Forum Einträge



OLDTIMER Nüchternheit erleben.
Do 6 Mär 2025 23:00
Ich wünsche mir zusehends einfach echt zu sein, zu zeigen und zu erzählen, wie ich das Programm lebe und das Bewusstsein zu suchen, nicht das Maß der Dinge zu sein. Wenn ich heute über Bill lese „Wenn irgendjemand irgendwo um Hilfe ruft, möchte ich, dass die Hand der AA ausgestreckt ist, denn: Ich bin verantwortlich.“ (Wie Bill es sieht Nr. 332) nachdenke, fühle ich mich auch verantwortlich. Ich weiß ich bin wichtig, denn ich bin ein Teil der AA. Ich habe nicht vergessen, dass ich einmal alte AA-Freunde auf ein Podest gestellt habe. Ich hatte ja auch selber meine Zeit, wo ich mich gemütlich darauf sonnte. Wenn ich heute so etwas bemerke, versuche ich schleunigst diesen Platz zu verlassen und zu vermitteln, dass ich ersetzbar und entbehrlich und nur für heute durch die Gnade Gottes trocken bin. Ich denke mir heute: „Nein, ich nicht mehr. Es gibt immer andere, die schon darauf warten.“ Inzwischen weiß ich, dass es möglich ist in AA 40, oder mehr Jahre zufriedener Nüchternheit zu erleben. Ich wünsche mir für mich, dass ich auch noch ein ordentliches Stück nüchternes Leben geschenkt bekomme.
Lg. Hans G24h


Die Hoffnung nicht aufgeben.
Mo 3 Mär 2025 8:46

Wie können wir die Öffentlichkeit besser über die AA-informieren?

Wenn wir in den Gruppen unser Programm, 12 Schritte, 12 Traditionen und Dienen in AA nicht kennen, annehmen und praktizieren, wie soll uns dann die Öffentlichkeit ernst nehmen? Solange in Meetings immer wieder gesagt wird: In AA brauchst du gar nicht tun, AA ist ein Selbstbedienungsladen usw., da wird sich auch in Zukunft nicht viel ändern. Wenn irgendjemand irgendwo um Hilfe ruft, möchte ich, dass die Hand von AA ausgestreckt ist, Denn ich bin verantwortlich das sollte wieder zum Mittelpunkt unser Meeting werden. In diesem Sinne habe ich beschlossen etwas intensiver mit den Zwölf Schritten und den zwölf Traditionen zu befassen. Denn meine eigene Erfahrung kann ich im Meeting teilen und auch die Erfahrungen aus unserem Programm. Denn es ist klar, dass ich nichts weitergeben kann was ich selbst nicht habe. Wir sollten bedenken, dass unsere Homepage auch etwas zur Darstellung der AA-Gemeinschaft in der Öffentlichkeit beitragen kann.
Lg. Hans G24h


Aus Intern 422
So 2 Mär 2025 13:13
Die Gesellschaft verändert sich
Auch die Gesellschaft, deren Teil wir AA sind, verändert sich mit zunehmender Geschwindigkeit. Der Alkoholismus bleibt derselbe, aber der Umgang der Menschen damit und die Wege, wie wir Hilfesuchende erreichen, verändern sich. Um auch in Zukunft nicht nur nüchtern zu bleiben, sondern darüber hinaus anderen zur
Nüchternheit zu verhelfen, müssen wir uns diesem Wandel stellen. Denn wenn die Gesellschaft sich verändert und wir stehen bleiben, ist das Ergebnis absehbar. Die Herausforderung besteht darin, unsere Identität zu bewahren und gleichzeitig ein nützlicher Teil einer sich wandelnden Gesellschaft zu bleiben. „Unsere Beziehungen zur Öffentlichkeit stützen sich mehr auf Anziehung als auf Werbung“.
Und das setzt Sichtbarkeit und Attraktivität unserer Gemeinschaft und unseres Programms voraus. Nur eine sichtbare und begreifbare ausgestreckte Hand der AA kann ihren Zweck erfüllen. Unser Angebot muss Hilfesuchende dort erreichen, wo sie stehen, und nicht dort, wo wir sie gerne hätten. Aber woher wissen wir, wo sie stehen und was sie anspricht? Was trägt dazu bei, dass neue Mitglieder zu uns finden, bleiben und ihren Weg zur Genesung gehen?
Lg. Hans G24h


Miteinander Erfahrung teilen.
Sa 1 Mär 2025 8:07

Jeder schreibt ja von seinen eigenen Erfahrungen. Ich schreibe, wenn ich schreibe, über meine Erfahrungen. Die kann jeder hinnehmen oder kommentieren, kann seine Sichtweise darlegen und mich damit an seinem trockenen Weg teilhaben lassen. Damit kann ich meinen Weg immer wieder überdenken und Notfalls korrigieren. Das ist für mich Austausch. Jeder kann auf jedes Thema selbst Einfluss nehmen, wenn er oder sie andere Erfahrungen gemacht hat.

Ich bitte Euch um ein Feedback

Lg.Hans G24h


So läuft ein Meeting ab.
Fr 28 Feb 2025 17:48

Prinzipiell ist jede Gruppe autonom und kann daher das Meeting nach eigenen Vorstellungen gestalten. Jedoch gibt es einige Gemeinsamkeiten, die in jedem AA-Meeting weltweit gleich sind:
Am Beginn werden die Präambel und die 12 Schritte gelesen. Eventuell wird auch zusätzlicher Text aus der AA-Literatur gelesen.
Danach beginnt der Hauptteil des Meetings, in dem sich jeder zu Wort melden kann. Es gibt dabei nur zwei Regeln:
1. Jede(r) kann ausreden, und ihm/ihr wird zugehört. Wir reden niemals durcheinander.
2. Wir reden nur von uns selbst, nicht über andere. Wir kommentieren auch nichts, was andere gesagt haben.
Jede(r) kann sich zu Wort melden, muss aber nicht. Man kann auch einfach nur zuhören und muss gar nichts sagen.

Nach den Wortmeldungen wird das Meeting mit dem gemeinsamen Sprechen des "Gelassenheitsgebets" beendet:
(Gott/Höhere Macht) gebe mir die Gelassenheit,
Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, dass eine vom anderen zu unterscheiden.
Lg. Hans


Der dritte Schritt eines Alkoholikers aus 1973
Fr 28 Feb 2025 17:27
A.A. - die Brücke zur höheren Kraft

Ermöglichen es uns nicht erst die Wege, dass wir uns frei bewegen können? Erst wenn man seinen Weg gefunden hat, ist man frei und nicht mehr gefangen im Dschungel des alkoholischen Denkens. Selbstverständlich muss ich mir die Steine selbst aus dem Weg räumen, denn viele sind Trümmer meiner eigenen Vergangenheit. Aber es geht vorwärts. Ich habe ein Programm. Ich betrachte die Meetings der Anonymen Alkoholiker als Meilensteine am Wegrand. Wenn ich wenig Meetings besuche, komme ich nur langsam voran. Dabei kann man mich leicht aus dem Gleis werfen. Das ist nicht gut. Fahre ich jedoch zu schnell, übersehe ich die Kurve oder kann sie nicht richtig einschätzen und Fliehkräfte schleudern mich aus den Schienen.
Alles liegt an mir. Ich bestimme das Tempo. Das ist meine Freiheit. Wenn Dir das nicht genügt, dann kannst Du ja anhalten, aussteigen, rückwärtslaufen. Das ist Deine Freiheit.

12 Schritte zur geistigen Freiheit

Du kannst auch wieder Trinken, wenn Du meinst, dass das die wahre Freiheit ist. Von mir aus, bis Dir der Schnaps zu den Ohren rausläuft. Das ist Deine Sache. Nicht die meine. Ich habe mich entschlossen diesen Weg zu gehen. Den Weg der 12 Schritte der A.A.. Obwohl ich am Anfang ständig an diesem Fahrplan herumbastelte und ihn ändern wollte, haben mir meine Freunde, die länger nüchtern sind, bewiesen, dass es der kürzeste Weg zum Ziel ist. Nur das Tempo bestimme ich. Das ist meine Freiheit. Auf meinem Weg mit Gott, so wie ich ihn verstehe.
Lg. Hans G24h


Sicht eines Alkoholikers aus 1973
Di 25 Feb 2025 15:26

Geistiges Wachstum durch lernen

So wurde ich bereit zu LERNEN. Lernen - das ist der Weg, der zur geistigen Genesung führt. Lernen - das heißt auch annehmen", Lernen heißt, das Wissen der Menschheit "akzeptieren". Ich lernte die Menschen, denen ich in meinen nassen Jahren die Schuld an meinem Unglück in die Schuhe geschoben hatte, wieder zu achten.
Und langsam stieg meine Selbstachtung. Dabei war ich immer bedacht, in der Mitte zu bleiben. Als Alkoholiker, der ich immer bleiben würde, war mir ein gut ausgefüllter Posten im Mittelstand bekömmlicher, als der Seiltanz unter den oberen Zehntausend. Über mir musste noch Platz bleiben. Raum für eine Kraft, die größer war als ich selbst. Diese Kraft wurde langsam ein Begriff für mich Zwar konnte ich mir davon kein Bild machen, keine konkrete Vorstellung - aber ich konnte an sie glauben.
Lg. Hans G24h


„Heute. Gedanken zum Tag“
Mo 24 Feb 2025 14:31
Ein dankbares Herz
Ich versuche ernsthaft, mich an die Wahrheit zu halten, dass ein volles und dankbares Herz sich nichts vormacht. Wer voller Dankbarkeit ist, dessen Herzschlag strömt nur Liebe aus, die schönste Empfindung, die wir je kennen können.

Wie Bill es sieht, S. 45
Mein Sponsor sagte mir, ich solle ein dankbarer Alkoholiker sein und immer eine „Haltung der Dankbarkeit“ bewahren – denn Dankbarkeit sei die Grundzutat für Demut, Demut die Grundzutat der Anonymität und „Anonymität die spirituelle Grundlage all unserer Traditionen, die uns immer daran erinnert, Prinzipien über Persönlichkeiten zu stellen“. Als Resultat dieser Führung beginne ich jeden Morgen auf meinen Knien und danke Gott für drei Dinge: Ich lebe. Ich bin nüchtern und ich bin Mitglied der Anonymen Alkoholiker. Dann versuche ich eine „Haltung der Dankbarkeit“ zu leben und genieße ausgiebig weitere 24 Stunden des AA-Lebensweges. AA ist nicht etwas, dem ich mich angeschlossen habe; es ist etwas, das ich lebe.

Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg.Hans G24h


AA-Öffentlichkeitsarbeit – Information Homepage
Fr 21 Feb 2025 7:42

Wenn es innerhalb einer Region eine Homepage gibt, die über AA informiert, dann ist es nur zu begrüßen. Da brauchen wir keine erhobenen Zeigefinger von einer Seite die versuchen, uns vorzuschreiben, was wir machen sollen oder dürfen. Auch hier sollten sich die Kritiker aus ihren Bunkern heraustrauen und Konstruktiv mitarbeiten. Ich erinnre mich gerne daran, dass ich einen Zeitungartikel ausgeschnitten hatte, auf dem unten stand. Es ist keine Schande, krank zu sein-aber es ist eine Schande, nichts dagegen zu tun. Sie erreichen uns unter folgende Telefonnummer. Das war eine gute Information und es wäre heute auch noch eine gute Idee, das zu tun. Die Anonymen Alkoholiker sollten kein Geheimbund sein und offen auf die Öffentlichkeit zugehen. Ich habe es für mich so gehalten, dass alle die in meinem persönlichen Umfeld sind, von meiner Alkoholkrankheit wussten. Ich habe keine Reklame für AA gemacht. Wenn ich aber gefragt wurde, habe ich meine Zugehörigkeit zu AA bekannt. Wie sonst kann sich die Öffentlichkeit ein Bild von einem Alkoholiker machen, wenn sie keinen persönlich kennt. Die Zeiten wo sich AA verstecken muss sind längst vorbei zu mindestens glaube ich das heute. Unter Öffentlichkeitsarbeit verstehe ich die Aufklärung bzw. die Information der Öffentlichkeit über die Gemeinschaft der Anonymen Alkoholiker im Sinne der Fünften Tradition. Das einzige Ziel ist es, noch leidenten Alkoholiker Hilfe zu bringen- auch im Sinne des zwölften Schrittes.
Lg. Hans G24h


Ich war auch einmal ein Neuer.
Di 18 Feb 2025 8:28
Weitergeben ist meine Aufgabe.
Wie wichtig sind mir heute die Neuen? Natürlich muss ich heute die mir geschenkte Gnade der Trockenheit und der wiedererlangten geistigen Nüchternheit an diejenigen weitergeben, welche noch zweifelnd an der Tür zu AA stehen-eben an die Neuen, was mir zu meiner wichtigsten Hauptaufgabe geworden ist. Nichts festigt meine eigene Trockenheit so sehr, als wenn ich merke, meine mitgeteilte Erfahrung ist so angekommen, wie sie früher auch mir gegenüber gewirkt hat, und sei es nur ein wenig. Ein innerliches Wohlgefühl macht sich dann breit, welches aber nicht zur Selbstgefälligkeit führen darf. So sehe ich heute mein Hauptanliegen darin, anderen Betroffenen zu den möglichen guten Leben, wie ich es selbst wiedererlangt habe, zu verhelfen. Nichts ist mir wichtiger als die Neuen, darum versuche ich immer meine Gedanken weiterzugeben und niederzuschreiben.
Lg. Hans G24h