einfachheit räumen sie alle psychologischen und philosophischen Erwägungen über die Richtigkeit der Schritte beiseite. Sie beschreiben, was ich tat; ich ging die Schritte, und das Ergebnis war Nüchternheit. Diese Worte bedeuten nicht, dass ich den ausgetretenen Pfad gehen soll, den andere vor mir gingen. Vielmehr sagen sie mir, dass es für mich einen Weg gibt, nüchtern zu werden, und dass es ein Weg ist, den ich finden muss. Es ist ein neuer Weg, und er führt ins grenzenlose Licht auf dem Gipfel des Berges. Die Schritte zeigen mir, wo ich sicher stehen kann, und warnen mich vor den Abgründen, die ich besser meide. Sie versorgen mich mit dem Rüstzeug, das ich auf den vielen Abschnitten dieser einsamen Reise meiner Seele brauchen werde. Wenn ich von dieser Reise spreche, teile ich meine Erfahrung, Kraft und Hoffnung mit anderen.
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans G24h deine Gedanken dazu ?
Der 6.) Schritt (aus meiner Sicht)
Mo 1 Jun 2026 7:19
Ich war völlig bereit, alle meine Charakterfehler von Gott (wie ich ihn sehe) beseitigen zu lassen.
Bin ich wirklich bereit alle meine Charakterfehler von Gott beseitigen zu lassen???
Das ist hier die große Frage. Wenn ich wieder einmal körperlich, geistig und seelisch am Boden war, da hatte ich Gott gebeten (gebettelt) mich von meinen Qualen zu befreien. Sobald ich mich besser fühlte, bat ich dann auch noch mich vom sinnlosen trinken zu befreien, oder hatte ich alle guten Vorsätze wieder vergessen und trank munter weiter. Erst als ich wieder meinen Tiefpunkt erreicht hatte, war ich kurz bereit, das erste Glas Alkohol stehen zu lassen und ich bat Gott (wie ich ihn heute verstehe) mir zu helfen. Durch eine gründliche und furchtlose Inventur habe ich in mir so viele Fehler entdeckt: Selbstmitleid, Kritiksucht, Unehrlichkeit, Gereiztheit, Ärger über die Anderen und noch vieles mehr. Jetzt muss ich mich fragen ob ich wirklich bereit bin diese Fehler von Gott beseitigen zu lassen, an denen ich eine Sauf zeit lang gehangen bin.
Bin ich wirklich bereit ein neues unbeschwertes Leben aufzubauen, weil mein altes nichts mehr taugte.
Solange ich getrunken hatte wollte ich die Probleme gar nicht wahrhaben, jetzt aber stand ich ohnmächtig vor einen großen Trümmerhaufen. Nun stehe ich wieder vor einer Entscheidung: Will ich es allein mit meinen eigenen Willen diese Fehler beseitigen oder will ich mit Hilfe der Höheren Macht (wie ich sie heute verstehe) probieren. Es steht mir frei, niemand zwingt mich dazu eine Höhere Macht in Anspruch zu nehmen.
Also die Entscheidung wie es so schön heißt liegt bei mir selber.
Lg. Hans G24h
„Heute. Gedanken zum Tag“
Mi 20 Mai 2026 11:52
Einen Tag nach dem anderen
Vor allem aber, versuche es – einen Tag nach dem anderen.
Wie Bill es sieht, S. 19
Warum mache ich mir selbst vor, dass ich nur für heute das erste Glas stehen lassen muss, wenn ich doch ganz genau weiß, dass ich in meinem ganzen Leben nie wieder trinken darf? Ich mache mir gar nichts vor, denn einen Tag nach dem anderen ist wahrscheinlich die einzige Möglichkeit, auf die ich das Ziel der langfristigen Nüchternheit erreichen kann. Indem ich mir vornehme, mein ganzes Leben nie wieder zu trinken, stelle ich mir eine Falle. Wie kann ich sicher sein, dass ich nicht zu trinken werde, wenn ich nicht weiß, was die Zukunft bringen mag? Auf der Grundlage von “Nur für Heute“ bin ich zuversichtlich, dass ich für diesen einen Tag das erste Glas stehen lassen kann. So starte ich mit Zuversicht. Am Ende des Tages belohnt mich der Erfolg. Erfolg fühlt sich gut an, so dass ich mehr davon haben will!
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans
Die 12 Verheißungen oder Versprechungen
Do 14 Mai 2026 12:21
(Blaues Buch / Seite 96)
Wenn wir in diesem Abschnitt unserer Entwicklung sehr gewissenhaft sind, werden wir verblüfft sein, noch bevor wir den Weg zur Hälfte zurückgelegt haben.
Wir werden eine neue Freiheit und ein neues Glück kennen lernen. Wir wollen die Vergangenheit weder beklagen noch die Tür hinter ihr zuschlagen. Wir werden verstehen, was das Wort Gelassenheit bedeutet und erfahren, was Frieden ist. Wie tief wir auch gesunken waren, wir werden merken, dass andere aus unseren Erfahrungen Nutzen ziehen können. Das Gefühl der Nutzlosigkeit und des Selbstmitleids wird verschwinden. Unsere Ichbezogenheit wird in den Hintergrund treten, das Interesse an unseren Mitmenschen wachsen. Unsere Selbstbezogenheit wird dahinschmelzen. Unsere Einstellung zum Leben und unsere Erwartungen werden sich ändern. Angst vor den Menschen und vor wirtschaftlicher Ungewissheit werden schwinden. Ohne lange nachzudenken, werden wir jetzt mit Situationen fertig, die uns früher umgeworfen haben. Plötzlich wird uns bewusst, dass Gott für uns das erledigt, wozu wir al-lein nicht in der Lage sind.
Sind das alles übertriebene Versprechen? Wir meinen nicht.
Sie werden überall bei uns Wirklichkeit.
manchmal schneller, manchmal langsamer.
Sie werden sich immer erfüllen, wenn wir daran arbeiten!
Auszug aus dem Buch Anonyme Alkoholiker Seite 96-97 mit Genehmigung der AA World Service, Inc.
Lg. Hans
DER FÜNFTE SCHRITT (aus dem kleinen braunen Buch)
Mi 13 Mai 2026 7:49
Wir gaben Gott, uns selbst und einem anderen Menschen gegenüber unverhüllt unsere Fehler zu.
Die im Fünften Schritt gegebene Empfehlung liest sich leichter, als sie zu bewerkstelligen ist. Wieder wird uns etwas angeraten, was uns zunächst ziemlich arg gegen den Strich geht.
Wir sollen mit einem anderen über uns reden und daraus Nutzen ziehen. Skepsis wird wach, Erinnerungen an die Trinkerzeit, in der wir oft enthemmt und unkontrolliert bereit waren, all unseren vorhandenen oder vermeintlichen Kummer anderen vorzulabern. Ob der andere das nun gerade hören wollte oder nicht, darauf nahmen wir keine Rücksicht. Diese wehmütigen, selbstzerfleischenden Geständnisse, die wir übertreibend abspielen ließen und wiederholten wie eine Schallplatte, die in einer Rille hängt, haben nie den erwarteten Erfolg gehabt. Am Ende eines solchen Gespräches waren wir einsamer als vorher. Traurig und weinerlich saßen wir vor dem nächsten Glas.
Lg. Hans
Anonyme Alkoholiker, S. 83
Di 12 Mai 2026 16:15
Der leichtere, bequemere Weg
Wenn wir diesen lebenswichtigen Schritt überspringen, könnten wir vom Trinken nicht loskommen.
Anonyme Alkoholiker, S. 83
Sicherlich habe die Gelegenheit, mich dem zu stellen, wer ich war, nicht mit Begeisterung ergriffen – besonders dann, wenn das Leiden meiner Sauftage wie eine dunkle Wolke über mir hing. Bald aber ich hörte im Meeting von einem Mitglied, das Schritt Fünf einfach nicht machen wollte und weiterhin in die Meetings kam, zitternd vor den Schrecken des Wiedererlebens seiner Vergangenheit. Der leichtere, bequemere Weg ist es, diese Schritte Richtung Freiheit von unserer tödlichen Krankheit zu machen und unser Vertrauen in die Gemeinschaft und die Höhere Macht zu setzen.
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans
Aus 1973 zu den 12 Schritten
Mo 11 Mai 2026 16:44
Nur in Demut bekomme ich Kontakt
Früher hatte ich damit große Schwierigkeiten und verzweifelt gab ich auf. Selbstverständlich war ICH nicht daran schuld, sondern scheinbar gab es für mich keinen Gott. Heute bin ich eines besseren belehrt. Heute kenne ich den Schlüssel zu seiner Tür. Es ist die vorher bereits erwähnte Demut. Nur in Demut kann ich meinen Schöpfer erkennen, indem ich mein eigenes ICH herabsetze, indem ich mir selbst all meine Fehler eingestehe. So wird er mich hören und so verstehe ich das Beten.
"Beten" kommt nicht von "Bitten", sondern ist ein Wortbegriff für jede innige Zwiesprache mit jener Kraft, die größer ist als ich selbst. Und nur wenn ich bereit bin, wenn ich demütig von meinem hohen Ross absteige und in mich gehe nur dann bekomme ich Kontakt. Dieser Kontakt, dieses Erlebnis, dass ich mit Menschen um mich und mit Gott in mir eins werde, befreit mich von der Bedrückung, die mir alle meine Fehler auferlegen. Ich gewinne neue Hoffnung, ich werde frei. So frei, dass es mir heute leichter fällt auch dem oder jenen Menschen meine Fehler offen zuzugeben, denn das führt schließlich zur gegenseitigen Achtung und zur Achtung vor sich selbst.
Lg. Hans
„Heute. Gedanken zum Tag
Mo 11 Mai 2026 16:40
Die Vergangenheit ist vorbei
Die Erfahrung der AA hat uns gelehrt, dass wir nicht allein leben können mit unseren drückenden Problemen und Charakterfehlern, die Schwierigkeiten hervorrufen oder bestehende verschlimmern. ... mit Hilfe des Vierten Schrittes ... die Erfahrungen, die wir am liebsten vergessen möchten, traten besonders stark hervor. ... wird es umso dringlicher, dass wir damit aufhören, allein mit den quälenden Gespenstern von gestern zu leben. Wir müssen mit jemandem darüber sprechen.
Zwölf Schritte und Zwölf Traditionen, S. 52
Was auch immer geschehen ist, ist vorbei. Es kann nicht geändert werden. Aber meine Einstellung dazu kann geändert werden, indem ich mit denen, die vor mir kamen und mit Sponsoren rede. Ich kann mir wünschen, dass die Vergangenheit nie gewesen wäre, aber wenn ich im Hinblick auf das, was ich getan habe heute anders handle, wird sich meine Einstellung ändern. Ich brauche dann die Vergangenheit nicht wegzuwünschen. Ich kann meine Gefühle und Einstellungen ändern, aber nur durch meine Taten und die Hilfe meiner Weggefährten in AA.
Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans G24h
5. Tradition der AA
Do 7 Mai 2026 14:48
Die Hauptaufgabe jeder Gruppe ist, unsere AA-Botschaft zu Alkoholiker zu bringen, die noch leiden. Hier wird hervorgehoben, dass überwiegend die Gruppe und nicht das einzelne Mitglied sich um den leidenden Alkoholiker kümmern soll. Die AA ist nicht Sache eines Einzelnen sondern der Gruppe. Wir sind keine Solosänger sondern wirken besser im Chor, hat jemand einmal gesagt. Die Erfahrung lehrt auch, dass so mancher Alleingang im 12. Schritt im Rückfall geendet hat. Wenn es der Hauptzweck einer Gruppe ist, die Botschaft weiterzugeben an Alkoholiker, die noch leiden, dann bedeutet das, dass wir in erster Linie die Gruppe durch unsere Mitarbeit gesund erhalten. In der Gruppe findet dann, der noch leidende Alkoholiker einen Ort wo er sich wohlfühlen kann, wo er Alkoholiker trifft, die er als Alkoholiker versteht. Je angenehmer, je toleranter, je ehrlicher, je verständlicher er die Gruppe findet, umso eher wird er bleiben, und so leichter wird er die Botschaft verstehen. Die 5. Tradition lässt völlig frei und offen, was der noch leidende Alkoholiker aus der Botschaft macht. Es heißt, die Botschaft weitergeben aber es heißt nicht, den Alkoholiker zu überreden, die Botschaft anzunehmen. Auch als Gruppe sind wir Machtlos den Alkohol gegenüber, und wir können lediglich die Botschaft weitergeben. Die Gruppe ist kein Krankenhaus, wo die körperlichen Schäden geheilt werden. Wir sind auch keine Psychologen, wo Ehen gekittet werden, dazu sind andere Stellen zuständig. Wenn wir in ein Krankenhaus gehen, die Alkoholiker, die dort behandelt werden über AA zu informieren, dann ist es wiederum die Gruppe, die eine kontinuierliche Weitergabe der Botschaft eher garantieren kann, als der Einzelne. Die Gruppe hat mehrere Mitglieder sodass ein anderes einspringen kann, wenn ein Mitglied ausfällt. Wenn wir die Botschaft weitergeben, sollten wir keine Erwartungshaltung in den noch leidenden Alkoholiker wecken, dem wir die Botschaft bringen. Wir sollten das tun, was wir können, und überlassen alles übrige der Höheren Macht, wie wir sie verstehen.
Lg. Hans G24h
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