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Beginne, wo du stehst
Di 4 Jan 2022 7:39

Wir glauben, dass das Aufhören mit dem Trinken nur ein Anfang ist. Viel wichtiger wird es sein, unsere Grundsätze daheim, im Beruf und in allen unseren Angelegenheiten vorzuleben.

Anonyme Alkoholiker, S. 23

Für gewöhnlich ist es ziemlich einfach für mich, in einem AA-Meeting nett zu sein. Während ich daran arbeite, nüchtern zu bleiben, feiere ich mit meinen AA-Freunden unsere gemeinsame Befreiung aus der Hölle des Trinkens. Es ist oft gar nicht so schwer, meinen alten und neuen Freunden im Programm etwas Positives zu vermitteln. Zu Hause und am Arbeitsplatz kann das jedoch ganz anders sein. In diesen Bereichen treten die kleinen alltäglichen Enttäuschungen zu Tage, und es kann schwierig sein, zu lächeln, ein freundliches Wort zu finden oder aufmerksam zuzuhören. Außerhalb von AA erweist sich erst die Wirksamkeit meiner Arbeit in den Zwölf Schritten.

Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 1993 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.


Machtlos
Mo 3 Jan 2022 9:55


Wir gaben zu, dass wir dem Alkohol gegenüber machtlos sind – und unser Leben nicht mehr meistern konnten.

Zwölf Schritte und Zwölf Traditionen, S. 19

Es ist kein Zufall, dass im allerersten Schritt Machtlosigkeit erwähnt wird: Das Eingeständnis der persönlichen Machtlosigkeit gegenüber dem Alkohol ist ein Eckstein des Fundaments der Genesung. Ich habe gelernt, dass ich nicht die Macht und Kontrolle habe, die ich einst zu haben glaubte. Ich bin machtlos gegenüber dem, was andere von mir denken. Ich bin machtlos gegenüber der Tatsache, dass ich gerade den Bus verpasst habe. Ich bin machtlos gegenüber der Art, wie andere im Programm arbeiten (oder nicht arbeiten). Aber ich habe auch gelernt, dass ich gegenüber manchen Dingen nicht machtlos bin. Ich bin nicht machtlos gegenüber meiner Einstellung. Ich bin nicht machtlos gegenüber dem Negativen. Ich bin nicht machtlos, wenn es darum geht, die Verantwortung für meine eigene Genesung zu übernehmen. Ich habe die Macht, positiven Einfluss auszuüben: auf mich, auf die, die ich liebe, und auf die Welt, in der ich lebe.

Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
© 1993 Alcoholics Anonymous World Services, Inc. Alle Rechte vorbehalten.


Erster Januar
Sa 1 Jan 2022 15:41
1. Schritt
Wir gaben zu, dass wir dem Alkohol gegenüber machtlos sind – und unser Leben nicht mehr meistern konnten.

1. Tradition
Unser gemeinsames Wohlergehen sollte an erster Stelle stehen; bdie Genesung des Einzelnen beruht auf der Einigkeit der Anonymen Alkoholiker.


Das richtige Maß
Sa 1 Jan 2022 10:42
Zu werden, was wir sein können, bedeutet, das Beste aus uns zu machen. Dieses Beste ist vielleicht mehr, als wir uns vorstellen können. Der Weg dorthin führt über das richtige Maß in allen Dingen des Lebens. Wir müssen es finden und halten.

Doch was ist dieses richtige Maß eigentlich? Wo wird das Bedürfnis nach Anerkennung zur Geltungssucht, das Bedürfnis nach Besitz zur Habsucht, das Bedürfnis nach Sexualität zur Wollust und das Bedürfnis nach persönlichem Wohlergehen zur Selbstsucht.

Wir müssen uns diese Frage stellen und beantworten, jeder für sich, indem wir unserer inneren Stimme vertrauen. Damit beschreiten wir einen Weg, den uns alle spirituellen Traditionen schon immer gezeigt haben und der zu einem ganz neuen, viel besseren Leben führt.

(aus dem Buchumschlag des neuesten Buches von Dr Johannes Huber "Die Kunst des richtigen Maßes, wie wir werden, was wir sein können")

Ein gutes neues 2022
Gerhard


Silvester Glückwünsche 2022
Fr 31 Dez 2021 9:39
Wir wünschen euch allen ein gutes neues Jahr
Und alles Gute für 2022
gute 24 Stunden
Von Franz und Petra


Ein neues Jahr
Fr 31 Dez 2021 8:19

Ein neues Jahr heißt neue Hoffnung neues Licht neue Gedanken und neue Wege zum Ziel. Wir wünschen euch für 2022 nur das Beste besonders aber Gesundheit und Gelassenheit, Mut zur Entscheidung.

Wünscht euch Renate und Hans G24h

Neue Wege
Ein neuer Weg ist immer ein Wagnis,
aber wenn wir den Mut haben loszugehen,
dann ist jedes Stolpern und jeder Fehltritt ein Sieg
über unsere Ängste, unsere Zweifel und Bedenken.


Porsche oder Heiraten 😀
Do 30 Dez 2021 18:00
Typisch Mann 😂. Ich würde heiraten. Wenn Menschliche miteinander nicht funktioniert kannst immer noch auf das Materielle umsteigen.
Glückwunsch zu deiner Trockenheit.

Ingrid


Porsche oder heiraten
Mo 27 Dez 2021 19:52
Nimm einmal den Porsche. Heiraten kannst immer noch :grin
Gerhard


Hallo zusammen, bin das erste mal auf dieser Seite.
Mo 27 Dez 2021 18:56


vor ein paar Tagen hat sich mein "trockener" Geburtstag mal wieder gejährt und ich hab mich zum ersten mal seit langem kurz umgedreht und gesagt "boah, so lange ist das schon her?". Kann ein Alkoholiker ein "normales" Leben führen? Ich glaube, so ganz (Stinknormal) geht es nicht. Naja, nicht bei mir. Ich freu mich einfach, dass es so lange gut funktioniert hat und dass ich mir selber treu bleiben durfte, nicht mehr trinken muss. Ist nicht immer leicht mit mir, aber ich könnte mir keinen anderen Gerd mehr vorstellen als den trockenen. Nächstes Jahr ist es ein "runder" Geburtstag und ich möchte mich auch mal selber belohnen. Aber wie? Im Moment schwanke ich ein bisschen zwischen "Porsche" und "Heiraten", ich nehme noch Wetten an

Das Leben ist schön.

Ich wünsche uns allen noch viele gute 24h

Gerd, Alkoholiker, trocken, nicht immer ganz ernst zunehmen.


Gewohnheitstier Alkoholiker
Mo 27 Dez 2021 18:47

Und gerade dieser Schritt zum NEUEN erscheint so gewaltig und dem Menschen als Gewohnheitstier so schwierig. Ich sehe den größten Fehler, den auch wie gesagt ich lange Zeit gemacht habe, darin, dass man nur eines ändern möchte, das Trinken. Man will für sich eigentlich nur die freie Entscheidungskraft entwickeln, nicht mehr trinken zu brauchen. Und das reicht nicht! Man träumt von der Psyche eines gesunden Menschen, als ob man das Suchtverhalten im Kopf einmal bereinigen könnte, über die Willenskraft entscheiden zu können, ob man trinkt oder auch nicht. Leider geht es nicht nur über die Willenskraft, der Wille ist nur ein Teil-Mittel für die Verinnerlichung seines neuen Wertesystems und des trockenen Lebens.
Und eben auch die strikte Distanzierung vom Alkohol und seinem Umfeld über eine längere Zeit, ich hatte mir hierfür z.B. 1 Jahr genommen, ist nur ein Mittel, seinem Lernprozess nichts Unnötiges in den Weg zu stellen. Auch dieses 1 Jahr ist kein genereller Maßstab, war für mich aber eine erforderliche Mindestzeit.

Auch wenn ich mich wiederhole.
Man darf nie vergessen, dass sich dieses Suchtverhalten, teils über Jahrzehnte entwickelt hat und Unaus löschbar ist, sobald man wieder Alkohol zu sich nimmt. Und für seine Trockenheit sollte man sich nicht zu wenig Zeit nehmen oder ungeduldig sein, alte Gedanken- und Verhaltensstrukturen zu überschreiben und auszumerzen. Es könnte der letzte Versuch sein. -

Gruß, Freund.