Meine persönliche Meinung zu diesem Thema:
Es ist ja so einfach, darüber zu jammern, dass AA nicht mehr wächst, sondern schrumpft. Vielleicht sollten wir uns einmal überlegen, was wir ändern können, um auf Wachstumskurs zurückzukehren. Ich bin überzeugt, dass vermehrte Öffentlichkeitsarbeit im Umfeld wichtig ist. Nur, was kann ich alleine schon ausrichten. Dazu brauche ich Hilfe, das geht uns alle an. Statt mit Argusaugen darauf schauen, dass sich ja kein AA-Freund zu weit aus dem Fenster lehnt und gegen irgendeine Tradition verstößt, mache ich meine persönliche Inventur und schaue dabei auch, was ich mehr für AA machen könnte. AA hat mit nicht nur das Leben gerettet. AA hat mir ein neues Leben geschenkt, wie es in den Versprechen im Blauen Buch ab Seite 96 im letzten Abschnitt steht. Ich bin überzeugt, dass AA irgendwann auch bei uns wieder auf Wachstumskurs kommt. Wie bei den Versprechungen, sie werden sich erfüllen, manchmal schneller, manchmal langsamer, wenn wir daran arbeiten.
Meine persönliche Meinung: Weniger schauen, was der Andere falsch macht, dafür mehr schauen, was ich für AA mehr und besser machen kann. Ich mache immer wieder meine Inventur-nicht die meiner AA-Freunde.
Lg. Hans wünsche G24h
Ist Nüchternheit alles, was wir vom Geistigen Erwachen erwarten? Nein, Nüchternheit ist nur ein dürftiger Anfang. Im AA-Programm zu leben ist wie ein Haus bauen. Erst musste ich eine große, massive Betonplatte gießen, um das Haus darauf zu errichten; das bedeutete für mich, mit dem Trinken aufzuhören. Aber es ist sehr ungemütlich, auf einer Betonplatte zu leben, ungeschützt Hitze, Kälte, Wind und Regen ausgesetzt zu sein. So baute ich auf der Platte einen Raum, indem ich anfing, im Programm zu leben. Das erste Zimmer war wacklig, da ich an diese Arbeit nicht gewöhnt war. Aber im Laufe der Zeit, mit mehr Übung im Programm, lernte ich langsam stabilere Räume zu bauen. Je länger ich übte und je mehr ich baute, umso gemütlicher wurde das Zuhause, in dem ich heute lebe.
Lg. Hans wünsche G24h
Es ist ein Lernprozess der nicht von heute auf morgen geht aber jeden Tag geht es besser.
Am Anfang konnte ich nur für mich entscheiden, das war mehr als genug. Sorgen und Grübeln, werden die Sorgen weniger durch das ganze grübeln? Nicht wirklich, für mich heute verlorene Zeit. Wege suchen und nur Schritt für Schritt, das war mein Weg und sehr vieles löste sich von alleine. Jeder Tag hat genug Anforderungen und was morgen ist weiß ich nicht. Das durfte ich lernen und ich lebe ganz gut damit. Das erste Jahr gehörte mir und das ist auch wichtig. Es ist ein Umdenken wenn man trocken wird und ein lernen. Alte Pfade zu verlassen und neues Wagen, das war mein Weg und nur für Heute.
Lg Ingrid
Öfter ist mir jetzt schon aufgefallen, dass gerade das viele Grübeln zwangsläufig zu zusätzlichen Schwierigkeiten führt.
Trotz allem Stolz dass ich ja trocken lebe, darf ich wohl das Zwischenmenschliche nicht vergessen, wie z.B. meine Frau und Tochter zu unterstützen, wenn sie mich brauchen.
Vielleicht ist es auch gut so, dass ich mich nicht in sinnlose Grübeleien vertiefe, sondern hier und heute für meine Mitmenschen da sein soll?
Bin grad sehr durcheinander, LG
Steff
Ich möchte mich auch bedanken für dieses Forum und euren unermüdlichen Einsatz. Ich bin so froh hierhergefunden zu haben, ich weiß nicht, ob ich ohne die Erfahrungsberichte und Tipps von hier heute noch trocken wäre. Ihr leistet einen wertvollen Beitrag für Verzweifelte und Hilfesuchende, ich finde es toll, dass hier unermüdlich die "Neuankömmlinge" willkommen geheißen und an die Hand genommen werden. Ihr seid ein tolles Team und könnt stolz auf eure Arbeit sein.
DANKE Lg. Jürgen
Also ich kenn mich da den Ausführungen von Hans nur anschließen. Ein Besuch eines Meetings und Gespräche von Angesicht zu Angesicht sind auf jedenfall sehr nutzbringend. Man lernt dadurch auch Hemmungen zu überwinden, vor allem Angst vor anderen zu sprechen und natürlich vieles mehr. Also mir hat das sehr genützt, man hört von anderen Schicksalen, Pech, Pleiten, Beziehungskrisen, familieären Problemen usw. Einfach mal versuchen, in ein Meeting zu kommen. Man wird freundlich und verständnisvoll empfangen und aufgenommen. Der Erfolg ist die Veränderung und ein Leben, das sich wirklich lohnt und Freude macht.
Glg Gerhard
Heute möchte ich mein Angebot an euch machen.
Du suchst Hilfe... wir helfen Dir... und dann hilfst Du Dir selbst!
Du hast den Weg zu uns ins Forum gefunden. Du bist auf der Suche nach dem Ausstieg aus der Alkoholsucht...
Wir reichen Dir die Hand, um Dir Wege aufzuzeigen!
Schreibe etwas von Dir und vielleicht geht es Dir bald mit etwas Hilfe und Unterstützung, besser! Du kannst es schaffen einen Weg aus der Alkoholsucht zu finden! Und auch die Angehörigen von Alkoholiker/innen möchte ich ermuntern bei uns um Rat zu fragen und Anregungen zu finden, damit das Leben
wieder erträglicher wird! Das Leben ist nicht immer einfach, aber eindeutig einfacher ohne Alkohol zu bewältigen!
Lg. Hans wünsche G24h
Ich danke euch für eure Antworten, fühle mich verstanden.
Das eine oder andere hätte genau so von mir geschrieben werden können, trifft genau mein Denken und mein Wesen!
Danke!
Steff
Je länger ich mich mit den Symptomen einer Krankheit auseinandersetze oder darin verweile umso mehr rufe ich sie herbei oder halte die Krankheit am Leben. Behandle ich nur die Symptome und erkenne die Ursachen umso schneller werde ich gesund. Es sei denn ich will krank sein. Ich muss akzeptieren das es eben auch unheilbare Krankheiten gibt.
Wenn ich das auf die Sucht beziehe.
Ursache: Zuviel gesoffen
Symptome: psychische und physische Auswirkungen
Behandlung: Akzeptieren, Suchtspezifische Symptome erkennen und behandeln. Nun zu meiner Frage, wenn meine Erfahrungen stimmen.
Warum soll ich dann Suchtgedanken zu Ende denken, wenn es mich darin nur festhält?
Grüße Josef
Nun erwische ich mich aber oft dabei, dass die Gedankenmühle eben genau während solcher Beschäftigungen rattert und ich eigentlich alles nur nebenbei mache...Dass dabei auch mal "Zuviel Salz in der Suppe landet" kann man sich wohl vorstellen.
Kennt Ihr das auch? Was macht ihr dann?
Lg. Karin