Forum Einträge



Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“
Mi 23 Okt 2024 6:08
Schuster, bleib bei deinen Leisten
„Schuster, bleib bei deinem Leisten.“... Besser, eine Sache wohlgetan, als viele Dinge schlecht. Das ist das Hauptthema dieser Tradition (Fünf). Auch in unserer Gesellschaft würde Einigkeit herrschen, wenn sich jeder dieser These bediente. Die Lebensfähigkeit unserer Gemeinschaft steht und fällt mit diesem Prinzip.

Zwölf Schritte und Zwölf Traditionen, S. 144
Das Überleben von AA hängt von der Einigkeit ab. Was würde geschehen, wenn eine Gruppe sich entschlösse, eine Stellenvermittlung, ein Behandlungszentrum oder eine soziale Einrichtung zu werden? Eine zu große Spezialisierung führt zu keiner Spezialisierung, sondern zu einer Verzettelung der Bemühungen und schließlich zum Verfall. Ich habe die notwendigen Voraussetzungen, meine Leiden und meinen Weg der Genesung mit dem Neuen zu teilen. Übereinstimmung mit dem Hauptzweck von AA gewährleistet die Sicherheit des wunderbaren Geschenks der Nüchternheit, daher trage ich eine enorme Verantwortung. Das Leben von Millionen Alkoholikern ist eng mit meiner Fähigkeit verbunden, „die Botschaft an den noch leidenden Alkoholiker weiterzugeben“.

Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans


Die folgenden Zeilen stammen aus einem Sonderdruck der AA- Infor
Mo 21 Okt 2024 16:17


Eine gute Hilfe für HEUTE
Letztlich hilft mir dieser Schritt auch im "JETZT" meine mitmenschlichen Beziehungen zu verbessern, Wenn ich mir alle die Charakterzüge und Fehlhaltungen ins Gedächtnis rufe, die während meiner nassen Zeit andere Menschen kränkten, treffe ich gleichzeitig die beste Vorsorge, diese Fehler heute nicht zu wiederholen. Ich will mich dabei stets an die Regel halten, dass ich Dinge, die ich selbst tat, offen zugebe, während ich aber gleichzeitig alles Unrecht, das ich wirklich oder vermeintlich erlitten habe, willig verzeihe. Ich darf dabei weder meine, noch die Fehler der anderen übertreiben, sondern muss mich bemühen, alles ruhig und objektiv zu betrachten. Dabei hilft mir mein Leitspruch:
GOTT - gib mir die Gelassenheit, die Dinge anzunehmen, die ich nicht ändern kann; den Mut, die Dinge zu ändern, wenn ich es kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."
LG. Hans G24h



Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“
Sa 19 Okt 2024 13:14
Die Pfahlwurzel der AA
Die Tatsache, dass wir nicht auf Dauer standhaft bleiben können, wenn wir nicht zuerst unsere vollständige Niederlage eingestehen, ist die Wurzel des Baumes, aus der unsere Gemeinschaft wuchs und blühte.

Zwölf Schritte und Zwölf Traditionen, S. 20
Im vollen Bewusstsein meiner Niederlage gelangte ich an die Türen von AA, allein und voller Angst vor dem Unbekannten. Eine Macht außerhalb von mir selbst hatte mich aus dem Bett geholt, ans Telefon geführt, zur Bushaltestelle und durch die Türen der Anonymen Alkoholiker. Als ich bei AA war, hatte ich das Gefühl, geliebt und akzeptiert zu werden, etwas, das ich seit meiner frühen Kindheit nicht mehr gespürt hatte. Möge mir nie das Gefühl dieses Wunders, das ich am ersten Abend mit AA erlebte, verlorengehen. Es war das größte Ereignis meines Lebens.

Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans G24h


Wie Bill es sieht.
Mi 16 Okt 2024 9:55

Ein neues Leben
Ist Nüchternheit alles, was wir vom geistigen Erwachen erwarten? Nein, Nüchternheit ist nur ein dürftiger Anfang; sie ist nur das erste Geschenk des ersten wachten Wachwerdens. Wollen wir mehr Geschenke erhalten, müssen wir wach bleiben. Je länger das anhält, desto mehr können wir Stück für Stück das alte Leben, das nichts taugte, beiseite legen, denn das neue Leben kann und wird funktionieren; ganz gleich unter welchen Umständen. Ob wir in dieser Welt Erfolg oder Pech, Leid oder Freude, Krankheit oder Gesundheit haben oder gar den Tod erleben – wir können ein neues Leben voll unendlicher Möglichkeiten führen, wenn wir bereit sind, im Leben die zwölf AA-Schritte zu praktizieren.
Lg. Hans G24h


Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“
Di 15 Okt 2024 13:47
Meine Kontrollliste, nicht deine
Klatsch, gespickt mit moralischer Entrüstung, ist eine gängige Art des Rufmordes, der auch für uns seine Reize hat. Hier versuchen wir nicht, denen zu helfen, die wir kritisieren. Wir versuchen nur, unsere eigene Rechtschaffenheit hervorzuheben.
Zwölf Schritte und Zwölf Traditionen, S. 63
Manchmal merke ich erst am Ende des Tages, dass ich über jemanden geklatscht habe. Wenn ich meine tägliche Inventur mache, erscheint mein Klatschen wie ein Fleck in meinem sonst so wunderschönen Tag. Wie konnte ich nur so etwas sagen? Klatsch zeigt sein hässliches Gesicht während einer Kaffeepause oder einem Mittagessen mit Geschäftspartnern. Es kann auch passieren, dass ich abends, wenn ich müde von der Arbeit des Tages bin, über jemanden herziehe und selbstgerecht mein Ego auf Kosten eines anderen aufblase. Charakterfehler wie Tratscherei schleichen sich in mein Leben ein, wenn ich mich nicht ständig bemühe, die Zwölf Schritte der Genesung zu arbeiten. Ich muss mir vor Augen halten, dass meine Einzigartigkeit der Segen meines Daseins ist und dass dies auch auf jeden anderen zutrifft, dem ich auf meinem Lebensweg begegne. Heute ist die einzige Inventur, die ich machen muss, meine eigene. Ich überlasse die Beurteilung anderer der höchsten Instanz – der göttlichen Vorsehung.

Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg.Hans


Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“
Mo 14 Okt 2024 15:55
Ein Programm für das Leben
Vor dem Einschlafen gehen wir die Ereignisse des Tages in Gedanken durch. ... Beim Erwachen wollen wir über die 24 Stunden nachdenken, die vor uns liegen. ... Vorher bitten wir Gott, unsere Gedanken zu leiten. Besonders bitten wir darum, dass unser Denken frei bleibt von Selbstmitleid, Unehrlichkeit und selbstsüchtigen Motiven.

Anonyme Alkoholiker, S. 99/100
Mir fehlte es an Gelassenheit. Es gab mehr zu tun, als möglich schien, und ich fiel immer weiter zurück, egal wie sehr ich mich auch bemühte. Sorgen über Unerledigtes von gestern und Furcht vor den Fristen von morgen nahmen mir die Ruhe, die ich brauchte, um jeden Tages effektiv zu sein. Bevor ich den Zehnten und Elften Schritt machte, fing ich an, Abschnitte wie den obenstehenden noch einmal zu lesen. Ich versuchte, mich auf Gottes Willen und nicht auf meine Sorgen zu konzentrieren und darauf zu vertrauen, dass er meinen Tag meistern würde. Es funktionierte! Langsam zwar, aber es funktionierte!

Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 2019 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Lg. Hans G24h


Unser Weg /ältere Version der 12 Schritte
Sa 12 Okt 2024 13:35
DER ZEHNTE SCHRITT
Wir setzten die Inventur bei uns fort, und wenn wir Unrecht hatten, gaben wir es sofort zu.

Jetzt sind wir im Programm der Anonymen Alkoholiker im Heute. Die Schritte eins bis neun halfen uns, die Vergangenheit zu überdenken, zu ordnen, aus Fehlern zu lernen und Brauchbares mitzunehmen in das jetzt beginnende neue Leben. Nachdem wir im Ersten Schritt kapituliert und in den folgenden Punkten des Programms bewusst Gott als Partner und Lenker in unser Leben genommen hatten, ging es in den Schritten vier bis neun um die Aufarbeitung des Gewesenen und dabei zuletzt vor allem um die Ordnung unserer mitmenschlichen Beziehungen.

Im Zehnten Schritt gibt uns das A.A.-Programm Empfehlungen für den Alltag an die Hand. Und zwar für den Alltag so wie er ist, mit seinen Ärgernissen und Freuden, mit seinem Einerlei und seinen Überraschungen. In diesem Alltag wollen wir uns bewähren; wir wollen anders leben als früher.

Doch wozu das? Genügte es nicht, wenn wir nicht mehr trinken? Hat der Freund nicht recht, der gesagt hat: "Ich darf alles, nur nicht saufen?"

An dieser Stelle kann die Meetings Abende füllende Diskussion nur angedeutet (und angeregt) werden: Ist unser Programm nur dazu da, dass wir nüchtern bleiben? Besteht der ganze Sinn meines weiteren Lebens nur in der Erhaltung meiner Nüchternheit oder ist die Erhaltung dieser Nüchternheit erst die Voraussetzung für ein darauf aufbauendes neues Leben? Dies letztere kommt sicherlich der Wahrheit und dem eigentlichen Sinn des Programms näher.
Lg. Hans G24h


Es gibt viel Neues zum Nachlesen im Newsletter.
Sa 12 Okt 2024 13:30

Ihr Lieben
es gibt wieder viel Neues im 12 Schritte Newsletter.

Willkommen an den Newcomer.

Was immer dir unklar ist, frag! Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten!

Alle Kontaktdaten findest du unten im Mail.
Lg. Hans


Die Entscheidung liegt bei mir selbst.
Mi 9 Okt 2024 13:08

Solange man sich immer nur vormacht, ein Alkoholproblem zu haben, scheint kontrolliertes Trinken funktionieren zu können...Problem gelöst.
Nun haben wir alle hier aber diese Grenze irgendwann überschritten, kontrolliert trinken zu können bzw. den Konsum von Alkohol selbst steuern zu können...von Menschen mit einem Alkoholproblem sind wir zu Alkoholikern geworden, letztendlich mit der Konsequenz, dass es für uns nur noch eine Lösungsmöglichkeit gibt - konsequent auf Alkohol in jeglicher Menge zu verzichten.
Solange man noch über Trinkmenge und Alkoholgehalt diskutiert, ist man noch mittendrin in der Akzeptanzphase - sprich, man hat noch nicht komplett akzeptiert, dass man tatsächlich Alkoholiker ist und sucht unbewusst immer noch nach Hintertürchen, vielleicht doch irgendwann mal wieder was trinken zu können.
Lg. Hans G24h


aus der Broschüre 1973 Sicht eines Alkoholikers
Mi 9 Okt 2024 9:04

Mein Ziel ist, bewusst zu leben.

Bewusst leben heißt aber, laufend Gewissensinventur zu machen, so wie es der 10. Schritt empfiehlt. Die zweite Forderung, nämlich getroffenes Unrecht sofort zuzugeben, ist damit unmittelbar verbunden. Ich vergleiche mein tägliches Tun und Handeln mit einer Kette verknüpfter Entscheidungen. Nach allem, was mir an Gedanken in den Kopf kommt, steht ein "Ja" oder "Nein", um es abzulehnen oder auszuführen. Das heißt, zur logischen Entscheidung im JETZT gibt es nur zwei Möglichkeiten. Da ich kein automatischer Rechner bin, der aus logischen Schaltungen und Verknüpfungen besteht, treffe ich sicher auch Fehlentscheidungen. Meist dauert es nicht lange, bis ich diese als solche erkenne. Jetzt stehe ich aber vor der großen Bewährung, diese Fehler auch sofort zuzugeben. Es ist eine meiner Schwächen, diese Fehler möglichst unbemerkt vertuschen zu wollen. Ich meine, ich vergebe mir etwas, wenn ich manchen verzapften Mist unumwunden eingestehe. Oft versuche ich das missglückte Ereignis mit einer weiteren "Notlüge" zu entschuldigen und dann dauert es nicht lange, bis ich mich durch an den Haaren herbeigezogenen Ausreden in ein unentwirrbares Lügennetz verstrickt habe. Erst in dieser Situation wird mir klar, dass es besser gewesen wäre, alles gleich zuzugeben, denn am Anfang wäre es noch ganz gut gegangen. Hier muss ich noch viel an mir arbeiten. Diese tägliche Inventur ist eine "Sofort-Kontrolle" meines Lebens und es liegt an mir, ob die Bilanz aus den roten Zahlen meiner alkoholischen Vergangenheit herauskommt.
Lg. Hans G24h