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Ältere Version aus 1985 ( Das kleine braune Buch)
Di 6 Jan 2026 23:00
DER ERSTE SCHRITT

Wir gaben zu, dass wir dem Alkohol gegenüber machtlos sind - und unser Leben nicht mehr meistern konnten.

Der Erste Schritt im Programm der Anonymen Alkoholiker ist wirklich der erste Schritt. Er steht am Anfang dessen, was wir später unser neues Leben nennen werden. Diesen ersten Schritt durch die Eingangstür in das neue Leben müssen wir als erstes tun. Da führt kein Weg vorbei, da gibt es kein Drumherum-Mogeln. Die anderen Schritte im A.A.-Programm sind zwar auch nummeriert, aber hier ist die Reihenfolge nicht mehr so verbindlich. Manche machen die im Zehnten Schritt empfohlene tägliche Gewissenserforschung schon bald, noch bevor sie in den Schritten zwei bis neun nennenswert vorangekommen sind.

"Wir haben zugegeben",

heißt es dort. Und noch bevor wir weiterlesen, was wir zugeben sollen, lohnt es sich, bei diesem ersten Halbsatz einen Augenblick lang zu verweilen. "Wir" - das sind wohl diejenigen, die uns dieses Programm aufgeschrieben haben. Sie hießen Bill und Bob. Deren Vornamen kennen wir, sie haben den Grundstein für die weltweite A.A.-Gemeinschaft gelegt. Die anderen "Wir" hießen vielleicht John und Dave, Alice oder Betty. Es waren Amerikaner, die gegen Ende der dreißiger Jahre durchweg auf lange Trinkerzeiten und weniger lange Zeiten der Nüchternheit zurückschauen konnten. Im Ringen gegen den sie übermächtig beherrschenden Alkohol hatten sie die Erfahrung gemacht, dass dieser Kampf gemeinsam erfolgreicher zu führen ist.

Deshalb also als erstes Wort im Ersten Schritt: "Wir". Als nun Bill, Bob, Jenny, John und Co. einige Zeit ohne Alkohol hinter sich gebracht hatten und immer mehr Alkoholiker zu der Gruppe gestoßen waren, standen sie nicht wenig erstaunt vor dem, was aus ihnen geworden war. In Gedanken gingen sie den Weg ihrer Entwicklung rückwärts und kamen zu dem Ausgangspunkt. "Wie war das eigentlich, womit hat es angefangen", fragten sie sich.Und da brauchten sie nicht lange überlegen. Waren auch die Wege der Entwicklung nicht einheitlich verlaufen, den ersten Schritt hatten sie alle gemeinsam gemacht: Wir haben zugegeben, dass wir dem Alkohol gegenüber machtlos waren. Und weil sie inzwischen in der Gemeinschaft Erfahrungen gesammelt hatten, weil sie auch die Rückfälle von Freunden miterlebt hatten, verbesserten sie ihre Erkenntnis: ..., dass wir dem Alkohol gegenüber machtlos sind.

Schon die Pioniere der A.A.-Gemeinschaft nämlich wussten, dass die Kraftlosigkeit gegenüber dem Alkohol ein bleibender Zustand ist. Daran ändert auch nichts die Tatsache, dass man den übermächtigen Alkohol für den heutigen Tag unter Kontrolle hat.
Lg. Hans G24h


Der 1.) Schritt (Mein erster Schritt)
Di 6 Jan 2026 10:52

Ich gab zu, dass ich den Alkohol gegenüber machtlos war – und mein Leben nicht mehr meistern konnte.
Bis zum ersten Schritt war es ein langer Weg. Es war für mich schwer zuzugeben, dass mich der Alkohol fertig gemacht hat. Jahrelang habe ich fest behauptet, ich könnte kontrolliert oder ganz aufhören zu trinken. Plötzlich entdeckte ich, dass ich nicht mehr kontrolliert trinken konnte. Wenn ich das erste Glas trank musste ich weiter trinken bis zum Vollrausch. Es wurde mir auch bewusst, dass ich alle meine Vorsätze und Versprechungen, nicht mehr zu trinken, gebrochen hatte. Oft war ich nahe daran mein unkontrolliertes trinken zuzugeben, aber ich habe mich geschämt. Also trank ich weiter und versank immer tiefer im Sumpf des Alkoholismus. Je mehr ich dagegen kämpfte umso schlimmer wurde es. Die Erfahrung hat auch immer gezeigt, dass ein Alkoholiker nur dann nüchtern werden und nüchtern bleiben kann, wenn ich für mich selbst das erste Glas stehen lasse. Vorübergehend konnte ich auch einmal nüchtern bleiben einem anderen Menschen zuliebe, oder weil ich Angst hatte, die Familie zu verlieren, oder sonst einen Grund, aber eben nur vorübergehend und dann wieder der Griff zur Flasche. Dann habe ich die Erfahrung mit den Anonymen Alkoholikern gemacht, die mir jene Hilfe geben konnten, die ich brauchte, nüchtern zu werden und zu bleiben. Dort konnte ich zugeben, dass ich Hilfe brauche. Ich bin Alkoholiker, weil ich nicht mehr kontrolliert trinken kann. Ich bin Alkoholiker, weil mein Trinken mir und mein ganzes Umfeld große Probleme schafft. Ich bin Alkoholiker, weil ich nicht mehr allein und ohne Hilfe das Trinken lassen kann. Ich bin Alkoholiker, ich bin ein kranker Mensch ich brauche Hilfe. Bei den Anonymen Alkoholikern kam ich zu der Überzeugung, dass ich das erste Glas stehen lassen muss und auch mein Leben ändern kann.
Lg. Hans G24h


Alkoholismus ist eine Krankheit
Mo 5 Jan 2026 9:59
Alkoholismus ist eine Krankheit die zum Stillstand gebracht werden kann.
Die Frauen und Männer gleichermaßen betreffen. Deshalb sind mit dem Begriff "Alkoholiker" Frauen und Männer gemeint. Unsere Homepage wendet sich in erster Linie an Alkoholkranke Frauen und Männer, die mit dem trinken aufhören möchten und an Menschen, die sich die Frage stellen, habe ich vielleicht ein Problem mit dem Alkohol? Natürlich wollen wir Angehörige von Alkoholkranken Menschen sowie die Öffentlichkeit und Fachleute, die sich für die Anonymen Alkoholiker interessieren, über uns informieren.

Lg. Hans G24h


Neues Jahr
Do 1 Jan 2026 20:25
Ich wünsche euch allen ein gutes vor allem viel Gesundheit und Zufriedenheit für 2026.
Mein Vorsatz für 2026 Erfahrung,Kraft und Hoffnung teilen und einfach glücklich sein

Gt 24 Std. Nur für Heute


An alle AA-Freunde
Di 30 Dez 2025 18:18

Ein neues Jahr steht vor der Tür, mach das Beste draus,
geht’s auch mal einen Schritt zurück, schau weiter gerade aus.
Wir wünschen euch Gesundheit und Frieden für das Neue Jahr 2026 weiterhin Erfahrung Kraft und Hoffnung teilen.

Lg.Renate und Hans G24h


Notwendigkeit aller 12 Schritte
So 28 Dez 2025 23:00
Das Programm besteht also nicht nur aus zwei Schritten, sondern zwischen den ersten und dem zwölften Schritt gibt es noch zehn weitere Schritte. Besonders die beiden Schritte mit der Inventur, also der vierte und der zehnte Schritt, waren für mich sehr wichtig. Bevor es nicht vor meiner eigenen Tür sauber ist, kann ich nicht Sauberkeit predigen. So oder so ähnlich erklären die alten AA-Freunde die Notwendigkeiten dieser beiden Schritte. Ich begann dann also irgendwann meine Lebensgeschichte aufzuschreiben und habe sie dann im Internet auf unserer Homepage veröffentlicht. Das war für mich ein großer Teil meiner Inventur. Unser Programm ist ein Lebensprogramm mit dem wir ein ganzes Leben zu tun haben, war und ist auch eine der Weisheiten, welche ich immer wieder im Meeting hörte. Wie wichtig das ist, weiß ich erst heute und deshalb versuche ich immer regelmäßig ins Meeting zu gehen. Auch heute ist mir die Weitergabe unserer Botschaft wichtig und noch wichtiger ist es, dass ich inzwischen das Wörtchen - nachdem- (Ich durch diese Schritte) gegangen bin. Auch jeden Neuen im Meeting sehe ich heute als Bereicherung. Ich werde alles Versuchen weiterzugeben, denn ich vergesse dadurch nie, wo ich am Anfang gestanden bin-nämlich ganz unten dem Ende nahe.
Aber durch AA durfte ich ein neues Trockenes LEBEN beginnen.

Lg. Hans G24h


Große Dankbarkeit in mir über mein Leben mit AA
Sa 27 Dez 2025 15:38
Was da mal war, und dann auch, was ich mir noch wünsche.
Aber da ich jetzt hier einige Zeit habe einfach nur mit mir allein, nehme ich die Gelegenheit nun doch wahr und freue mich darüber, welche Richtung mein Leben seit meinem Abschied vom Alkohol vor etwas über 40 Jahren eingeschlagen hat.
Als ich noch trank, fühlte ich mich in meinem Leben gefangen. Sah keinen Ausweg. Fühlte mich schuldig, dass ich so fühlte, trank, weil ich so fühlte, und fühlte mich schuldig, weil ich trank, und trank, weil ich mich schuldig fühlte, und mehr und mehr höhlte ich innerlich aus und wurde leer. Ich war nur noch bröckelnde, einstürzende Fassade und dahinter ein Gemisch aus alkoholgetränkten Gefühlen, Scham, Angst, wütende Verzweiflung, verzweifelte Wut, Gleichgültigkeit, von denen ich wohl glaubte, dass sie mich ausmachten, aber das war nur mein alkoholisches Ich, das die Leere in mir eingenommen hatte und sich für mich ausgab.
Als ich aufhörte zu trinken, trocknete mein alkoholisches Ich langsam aus. Und machte Platz für anderes. Auch erstmal für die Leere, die es hinterließ, während es schrumpfte. In die Leere konnte - und ich dann hineinwachsen. Und kann mir eine neue Außenhaut aufbauen; manche Steine der alten Fassade taugen noch, andere nicht. Mein Haus - mein Ich ist jetzt ein anderes als vorher. Und mein alkoholisches Ich ist jetzt und für immer in mir wie eine kleine Rosine, und als solcher Teil von mir. Ich kann gut damit leben. Dass es in mir ist, für immer, bedeutet, dass ich immer achtsam sein darf.
Und das bedeutet für mich auch, dass ich mein Leben selbst gestalten kann.

Lg. Hans G24h


Hallo Hans
Sa 27 Dez 2025 15:25

Du hast mir einmal beim AA-Sonntagsmeeting in Stadl-Paura eure Visitenkarte mitgegeben (Im Anhang). Ich habe mir in den letzten Tagen dann Zeit genommen, auch die Internetseite zu Besuchen. Ich möchte dir, euch bzw. den Erstellern ein Riesenlob für diese Seite Aussprechen!

Diese ist sehr gut strukturiert, informativ und übersichtlich!

Um zumindest auch einen Beitrag, im Sinne des 12 Schritts zu “Leisten“, übermittle ich dir/euch auch meine Lebensgeschichte.
Ich wünsche dir noch schöne und Besinnliche Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
G24h
Danijel


Weihnachtswünsche
Di 23 Dez 2025 23:00
„Das Geheimnis der Weihnacht besteht darin, dass wir auf unserer Suche nach dem Großen und Außerordentlichen auf das Unscheinbare und Kleine hingewiesen werden.“

Wir wünschen euch ALLE frohe und besinnliche Weihnachten auch Frieden und Gesundheit.
Lg. Renate und Hans


Aus dem kleinen Braunen Buch ( Unser Weg)
So 14 Dez 2025 14:15
DER ZWÖLFTE SCHRITT
Nachdem wir durch diese Schritte ein spirituelles Erwachen erlebt hatten, versuchten wir, diese Botschaft an Alkoholiker weiterzugeben und unser tägliches Leben nach diesen Grundsätzen auszurichten. Zusammenfassung und Auftrag ist der Zwölfte Schritt im Programm der Anonymen Alkoholiker. Er ist neben dem Ersten Schritt der Punkt unseres Programms, der uns am geläufigsten ist, weil darüber auch in der Gruppe relativ häufig gesprochen wird.
Manche Anonymen Alkoholiker kennen auch nur diese beiden Schritte: den Ersten, mit dem sie zu trinken aufgehört, und den Zwölften, nach dessen Auftrag sie dann unmittelbar tätig werden. Die amerikanischen A.A.-Freunde nennen diese Übereifrigen "Two-Steppers", was gar nicht geringschätzig und abwertend gemeint ist. Wissen wir doch aus Erfahrung, dass wir mehr oder weniger alle in unserer Anfangszeit mit diesem Zweigang-Getriebe gefahren sind.
Two-Steppers Damit aber sind wir schon mitten in einer der Diskussionen, die um den Zwölften Schritt so gern geführt werden. Damit aber stecken wir auch schon mitten in dem verbreiteten Fehler, der dadurch entsteht, dass nur ein Halbsatz aus dieser Empfehlung herausgegriffen und gleichsam unbefugt als Auftrag verselbständigt wird. Aber bleiben wir einen Augenblick bei der Lesart des Zwölften Schrittes, die nur das Weitergeben der Botschaft im Sinn hat. Bleiben wir auch bei den "Two-Steppers" und der Meeting-Diskussion, ab wann jemand im Zwölften Schritt aktiv werden kann. Wenn wir mit der Sturheit von Schriftgelehrten und Wortklaubern an diese Frage gehen, dann darf die Tätigkeit im Zwölften Schritt erst einsetzen, "nachdem" wir die anderen Schritte erarbeitet haben und unser Leben danach ausrichten. Diese Empfehlung macht "ein geistiges Erwachen" durch die vorausgegangenen Schritte zur Voraussetzung des Bemühens um andere Alkoholiker.

Lg. Hans G24h